- Indonesien setzt Flugzeuge zur Regenbildung ein.
- Auf Borneo und Sumatra brennen Tausende Hektar Land.
- 32 Unternehmen wurden wegen Waldbränden sanktioniert.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Neun Flugzeuge sind nach Angaben der Behörde in Zentral- und Südkalimantan auf Borneo im Einsatz, sechs weitere in Südsumatra. Sie bringen Trockeneis und Natriumchlorid, also Salz, in geeignete Wolken ein, um die Bildung von Niederschlag anzuregen. Agenturleiter Teuku Faisal Fathani bezeichnete die Aktion - die "Cloud Seeding" (Wolkenimpfung) genannt wird - als eine der größten Wettermodifikations-Kampagnen des Landes.
Menschen und Tiere bedroht
Noch immer brennen auf beiden Inseln Tausende Hektar Land. Zehntausende Helfer und Dutzende Hubschrauber sind im Einsatz. Eine unabhängige Satellitenauswertung des Beobachtungsprojekts Nusantara Atlas schätzt, dass zwischen Januar und September 2026 landesweit rund 1,9 Millionen Hektar von Bränden betroffen waren.
Die Flammen vernichten Waldlebensräume, während der giftige Rauch Menschen über die Grenzen Indonesiens hinaus schwer zusetzt, unter anderem in Malaysia und Singapur. Besonders gefährdet sind Orang-Utans, deren verbliebene wild lebende Populationen sich auf Sumatra und Borneo konzentrieren. Immer wieder gibt es Berichte über völlig entkräftete und verletzte Menschenaffen, die keinen Rückzugsort mehr haben.
Was löste die Brände aus?
Hauptauslöser der Feuer war ein gefährlicher Mix aus Brandrodungen zur Gewinnung neuer Plantagen und extremer Trockenheit. Derweil nimmt die Regierung Unternehmen stärker in die Pflicht. Das Forstministerium verhängte nach eigenen Angaben Verwaltungssanktionen gegen 32 Firmen wegen Wald- und Landbränden. Sechs Unternehmen in Zentralkalimantan mussten ihre Betriebsgenehmigungen vorerst aussetzen. Außerdem wurden sie verpflichtet, geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen.
Präsident Prabowo Subianto hatte ein härteres Vorgehen gegen Firmen angeordnet, die für Brände verantwortlich sind. Bei wiederholten Verstößen sollen Genehmigungen auch gänzlich entzogen werden. Ausländische Unternehmen müssten ebenso zur Verantwortung gezogen werden, sofern Ermittlungen ihre Schuld belegten, betonte er./apa/cfn/DP/mis
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