Original-Research: Deutsche Grundstücksauktionen AG (von GBC AG): Kaufen

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Zeitungsständer (Symbolbild).
- © AdrianHancu / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images

Original-Research: Deutsche Grundstücksauktionen AG - von GBC AG 17.09.2026 / 11:30 CET/CEST Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.


Einstufung von GBC AG zu Deutsche Grundstücksauktionen AG

Unternehmen: Deutsche Grundstücksauktionen AG
ISIN: DE0005533400
 
Anlass der Studie: Research Note
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 12,60 EUR
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2027
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Matthias Greiffenberger, Cosmin Filker

Rekordhoher Nachverkauf verbessert die Ausgangslage für das zweite Halbjahr

Die DGA-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 bei einem nur moderat rückläufigen Objektumsatz eine deutlich schwächere Ergebnisentwicklung verzeichnet. Der Objektumsatz sank um 3,7 % auf 36,1 Mio. €, während die bereinigten Nettoeinnahmen wegen des Transaktions- und Provisionsmixes um 7,5 % auf 3,55 Mio. € zurückgingen. Zugleich belasteten höhere Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen. Das Netto-Ergebnis verringerte sich auf -0,37 Mio. € nach -0,04 Mio. € im Vorjahr.

Die operative Ausgangslage für das zweite Halbjahr ist besser, als das Halbjahresergebnis vermuten lässt. Bis zur Veröffentlichung des Halbjahresberichts wurden aus den Auktionen des ersten Halbjahres 19 Objekte mit einem Volumen von rund 4,7 Mio. € nachverkauft. Daraus entstanden bereinigte Nettoeinnahmen von mehr als 0,33 Mio. €. Nach Angaben des Managements befinden sich weitere Nachverkäufe mit einem Objektvolumen von rund 2,0 Mio. € vor dem Abschluss oder der Verbuchung. Die Nachfrage ist damit vorhanden, benötigt wegen längerer Finanzierungs- und Strukturierungsprozesse aber mehr Zeit bis zur Beurkundung.

Vor dem Hintergrund der schwächeren Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2026 haben wir insbesondere unsere kurzfristigen Prognosen reduziert. Die grundsätzlich erwartete Erholung des Auktionsgeschäfts bleibt jedoch bestehen. Für 2026 rechnen wir unverändert mit einem Objektumsatz von 87,00 Mio. € nach 90,88 Mio. € im Geschäftsjahr 2025. Der erwartete Rückgang um 4,3 % berücksichtigt das bislang geringere Volumen größerer Einzeltransaktionen sowie die weiterhin verlängerten Finanzierungs- und Abwicklungsprozesse.

Unsere Prognose der bereinigten Nettoeinnahmen reduzieren wir für 2026 von bislang 9,30 Mio. € auf 8,50 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahreswert von 8,05 Mio. € entspricht dies dennoch einem Anstieg um 5,6 %. Die Relation der bereinigten Nettoeinnahmen zum Objektumsatz sollte sich damit auf rund 9,8 % nach 8,9 % im Geschäftsjahr 2025 verbessern, bleibt jedoch unter unserer bisherigen Annahme von 10,7 %. Damit tragen wir dem im ersten Halbjahr schwächeren Objekt- und Provisionsmix Rechnung.

Auch die Ergebnisprognosen haben wir reduziert. Für 2026 erwarten wir nun ein EBITDA von 0,31 Mio. € nach -0,28 Mio. € im Vorjahr und anstelle der bislang prognostizierten 0,82 Mio. €. Beim Jahresüberschuss rechnen wir mit 0,19 Mio. € nach -0,29 Mio. € im Geschäftsjahr 2025 und anstelle der bisherigen Prognose von 0,54 Mio. €. Der starke Nachverkauf sollte die Rückkehr in die Gewinnzone ermöglichen. Aufgrund des Halbjahresverlusts und der zeitverzögerten Wirkung der Kostensenkungen bleibt der Ergebnispuffer jedoch begrenzt.

Für 2027 erwarten wir eine deutlich stärkere operative Erholung. Der Objektumsatz sollte auf 106,00 Mio. € nach 87,00 Mio. € im Jahr 2026 steigen. Bei einer Normalisierung des Provisionsmixes prognostizieren wir bereinigte Nettoeinnahmen von 11,00 Mio. € nach 8,50 Mio. € und gegenüber bislang erwarteten 11,30 Mio. €. Das EBITDA sollte aufgrund der Skalierbarkeit des Geschäftsmodells überproportional auf 1,50 Mio. € nach 0,31 Mio. € steigen. Zuvor hatten wir ein EBITDA von 1,77 Mio. € erwartet.

Für 2028 unterstellen wir eine Fortsetzung der Normalisierung. Der Objektumsatz sollte auf 115,00 Mio. € nach 106,00 Mio. € im Jahr 2027 und die bereinigten Nettoeinnahmen auf 12,00 Mio. € nach 11,00 Mio. € steigen. Das EBITDA erwarten wir bei 2,48 Mio. € nach 1,50 Mio. €, wodurch sich die EBITDA-Marge auf rund 20,7 % nach 13,6 % erhöhen sollte. Damit liegen unsere langfristigen Schätzungen nur leicht unter den bisherigen Prognosen von 12,30 Mio. € bei den bereinigten Nettoeinnahmen, 2,55 Mio. € beim EBITDA und 1,71 Mio. € beim Jahresüberschuss. Die Prognoseanpassung bildet somit vor allem eine langsamere Erholung in den Jahren 2026 und 2027 ab, während wir die langfristige Skalierbarkeit des Geschäftsmodells weiterhin als intakt ansehen.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: 20260917_DGA_Update Kontakt für Rückfragen: GBC AG Halderstraße 27 86150 Augsburg 0821 / 241133 0 research@gbc-ag.de ++++++++++++++++ Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a, 7, 11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung +++++++++++++++ Fertigstellung: 17.09.2026 (10:00 Uhr) Erste Weitergabe: 17.09.2026 (11:30 Uhr)

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2400920  17.09.2026 CET/CEST


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