"Wer zuletzt auch nur zarten Konjunkturoptimismus verbreitete, war der Schönfärberei verdächtig. Deutschland hat sich offenbar eingerichtet in seiner Missstimmung. Doch es ist Zeit für eine differenziertere Betrachtung. Mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen spürbar heraufgesetzt. (...) Der Konsum zeigt dagegen wenig Lebenszeichen, was aufgrund der Preissteigerungen der vergangenen Jahre und des Stellenabbaus in der Industrie kein Wunder ist. (...) Ob aus der Belebung ein Aufschwung wird, hängt indes von einem weiteren Faktor ab: Die Investitionen müssen in Gang kommen, und vor allem müssen sie in Deutschland getätigt werden. Das wird aber nur geschehen, wenn Unternehmen hier mit besseren Bedingungen rechnen. Einige Vorstöße der Bundesregierung haben sie gesehen - und müssen nun erleben, wie Vereinbarungen wieder infrage gestellt werden. Das ist der sicherste Weg, die Chance zu verspielen."/DP/jha
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