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Neue Beauftragte will Kameras in Schlachthöfen

BERLIN (dpa-AFX) - Die neue Bundestierschutzbeauftragte Silvia Breher macht sich für eine verpflichtende Videoüberwachung in Schlachthöfen stark. Sie wolle dies prioritär angehen und sich mit Nachdruck für eine Umsetzung einsetzen, sagte die CDU-Politikerin nach ihrer Berufung durch das Kabinett in Berlin. "Wer Tiere in dieser letzten Phase ihres Lebens schlecht behandelt, der muss dafür auch geradestehen." Dies mache eine Videodokumentation möglich. Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, solche Überwachungen zu prüfen.

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Eine Sony-Spiegelreflexkamera.
Quelle: - pixabay.com:

Breher sprach sich auch für rechtliche Erleichterungen von Stallumbauten für höhere Tierschutzstandards aus. Viele Landwirte wollten mehr Tierwohl, man müsse es ihnen aber auch ermöglichen. Verboten werden solle anonymer Handel mit Tieren im Internet. Tierheime, die oft ehrenamtlich mit viel Herzblut geführt würden, sollten weiter und vielleicht besser unterstützt werden.

"Kein Interessenkonflikt"

Zu Kritik, dass sie ihre neue Funktion zusätzlich zum Amt als parlamentarische Staatssekretärin im Bundesagrarministerium übernimmt, sagte Breher: "Einen Interessenkonflikt sehe ich ehrlich gesagt nicht." Sie wolle nicht nur den Tieren eine Stimme geben, sondern Dinge auch tatsächlich umsetzen. Dies könne sie in der Konstellation auch als Bundestagsabgeordnete gut, machte sie deutlich.

Breher tritt ihr neues Amt an diesem Montag an. Sie folgt auf Ariane Kari, die 2023 von der Ampel-Regierung zur ersten Tierschutzbeauftragten berufen worden war. Minister Alois Rainer (CSU) sagte, Breher werde "eine Kämpferin für den Tierschutz sein und diesen in Deutschland weiter voranbringen". Die Besetzung sei außerdem eine bürokratisch schlanke Lösung in Zeiten knapper Kassen. Von den bisherigen Kosten für die Arbeit der Beauftragten von einer halben Million Euro im Jahr werde gut die Hälfte eingespart, erläuterte Breher./sam/DP/stw

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