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Architektur-Projekt mit dazugehöriger Software (Symbolbild).
Architektur-Projekt mit dazugehöriger Software (Symbolbild). © Maxiphoto / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
Vom Werkzeugmacher zum Architekten moderner Produktion: Porsche-Vorstand Albrecht Reimold geht in den Ruhestand

EQS-News: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG / Schlagwort(e): Sonstiges

Vom Werkzeugmacher zum Architekten moderner Produktion: Porsche-Vorstand

Albrecht Reimold geht in den Ruhestand

22.07.2026 / 18:00 CET/CEST

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Vom Werkzeugmacher zum Architekten moderner Produktion: Porsche-Vorstand

Albrecht Reimold geht in den Ruhestand

Stuttgart. Generationswechsel bei der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: Albrecht

Reimold, Vorstand für Produktion und Logistik, geht mit 65 Jahren und zum

Ablauf seines Vertrags in den geplanten Ruhestand. Mehr als zehn Jahre stand

der gelernte Werkzeugmacher und Diplom-Ingenieur der Produktionstechnik an

der Spitze des Vorstandsressorts des Sportwagenherstellers. Reimold übergibt

sein Amt zum Ablauf des 31. August 2026. Dort endet der traditionelle

Betriebsurlaub bei Porsche. Sein Nachfolger Christian Friedl (49) kommt aus

den eigenen Reihen. Er leitete zuletzt die Unternehmensqualität und war

davor in unterschiedlichen Führungsfunktionen in der Porsche-Produktion

tätig.

"Albrecht Reimold hat sich in der internationalen Automobilbranche über die

vergangenen Jahrzehnte einen exzellenten Ruf erworben. Sein tiefes

fachliches Wissen war die Grundlage, um die Porsche Produktion und Logistik

über die Jahre substanziell weiterzuentwickeln", sagt Dr. Wolfgang Porsche,

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Porsche AG. "Wir bedanken uns bei

Albrecht Reimold für die herausragende Arbeit und wünschen ihm persönlich

alles Gute."

Albrecht Reimold: "Als ich vor mehr als zehn Jahren bei Porsche begonnen

habe, war ich sehr stolz als gelernter Werkzeugmacher einen Vorstandsposten

zu bekleiden. Heute blicke ich mit Stolz auf das zurück, was wir in dieser

Zeit gemeinsam als Team geleistet haben. Nach rund fünf intensiven

Jahrzehnten im Job fällt der Abschied nicht leicht. Andererseits konnte ich

mich ja lange im Voraus auf das Datum einstellen und bin mir sicher, dass es

mir im Ruhestand nicht langweilig wird."

Seine Ausbildung im Werkzeugmacher-Handwerk hat Albrecht Reimold 1980 als

Bundessieger beendet. Über ein Trainee-Programm kam er 1987 zu Audi, wo er

2009 die Werkleitung in Neckarsulm übernahm. Dazwischen verantwortete er den

Anlauf des Lamborghini Gallardo in Italien. Vor seinem Einstieg bei Porsche

2016 leitete Reimold als Vorsitzender des Vorstands und Vorstand Technik das

Mehrmarkenwerk von Volkswagen Slovakia in Bratislava.

Direkt zu Beginn seiner Vorstandstätigkeit bei Porsche 2016 war Reimold

dafür verantwortlich, mit der Taycan-Produktion in Zuffenhausen "eine Fabrik

in der Fabrik" aufzubauen. Er steuerte die Produktion und Logistik zudem

sicher durch Krisenzeiten, etwa den Corona-Jahren oder die Halbleiterkrise.

In seine Amtszeit fiel auch die weitere strategische Ausrichtung des Porsche

Werkzeugbaus in Schwarzenberg. Mit den Experten vom Werkzeugbau sorgte

Reimold für den erfolgreichen Anlauf des Joint-Ventures V4Smart, das für die

Produktion von Hochleistungsrundzellen für den T-Hybrid-Antrieb in

verschiedenen 911 Modellen verantwortlich ist.

