Neue Gewalt im Westjordanland - Tote und Verletzte

dpa-AFX  | 
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TEL AVIV/RAMALLAH (dpa-AFX) - Kurz vor Beginn des höchsten jüdischen Feiertags eskaliert die Gewalt im Westjordanland. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, Soldaten hätten einen Palästinenser getötet, der versucht habe, sie mit einem Auto zu rammen. Zudem kam laut Polizei ein Israeli durch Schüsse ums Leben. Israels Polizei und Militär suchen eigenen Angaben zufolge nach dem mutmaßlich palästinensischen Schützen. Offiziellen israelischen Angaben zufolge schoss er aus einem Auto heraus auf israelische Siedler und flüchtete anschließend.

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Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete unterdessen zwei verletzte Palästinenser nach einem Siedlerangriff im Westjordanland. Ein Mann sei am Kopf durch einen Stein verletzt worden, ein weiterer habe eine Stichwunde im Bein erlitten.

Gewalt im besetzten Westjordanland nimmt zu

Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg weiter verschärft. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden dort seitdem mehr als 1.100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen und eigenen Anschlägen getötet.

Radikale Siedler greifen immer wieder Palästinenser an

Zugleich hat die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser deutlich zugenommen. Dem israelischen Militär wird immer wieder vorgeworfen, nicht entschieden genug gegen solche Angriffe vorzugehen oder sogar mit den Siedlern zu kooperieren. Warnungen vor einem neuen Palästinenseraufstand infolge der Siedlergewalt werden lauter. Allein in diesem Jahr wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 80 Palästinenser im Westjordanland getötet, etwa ein Viertel von ihnen durch Siedler.

Am Sonntagabend beginnt Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag. An Feiertagen nehmen die Spannungen im Westjordanland häufig noch einmal zu./ci/DP/zb



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