- Das Deutschlandticket kostet ab 1. Januar 2027 66,80 Euro.
- Der Preis stieg von 63 Euro auf den neuen Betrag.
- Rund 14,5 Millionen Menschen nutzen aktuell das Ticket.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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BERLIN (dpa-AFX) - Das Deutschlandticket wird im kommenden Jahr teurer. Statt 63 Euro wie bisher kostet es vom 1. Januar 2027 an 66,80 Euro, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des sogenannten Koordinierungsrats erfuhr. Dieser legte den neuen Preis auf seiner Sitzung am Mittwoch demnach fest. In dem Rat sitzen die Abteilungsleiter der Verkehrsministerien der Länder und des Bundes.
Das Jobticket, eine rabattierte Variante des Deutschlandtickets, kostet demnach künftig 63,46 Euro. Das Semesterticket steigt auf 40,08 Euro.
Das Deutschlandticket ist ein bundesweit gültiges Monatsabo für Busse und Bahnen im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr. Es ist monatlich kündbar. Aktuell nutzen es dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen zufolge rund 14,5 Millionen Menschen. Zu seiner Einführung im Jahr 2023 kostete es noch 49 Euro. Der Preis stieg 2025 auf 58 Euro und in diesem Jahr auf 63 Euro.
Erstmals kein politischer Streit um Preis
Der Abo-Preis wurde erstmals nicht politisch ausgehandelt, sondern mit Hilfe einer bestimmten Formel berechnet. Der Preisindex bildet auf Basis statistischer Daten die Kostenentwicklung etwa von Personal und Energie nach, die die Unternehmen schultern müssen. Je stärker also die Inflation ausfällt, umso teurer wird auch das Deutschlandticket. Außerdem wird berücksichtigt, dass die Ausgleichszahlungen von Bund und Ländern in Höhe von 3 Milliarden Euro jedes Jahr fix sind und nicht dynamisch steigen.
Mit diesem Vorgehen soll verhindert werden, dass jedes Jahr ein politischer Streit über die Finanzierung des Deutschlandtickets ausbricht. Nutzerinnen und Nutzer sollen so sicher sein können, dass das Angebot fortbesteht.
"Der heutige Beschluss des Koordinierungsrats schafft frühzeitig Klarheit", teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen mit. "Fahrgäste, Verkehrsunternehmen und Verbünde können sich ab sofort auf den neuen Preis von 66,80 Euro ab dem 1. Januar 2027 einstellen." Es sei verständlich, dass die Preiserhöhung in Zeiten steigender Verbraucherpreise für manche Fahrgäste schmerzhaft sei. "Zugleich treffen die allgemeinen Kostensteigerungen auch die Verkehrsunternehmen hart."
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer kritisierte die Preissteigerung. "Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag Preisstabilität für das Deutschlandticket versprochen", sagte der Grünen-Politiker der "Rheinischen Post". Dass nun ein automatisierter Mechanismus über den Preis bestimmt, sei schade für den Erfolg des Tickets. "Je mehr Menschen es nutzen, desto stabiler kann der Preis langfristig bleiben und desto stärker wird das Angebot", betonte Krischer./maa/DP/jha
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