KORREKTUR: Pünktlichkeit der Fernzüge verharrt auf niedrigem Niveau

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Güterzüge auf den Gleisen (Symbolbild).
- © den-belitsky / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

(Berichtigung: Im 1. Absatz, 3. Satz wurde korrigiert, dass der Septemberwert der zweitschlechteste Monatswert im laufenden Jahr ist (nicht: der drittschlechteste).)

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BERLIN (dpa-AFX) - Auch im September war nahezu jeder zweite Fernzug der Deutschen Bahn verspätet unterwegs. Die Pünktlichkeitsquote lag im Fernverkehr im vergangenen Monat bei lediglich 52,4 Prozent, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Das war der zweitschlechteste Monatswert im laufenden Jahr. Wie schon im Vormonat führten der Bahn zufolge eine hohe Zahl von Anlagenstörungen zu zahlreiche Verspätungen.

"So mussten die ICE-Züge zwischen Berlin und Wolfsburg wegen des schlechten Streckenzustands vielerorts langsamer fahren", hieß es. Der Korridor ist Teil der Strecke Hannover-Berlin, die seit Freitag gesperrt ist und umfassend saniert werden soll. Die Arbeiten sollen bis Mitte Dezember 2027 andauern. Die Züge werden in dieser Zeit über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet und brauchen zwischen Berlin und Hannover rund 80 Minuten länger.

Als verspätet gilt ein Zug bei der Bahn ab einer Verzögerung von sechs Minuten. Zugausfälle sind dabei nicht berücksichtigt. Sie fließen dafür in die sogenannte Reisendenpünktlichkeit mit ein. Diese gibt an, wie groß der Anteil der Reisenden war, die in einem bestimmten Zeitraum pünktlich - das heißt mit höchstens 14 Minuten und 59 Sekunden Verspätung - an ihrem Ziel ankamen. Mit 58,6 Prozent verharrte auch dieser Wert im September auf einem äußerst niedrigen Niveau.

Bahnchefin Evelyn Palla hatte für das laufende Jahr ein Pünktlichkeitsziel von mindestens 60 Prozent im Fernverkehr ausgegeben. Es ist bereits absehbar, dass dieses Ziel nicht erreicht wird. Palla betont stets, dass die Pünktlichkeit bei der Bahn ein Problem ist, für das es nur langfristige Lösungen gibt. Derzeit saniert der bundeseigene Konzern mit Milliardenmitteln des Bundes Dutzende vielbefahrene Strecken. Die sogenannten Generalsanierungen werden sich noch bis weit in die 30er Jahre hineinziehen. Nach und nach soll das Netz auf diese Weise wieder stabiler werden und Reisende sollen pünktlicher unterwegs sein./maa/DP/men



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