Bereits 2025 habe das Unternehmen eine erste ANT-Untersuchung über 10 Quadratkilometer abgeschlossen. Diese habe die Grundlage für ein integriertes 3D-Geologiemodell gebildet. Nach Angaben des Managements habe dieses Modell eine zusammenhängende mineralisierte Struktur bis in etwa 900 Meter Tiefe sichtbar gemacht. Zudem sei innerhalb des damaligen Untersuchungsgebiets eine Streichlänge von mindestens zwei Kilometern abgegrenzt worden. Der mineralisierte Korridor habe sich in der Tiefe verbreitert und sei an den Rändern der Messfläche offen geblieben.
Mit dem nun gestarteten 70-Quadratkilometer-Programm werde die Fläche um das Siebenfache erweitert. Das Unternehmen erklärte, es handle sich um die umfassendste geophysikalische Untersuchung, die jemals im Montauban-Distrikt durchgeführt worden sei. CEO Gordon Robb betonte, diese Phase stelle einen entscheidenden Schritt dar, um das tatsächliche Ausmaß des Systems zu bestimmen. Er führte aus, das Landpaket werde erstmals in seiner Geschichte als konsolidierte Einheit unter einem Betreiber systematisch mit modernen, tiefreichenden Messmethoden untersucht. Man befinde sich an einem Wendepunkt beim Verständnis des übergeordneten geologischen Rahmens.
Historische Bergbauarbeiten hätten sich laut Unternehmen überwiegend auf oberflächennahe Zonen konzentriert. Frühere Bohrungen seien meist auf etwa 50 Meter Tiefe beschränkt gewesen, die tiefsten historischen Bohrlöcher hätten rund 250 Meter erreicht. Das aktuelle 3D-Modell deute dagegen auf eine vertikal ausgedehnte Struktur bis etwa 900 Meter Tiefe hin. Innerhalb der ursprünglichen 10-Quadratkilometer-Fläche habe sich das System in der Tiefe verdickt und sei an den Untersuchungsgrenzen nicht abgeschlossen gewesen. Das Management erklärte, das erweiterte ANT-Programm solle klären, ob sich dieser strukturelle Korridor entlang der Streichrichtung fortsetze und ob zusätzliche mineralisierte Linsen innerhalb des übergeordneten Rahmens existierten.
Die Ambient Noise Tomography nutzt natürliche und vom Menschen erzeugte seismische Schwingungen, die sich im Untergrund ausbreiten. Diese würden mit besonders empfindlichen Sensoren erfasst und rechnergestützt ausgewertet. ESGold gab an, Systeme von Caur Technologies einzusetzen, deren Sensoren laut Unternehmensangaben eine deutlich höhere Empfindlichkeit als herkömmliche Geophone aufwiesen. In Verbindung mit KI-gestützter Modellierung sowie historischen Bohr- und Kartierungsdaten entstehe ein hochauflösendes dreidimensionales Bild des Untergrunds. Das Management erklärte, die neuen Daten sollten in ein erweitertes geologisches Modell integriert werden. Dieses solle dazu dienen, hochpriorisierte Step-out-Bohrziele zu definieren und ein fokussiertes Bohrprogramm im Frühjahr 2026 vorzubereiten.
Nach Darstellung des Unternehmens solle mit dem erweiterten Programm das Distrikt-Potenzial eines sogenannten VMS-Systems systematisch bewertet werden. VMS steht für Volcanogenic Massive Sulphide und bezeichnet Lagerstätten, die durch metallreiche Lösungen in vulkanischen Umgebungen entstanden sind und häufig Gold, Silber, Zink und Blei enthalten. Das Management erklärte, das neue Untersuchungsgebiet solle helfen, Größe, Form und Kontinuität der identifizierten Anomalien besser zu verstehen und mögliche Erweiterungen des Systems zu erfassen.
Parallel zur geophysikalischen Untersuchung treibe das Unternehmen die Produktionsvorbereitungen voran. Nach Angaben des Managements sei die Verarbeitungsanlage vollständig genehmigt und baubereit. Die Beschaffung zentraler Anlagenkomponenten laufe. Die Ergebnisse der erweiterten ANT-Untersuchung würden in ein aktualisiertes 3D-Vorhersagemodell einfließen. Dieses solle die Grundlage für gezielte Step-out-Bohrungen im Jahr 2026 bilden.
Mit der Ausweitung auf 70 Quadratkilometer wolle das Unternehmen nach eigenen Angaben die geologische Bedeutung von Montauban neu bewerten. Sollte sich der bis zu 900 Meter tiefe Korridor über weitere Kilometer fortsetzen, könne sich das Projekt laut Management zu einem größeren, zusammenhängenden Erzsystem entwickeln. In den kommenden Monaten sollen die ANT-Daten ausgewertet und das geplante Bohrprogramm vorbereitet werden. Parallel dazu solle die Anlage weiter in Richtung Produktionsstart 2026 vorangebracht werden.
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