- CDU hat nur noch 25 Prozent Zustimmung im Hessentrend.
- AfD gewinnt drei Punkte und erreicht 23 Prozent.
- Grüne, Linke und FDP haben leichte Zugewinne verzeichnet.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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"Klar ist: Mit 25 Prozent können und wollen wir nicht zufrieden sein", sagte der Generalsekretär der hessischen CDU, Leopold Born. Aber: Man sei und bleibe die stärkste politische Kraft in Hessen. Auch liege die Hessenunion fünf Prozentpunkte über dem Bundestrend der Union. "Das ist das Verdienst von Boris Rhein." Unterdessen erklärte die AfD Hessen, dass der "Kipppunkt" zwischen CDU und AfD fast erreicht sei und sprach von einer "tollen Bestätigung für unseren Kurs". Die CDU müsse sich fragen, ob sie politisch auf der richtigen Spur ist, ansonsten wird sie diese Reise fortsetzen.
CDU mit bisher schlechtestem Zustimmungswert im Hessentrend
Laut Hessischem Rundfunk sind die 25 Prozent der bisher schlechteste Zustimmungswert für die CDU im Hessentrend. Bei der Landtagswahl vor drei Jahren hatte sie 34,6 Prozent erreicht. Ihr Juniorpartner SPD verliert der Umfrage zufolge einen Prozentpunkt im Vergleich zur vorangegangenen Umfrage auf jetzt noch 15 Prozent; das entspräche in etwa ihrem letzten Wahlergebnis (15,1 Prozent). Für eine Neuauflage der Koalition aus CDU und SPD würde es laut der aktuellen Umfrage nicht reichen.
Aber auch die Zufriedenheit mit der Landesregierung als Ganzes hat im Vergleich zum hr-Hessentrend aus dem Februar abgenommen: Insgesamt 54 Prozent der Befragten zeigten sich aktuell weniger zufrieden oder nicht zufrieden mit der Leistung von Schwarz-Rot.
Leichte Zugewinne für Grüne, Linke und FDP
Dagegen konnten die Grünen als früherer Koalitionspartner der CDU hinzugewinnen, und zwar um zwei Prozentpunkte auf 16 Prozent. Etwas aufwärts ging es auch für die Linke, die mit einer Zustimmung von sieben Prozent (plus ein Prozentpunkt) wieder in den Landtag einziehen könnte. Die FDP gewinnt der Umfrage zufolge zwar ebenfalls einen Punkt hinzu, bliebe aber mit vier Prozent Zustimmung unter der Fünf-Prozent-Hürde.
Die nächste Landtagswahl steht 2028 in Hessen an. Für den hr-Hessentrend hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap in der Zeit vom 19. bis 22. Oktober dieses Jahres 1.185 Wahlberechtigte aus Hessen zufallsbasiert telefonisch (695) und online (490) befragt. Die Umfrage ist laut hr repräsentativ. Repräsentative Umfragen haben Schwankungsbreiten. Bei dieser Erhebung liegen sie bei 2 Prozentpunkten bei einem Anteilswert von 10 Prozent, 3 Prozentpunkten bei einem Anteilswert von 50 Prozent.
"Das gibt Rückenwind für unseren Weg zurück in die Landesregierung", erklärten die hessischen Grünen. "Wir zeigen: Es gibt eine Alternative zur konzeptionslosen und rückwärtsgewandten Politik von CDU und SPD." Die hessische FDP zeigte sich erfreut über den leichten Zuwachs und erklärte: "Wir arbeiten an unserem Comeback."
Wahlumfragen sind immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang./csc/DP/mis
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