Mittel gegen Glatzen: Novo plant das Comeback

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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18.07.2026, Berlin: Firat (M) wird beim «Berlin Bald Festival» für Menschen mit Glatze im Görlitzer Park als Glatzenträger mit dem besten Style ausgezeichnet. Das Programm umfasst verschiedene Spiele, Wettbewerbe und gemeinschaftliche Aktivitäten, wobei der Versuch, die größte Versammlung kahlköpfiger Menschen aufzustellen, der Höhepunkt sein soll. Foto: Christoph Soeder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der Ozempic-Konzern hat gegen Eli Lilly viel Boden verloren und will nun bei Haarausfall-Mitteln angreifen. Ob das reicht, um verlorenes Anlegervertrauen zurückzuholen?
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Hinweis

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk richtet sich strategisch neu aus. Der Hersteller von Ozempic und Wegovy prüft einen Einstieg in den Markt für Mittel gegen Haarausfall, wie Bloomberg berichtete.

Zugleich zeigte sich Vorstandschef Mike Doustdar gegenüber der Financial Times offen für eine direkte Notierung der Aktie an der New Yorker Börse. Beide Vorstöße fallen in eine Phase, in der Novo Nordisk im Markt für Abnehmspritzen gegenüber dem US-Konkurrenten Eli Lilly zunehmend unter Druck gerät.

Haarausfall als neues Wachstumsfeld

"Wir könnten unser wissenschaftliches Know-how nutzen, um möglicherweise in diesen Bereich vorzudringen", sagte Martin Lange, Chief Scientific Officer von Novo Nordisk.

Werte aus dem Artikel:
Absci Aktie 10,27 $ 0,00%
Eli Lilly and Aktie 1.029,2 € +0,08%
Novo-Nordisk Aktie 33,295 € +0,50%
Veradermics Aktie 108,96 $ 0,00%

Die Aktien der Haarausfall-Spezialisten Veradermics und Absci legten nach diesen Äußerungen zu, einen Tag nachdem Novo Nordisk seine Wachstumsstrategie für die Zeit nach Wegovy vorgestellt hatte.

Die eigene Aktie gab dennoch nach, obwohl die Ziele ambitioniert sind: Bis 2030 sollen mehr als fünf Medikamente mit Multi-Blockbuster-Potenzial auf den Markt kommen, bis 2035 soll der Pipeline-Umsatz mehr als 23 Milliarden US-Dollar erreichen. "Das Vertrauen ist weg, und es braucht Zeit und harte Arbeit, um es wieder aufzubauen", räumte Doustdar ein.

Trotz seines First-Mover-Vorteils bei GLP-1-Präparaten hat Novo Nordisk gegenüber Lilly an Boden verloren. Zumal ein Patentverlust nach 2030 das meistverkaufte Medikament Semaglutid bedroht, das als Ozempic und Wegovy vermarktet wird. Seit den 1990er Jahren gibt es keine von der US-Arzneimittelbehörde zugelassenen Therapien gegen erblich bedingten Haarausfall, von dem in den Vereinigten Staaten schätzungsweise 50 Millionen Männer und 30 Millionen Frauen betroffen sind.

Novo Nordisk prüft Direktnotierung in New York

Eine Notierung in New York würde die American Depositary Receipts (ADRs) ersetzen, über die US-Anlegerinnen und -Anleger die Aktie derzeit handeln. "Ich sehe darin eindeutig einige Vorteile", sagte Doustdar der Financial Times, betonte aber, der Konzern prüfe die Idee derzeit nicht aktiv.

Die Vereinigten Staaten stehen für mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes, während Novo Nordisk gegenüber Eli Lilly wieder an Boden gewinnen muss. Seit ihrem Höchststand 2023, als der Konzern mit mehr als 600 Milliarden US-Dollar zum wertvollsten Unternehmen Europas wurde, ist die Aktie um mehr als 70 Prozent gefallen. Lillys Konkurrenzprodukt Zepbound soll den Umsatz von Wegovy in diesem Jahr Berichten zufolge um mehr als sieben Milliarden US-Dollar übertreffen.

Fazit

Die Diversifizierung in neue Felder kann langfristig helfen, dürfte aber erst spät im Jahrzehnt Erträge bringen. Entscheidend bleibt kurzfristig der Vergleich mit Eli Lilly: Solange Zepbound Wegovy den Rang abläuft, dürfte der Vertrauensverlust der Anlegerinnen und Anleger nur schwer wettzumachen sein.


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