BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland und Aserbaidschan wollen ihre wirtschaftlichen Beziehungen vertiefen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev bei einem Treffen im Berliner Kanzleramt. Neben der Gründung eines gemeinsamen Wirtschaftsrates geht es dabei vor allem um die Lieferung von Erdgas und Erdöl aus der autoritär regierten Kaukasusrepublik.
Für dich zusammengefasst:
Deutschland und Aserbaidschan vertiefen wirtschaftliche Beziehungen.
Eine Vereinbarung zur Erdgas- und Erdöllieferung wurde unterzeichnet.
Aktuell fließt 1,5 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich nach Deutschland.
Aserbaidschan sei eines der wenigen Länder in der Region mit einem Energie-Überschuss, erläuterte Merz. Deshalb sei es ein "interessantes Partnerland", um die Energieversorgung in Deutschland sicherzustellen. Wegen Russlands Überfall auf die Ukraine möchte die Bundesrepublik die Abhängigkeit von russischem Erdgas beenden und sucht deshalb nach Alternativen.
Seit Jahresbeginn fließt bereits aserbaidschanisches Gas nach Deutschland. Bislang ist eine jährliche Lieferung von 1,5 Milliarden Kubikmetern vereinbart. Aliyev stellte in Berlin eine größere Liefermenge in Aussicht, hält dafür allerdings zusätzliche Pipelines für erforderlich./ax/mfi/sk/DP/nas
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