- Die DroneShield-Aktie notiert unter dem Jahresanfang.
- Ein Death Cross zeigt ein starkes Verkaufssignal an.
- Weitere Verluste bis 2,00 AUD könnten bevorstehen.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Max Gross DroneShield: Ein bislang enttäuschendes Börsenjahr
Die erste Hälfte des Börsenjahres neigt sich bereits ihrem Ende entgegen. Für die Anteile des bei Anlegerinnen und Anlegern beliebten Drohnenabwehrspezialisten DroneShield aus Down Under war dieses bislang aber nicht von Erfolg geprägt. Die Aktie notiert gegenüber dem Jahresauftakt mit geringfügigen Abschlägen.
Einerseits treiben Wachstumsfantasien und die wachsende Bedeutung von Drohnen und ihrer Abwehr auf dem Gefechtsfeld immer wieder den Kurs, andererseits stellen sich die Australier mit einem intransparenten Managementgebaren immer wieder selbst ein Bein – das lässt selbst Großinvestoren immer erratischer vorgehen, die hier ein- und ausgehen.
Gewinne am Freitag konnten Verkaufssignal nicht verhindern
In den vergangenen zwei Wochen war die Aktie ein Spielball der Friedenshoffnungen im Nahen Osten. Standen die Zeichen zwischenzeitlich auf eine erneute Eskalation, verdichteten sich zum Wochenende die Anzeichen für einen zeitnahen Friedensschluss.
Das half auch der DroneShield-Aktie, die dank eines Schlussspurts ein kleines Wochenplus ins Ziel rettete. Ein Verkaufssignal konnte trotzdem nicht verhindert werden:

DroneShield-Aktie mit Death Cross
Gegenüber ihren im vergangenen Herbst markierten Allzeithochs befindet sich die DroneShield-Aktie in einem Abwärtstrend. Dem steht ein langfristiger Aufwärtstrend gegenüber, der jedoch zunehmend stark gefährdet ist. Vor allem in den vergangenen Wochen hat sich das Chartbild mit Notierungen unter den gleitenden Durchschnitten erheblich eingetrübt.
Der letzte Ausbruchsversuch über die 50- und 200-Tage-Linie Anfang Mai scheiterte an der Abwärtstrendlinie, was die gegenwärtige Trendrichtung der Aktie zementierte. Zusätzlich belastet wird DroneShield durch fallende technische Indikatoren, welche den Abwärtstrend begleiten und ihm dadurch zusätzliche Nachhaltigkeit verleihen.
Weitere Verluste zu erwarten
Dadurch ist es zu einem Death Cross der gleitenden Durchschnitte und damit zu einem starken Verkaufssignal gekommen. Kurz- und mittelfristig müssen Anlegerinnen und Anleger daher mit weiteren Verlusten der Aktie rechnen. Im Bereich von 2,80 Australischen Dollar (Dollarkurs) (AUD; 1,70 Euro) liegt zwar noch eine Unterstützungslinie, allerdings spricht insbesondere der Trendstärkeindikator MACD dafür, dass diese nicht verteidigt werden kann.
Dieser liegt sowohl unter seiner Null- als auch seiner Signallinie, was einen an Fahrt gewinnenden Abwärtstrend der Aktie anzeigt. Diese könnte in den kommenden Wochen bis 2,00 AUD (1,22 Euro) zurückfallen, wo die nächste Unterstützung liegt.
Wenige Indizien für eine Trendwende
Im Relative-Stärke-Index (RSI) liegen nach zwischenzeitlich überverkauften Niveaus kurzfristige bullishe Divergenzen vor. Die sind allerdings so schwach ausgeprägt, dass Anlegerinnen und Anleger nicht damit rechnen sollten, dass sich diese bereits gegen den insgesamt schwachen Trend durchsetzen können.
Die Erholung vom Freitag deutet zwar die Möglichkeit weiterer Kursgewinne an, das Wahrscheinlichste ist jedoch, dass es in diesem Fall zu einem Abprallen am Clusterwiderstand gebildet aus Abwärtstrend- und Durchschnittslinien kommt. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über etwa 3,60 AUD (2,19 Euro) würde für eine dauerhafte Trendwende und neue Anstiegsmöglichkeiten sprechen.
| | 12.06.26 - ARIVA.DE Redaktion |
Fazit: Abwarten ist jetzt die beste Option
Nach den Verlusten der vergangenen Wochen ist es bei der DroneShield-Aktie mit einem Death Cross zu einem technisch markanten Verkaufssignal gekommen. Dieses trifft auf ein insgesamt schwach einzuschätzendes Chartbild, was zu weiteren Verlusten führen dürfte. Gleichzeitig sind die Indizien für eine mögliche Gegenreaktion oder gar Trendwende gegenwärtig nur schwach ausgeprägt.
Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das, sich aktuell von der Aktie fernzuhalten. Neue Einstiegsmöglichkeiten bestehen entweder nach einer Bodenbildung im Bereich von 2,00 AUD oder nach einem prozyklischen Anstieg über 3,60 AUD, sofern dieser mindestens auf Wochenschlusskursbasis erfolgt ist. Bereits investierte Anlegerinnen und Anleger müssen sich hingegen auf eine weiter zähe Kursentwicklung einstellen.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
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