Merz: Lassen uns von AfD das Land nicht kaputtreden

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Friedrich Merz beim EPP Congress in Rotterdam
- ©www.davidplas.be, cc-by-2.0

HANNOVER (dpa-AFX) - Am Tag vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine stärkere inhaltliche Auseinandersetzung zur AfD gefordert. "Wir müssen die Auseinandersetzung mit dieser Partei besser führen", sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung in Niedersachsen, wo nächste Woche Kommunalwahlen stattfinden. "Wir müssen uns mit den Inhalten auseinandersetzen. Wir müssen uns auch mit der Wortwahl auseinandersetzen."

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Merz verwies auf eine Aussage von Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef Martin Reichardt, der bei einem Bundeskongress der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland gesagt hatte, der Staat sei heute "ein nach Dope stinkender, fauler Asi". Das zeige, "was diese Leute von unserem Land halten", sagte Merz. Es zeige auch, wie man mit diesen Leuten umgehen müsse. "Wir lassen uns von diesen Leuten unser Land nicht kaputtreden", betonte der CDU-Bundesvorsitzende.

Die Bundesrepublik Deutschland blicke auf eine fast 80-jährige Erfolgsgeschichte - mit vielen Problemen und vielen Herausforderungen. "Aber wir sind immer noch eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Wir sind immer noch eines der sichersten Länder der Welt. Und wir sind immer noch eine stabile, gefestigte Demokratie."

Zwei Besuche in Sachsen-Anhalt ohne Auftritte vor Wählern

In Sachsen-Anhalt wird am Sonntag gewählt. Die AfD liegt dort in den Umfragen mit großem Abstand vor der CDU und ist nicht weit von einer absoluten Mehrheit entfernt. Merz hat das ostdeutsche Bundesland in den vergangenen Tagen zwei Mal besucht - ohne einen öffentlichen Auftritt vor Wählern.

In Quedlinburg und Leuna sprach er abgeschottet von der Öffentlichkeit mit CDU-Kandidaten für den Landtag sowie Amtsträgern, besuchte eine Bioraffinerie und die Quedlinburger Stiftskirche. Bei beiden Terminen gab es nur kurze Statements mit Spitzenkandidat Sven Schulze vor Journalisten. In Hannover sprach Merz nun vor etwa 300 CDU-Mitgliedern in einem Hotel am Flughafen./mfi/DP/zb



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