Auch bei der Gründung der Smart Press Shop GmbH & Co. KG - einem

Joint-Venture mit der Andritz Schuler GmbH - war Reimold die treibende

Kraft, um in Halle (Saale) eines der modernsten Presswerke der

Automobilindustrie entstehen zu lassen. 2025 ging schließlich ein weiteres

Großprojekt an den Start: der Porsche Smart Battery Shop s.r.o. im

slowakischen Horná Streda, eine Batteriemodulfertigung für die

Hochvoltbatterie im neuen Cayenne Electric.

Albrecht Reimold hat die Porsche Produktion und Logistik mit seinem Team auf

ein neues Niveau gehoben. Sein Wirken steht exemplarisch für das, was

Porsche im Kern ausmacht: Ingenieurskunst auf höchstem Niveau, gepaart mit

konsequenter Umsetzungsstärke. Entsprechende Auszeichnungen unterstreichen

den Vorbild-Charakter der Porsche Standorte auch im internationalen

Vergleich. So gab es zuletzt für das Porsche Werk in Leipzig 2025 unter

anderem den Automotive Lean Production Award für hochautomatisierte und

digitale Produktion.

"Albrecht Reimold hat die Digitalisierung von Produktion und Logistik

konsequent umgesetzt. Er hat einen hohen Anspruch an die Exzellenz in seinem

Team und ich bin überzeugt, dass Christian Friedl daran anknüpfen und

gleichzeitig seinen eigenen Weg finden wird", sagt Dr. Wolfgang Porsche.

Christian Friedl ist ein Porsche-Eigengewächs. Seine Karriere bei Porsche

startete er 1999 nach dem Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule

Regensburg. Beim Sportwagenhersteller hatte er verschiedene produktionsnahe

Positionen in den Bereichen Motorenmontage, Karosseriebau und Lackierung

inne. Ab 2016 war er Leiter des Porsche Stammwerks in Zuffenhausen. 2021

wechselte er als Leiter des Seat-Stammwerks nach Martorell, ehe er 2023 als

Leiter Unternehmensqualität zu Porsche zurückkehrte.

"Albrecht Reimold hat unserer Produktion und Logistik in einem sehr

volatilen Umfeld enorme Stabilität gegeben. Mit Christian Friedl vollziehen

wir nun den geplanten Generationswechsel. Er bringt persönlich die besten

Voraussetzungen mit, um unser Produktionsnetzwerk weiterzuentwickeln und die

Wettbewerbsfähigkeit unserer Standorte zu sichern und auszubauen", sagt Dr.

Michael Leiters, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. "Bereits in seiner

bisherigen Funktion haben wir sehr gut zusammengearbeitet. Ich freue mich,

dass der Aufsichtsrat der Porsche AG seine Leistungen mit der Berufung in

den Vorstand würdigt."

Weitere Auszeichnungen für Albrecht Reimold:

* Preisträger des Prof. Ferdinand Porsche Preis 1997 für seinen Beitrag

zur Entwicklung des Audi Space Frame für die Großserienproduktion.

* 2014 Auszeichnung mit dem Human Award (2014) der Universität Köln und

Familie Kluge Stiftung für visionäres und verantwortungsvolles Handeln.

* 2021 "Eurostar Winner" des Fachmagazins Automotive News Europe in der

Kategorie Manufacturing Executive.

* 2023 Wahl des Werks Leipzig zu Europas Fabrik des Jahres, eine

Auszeichnung der Unternehmensberatung Kearney in Zusammenarbeit mit der

Fachzeitung Produktion und dem Süddeutschen Verlag.

* Pate für Nachhaltigkeit bei Porsche: Die Standorte Zuffenhausen und

Leipzig erhielten in seiner Amtszeit mehrfach die Platin-Auszeichnung

der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB).


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70435 Stuttgart

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