Vladimir Putin ist der langjährige Präsident Russlands, ein ehemaliger KGB-Offizier, bekannt für seine autoritäre Regierungsführung und seinen bedeutenden geopolitischen Einfluss.
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ROUNDUP 2: Putin informiert Trump über Kiews Angriff - Selenskyj spricht von

(Aktualisierung: Trump Reaktion 4. und 5. Absatz)

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MOSKAU/KIEW (dpa-AFX) - Der russische Präsident Wladimir Putin will seine Position bei den Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump über ein Kriegsende in der Ukraine nach Kremlangaben wegen eines angeblichen Terroranschlags Kiews überarbeiten. Der Kremlchef habe Trump darüber bei einem Telefonat informiert, nachdem es einen versuchten Drohnenangriff der Ukraine gegen seine Präsidentenresidenz im Gebiet Nowgorod gegeben habe, sagte Putins außenpolitischer Berater, Juri Uschakow. Der Kreml hoffe auf Verständnis der USA, dass Russland nun seine Position bei den Verhandlungen überdenke.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Anschuldigungen Russlands, die Ukraine habe Putins Residenz angegriffen, gleich in mehreren Posts in den sozialen Netzwerken als Lüge zurück.

Uschakow behauptete, Trump sei "schockiert" gewesen von den Schilderungen Putins. "Angesichts des von Kiew ausgeübten Staatsterrorismus kann die russische Seite nicht anders handeln", betonte er. "Dies wurde sehr deutlich zum Ausdruck gebracht." Zugleich habe Putin betont, "dass die russische Seite weiterhin eng und fruchtbar mit den amerikanischen Partnern zusammenarbeiten will, um Wege zum Frieden zu finden".

Trump: "Das ist nicht gut"

Trump bestätigte vor Journalisten, dass Putin ihn über den angeblichen Drohnenangriff informiert habe. Zunächst sagte der US-Präsident, er wisse darüber nichts, er habe aber davon gehört. "Das wäre sehr schade. Das wäre nicht gut." Kurz darauf konkretisierte Trump erneut darauf angesprochen, dass Putin ihm am Morgen (US-Ortszeit) gesagt habe, er sei angegriffen worden. "Das ist nicht gut."

Trump verwies in dem Kontext darauf, dass er im Oktober keine Freigabe von Tomahawk-Waffen erteilt hatte, die die Ukraine erbeten hatte. Der Marschflugkörper hat eine hohe Reichweite und hätte die Ukraine in die Lage versetzen können, ihn bis tief in das russische Hinterland abzufeuern. Der US-Präsident sagte: Es sei eine Sache, offensiv zu sein, weil sie (Russland) offensiv gewesen seien. "Aber es ist eine andere Sache, sein Haus anzugreifen."

Selenskyj spricht mit Merz und wirft Russland Lügen vor

Selenskyj bezeichnete den von Putin behaupteten Drohnenangriff als Vorwand Moskaus, den Krieg fortsetzen zu wollen. Selenskyj hatte am Sonntag mit Trump in den USA über eine Beendigung des Krieges verhandelt, ohne greifbares Ergebnis.

Er habe auch mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) über die Verhandlungen in den USA gesprochen - und auch über die russischen Falschnachrichten von einem Drohnenangriff auf "irgendeine Residenz" Putins. "Putin muss sich daran gewöhnen, dass er den Krieg, die Angriffe und das Blutvergießen beenden muss. Die Ukraine tut alles, um Frieden zu schaffen", teilte Selenskyj nach seinem Telefonat mit Merz mit.

Die Ukraine wehrt sich immer wieder auch mit Drohnenangriffen auf russische Ziele gegen den Angriffskrieg Moskaus, der seit fast vier Jahren andauert.

Kreml: Trump informierte Putin über Gespräch mit Selenskyj

Nach Darstellung Uschakows informierte Trump Putin über die Gespräche mit Selenskyj am Sonntag; die US-Seite habe Selenskyj darauf hingewiesen, dass "Kiew konkrete Schritte zur endgültigen Beilegung des Konflikts unternehmen müsse, anstatt sich hinter Forderungen nach einem vorübergehenden Waffenstillstand zu verstecken", sagte Uschakow. Russland lehnt einen Waffenstillstand ab, weil es nach eigenen Angaben verhindern will, dass die ukrainische Armee sich neu aufstellt und bewaffnet.

Selenskyj sei laut Trump empfohlen worden, "nicht einmal zu versuchen, eine Atempause für seine Streitkräfte zu erreichen, sondern sich auf das Erreichen einer umfassenden Vereinbarung zu konzentrieren, die zu einer wirklichen Beendigung des bewaffneten Konflikts führen würde", sagte Uschakow. Er kündigte an, dass Putin und Trump im Gespräch bleiben wollten./mau/rin/DP/he

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