- Micron Aktie liegt 25% unter dem Juni-Hoch.
- Analysten erwarten einen Wandel im Wachstum von Micron.
- Micron wird mit dem Fünffachen des erwarteten Gewinns gehandelt.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Pascal Grunow Zuletzt kamen Zweifel auf, ob die milliardenschweren Investitionen in künstliche Intelligenz für Micron dauerhaft tragfähig sind. Die Aktie liegt mittlerweile über 25 Prozent unter ihrem Juni-Hoch, obwohl sie sich seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht hat. Analysten sehen darin weniger das Ende des Wachstums als vielmehr den Beginn einer neuen Phase.
Micron steht vor einem entscheidenden Wandel
Laut Stifel-Analyst Brian Chin müssen sich Anleger von der Vorstellung verabschieden, dass sich das bisherige Wachstumstempo dauerhaft fortsetzen lässt. Statt eines kurzen Sprints könnte sich der KI-Boom zunehmend zu einem Marathon entwickeln.
Entscheidend sei dabei, wie lange die außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Speicherchips anhalten kann. Während einige Investoren bereits innerhalb der nächsten beiden Quartale eine Abschwächung befürchten, hält Chin einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren für realistischer.
Sollte die Nachfrage tatsächlich so lange auf hohem Niveau bleiben, könnte Microns Gewinn je Aktie deutlich über das heutige Niveau hinauswachsen.
Micron-Aktie auffällig günstig bewertet
Nach den Gewinnschätzungen von Chin wird Micron derzeit lediglich mit etwa dem Fünffachen des erwarteten Gewinns gehandelt. Das niedrige Kurs-Gewinn-Verhältnis könnte die Aktie gegenüber weiteren Rückschlägen widerstandsfähiger machen, solange die Gewinne weiter steigen.
Allerdings erwartet Chin nicht, dass Anleger künftig bereit sein werden, ein wesentlich höheres Bewertungsmultiple zu zahlen.
Ryuta Makino vom Vermögensverwalter Gabelli Funds sieht Micron ebenfalls vergleichsweise attraktiv bewertet. Im Vergleich zu anderen Unternehmen aus dem Speichersektor werde die Aktie mit einem deutlichen Abschlag gehandelt.
Damit könnte für die weitere Kursentwicklung weniger eine höhere Bewertung als vielmehr das tatsächliche Gewinnwachstum entscheidend sein.
Droht dem Speichermarkt eine Überversorgung?
Neben einer möglichen Abschwächung der Nachfrage beschäftigt Analysten auch die Angebotsseite. Micron und seine Wettbewerber planen zusätzliche Produktionskapazitäten, um vom steigenden Bedarf an KI-Speicher zu profitieren.
Sollten jedoch zu viele neue Kapazitäten gleichzeitig auf den Markt kommen, könnte der Preisdruck zunehmen und die hohen Gewinnmargen belasten.
Chin verweist allerdings auf Engpässe bei den Herstellern von Halbleiterproduktionsanlagen. Schwierigkeiten beim Ausbau der Fertigung könnten dafür sorgen, dass neue Kapazitäten langsamer entstehen als geplant.
Makino rechnet sogar damit, dass sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage im kommenden Jahr und bis 2028 weiter verschärfen könnte. Das würde Micron zusätzliche Spielräume für Preiserhöhungen eröffnen.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
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10
|
20
|
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