Krankenkassen mit Halbjahres-Plus - 'Keine Entwarnung'

dpa-AFX  | 
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BERLIN (dpa-AFX) - Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Halbjahr ein Plus verbucht, aber auch noch weiter stark steigende Ausgaben. Nach den ersten sechs Monaten stand ein Überschuss von 2,6 Milliarden Euro, wie das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mitteilte. Dies sei jedoch Ergebnis von Beitragsanhebungen zu Jahresbeginn und diene vorrangig dem Auffüllen von Reserven. Diese betrugen nun 7,5 Milliarden Euro und erreichten im Schnitt aller Kassen wieder das vorgeschriebene Mindestniveau von 0,2 Monatsausgaben.

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Minister Carsten Linnemann (CDU) sagte, die Ergebnisse für das erste Halbjahr gäben keinen Anlass zur Entwarnung. "Die Ausgabendynamik übersteigt weiterhin die Zuwächse bei den Einnahmen deutlich. Diese Entwicklung muss gestoppt werden, um die Beitragssatzspirale zu brechen." Die schwarz-rote Koalition hat bereits ein Spargesetz durchgesetzt. Demnach greifen Anfang 2027 Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken, Apotheken und Pharmabranche - aber etwa auch höhere Zuzahlungen für Medikamente für die Patienten.

Leistungsausgaben steigen noch weiter stark

Von Januar bis Ende Juni standen bei den 93 Kassen Einnahmen von 188,9 Milliarden Euro Ausgaben von 186,3 Milliarden Euro gegenüber. Dabei stiegen die Ausgaben für medizinische Leistungen nun um 7,4 Prozent und damit etwas weniger stark als im Vorjahreszeitraum mit 7,7 Prozent. Die Zuwächse lägen aber weiterhin deutlich über dem langfristigen Durchschnitt, hieß es dazu./sam/DP/stw



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