Diese extrem unbeliebte Aktie steht jetzt unmittelbar vor einem Kaufsignal!
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Der Wasserstoffwert Plug Power ist einer der größten Kapitalvernichter der Wall Street. Trotzdem steht die Aktie jetzt einmal mehr vor einem Kaufsignal.
Für dich zusammengefasst:
Plug Power hat 97 Prozent an Wert verloren.
Die Aktie zeigt bullishe Divergenzen und technische Verbesserungen.
Zwei Kaufsignale könnten einen Anstieg auf 2,50 US-Dollar ermöglichen.
Als eine der größten Enttäuschungen an der Wall Street hat sich in den vergangenen Jahren der Wasserstoffwert Plug Power entpuppt. Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie noch als Zukunft der Energiebranche gehandelt, entwickelten sich die Anteile zu einem der größten Kapitalvernichter der jüngeren Vergangenheit.
Nach gebrochenen Profitabilitätsversprechen, der ständigen Verwässerung der Aktionärsstruktur und wachsenden Unternehmensschulden hat Plug Power gegenüber seinen Rekordnotierungen 97 Prozent an Wert eingebüßt. Selbst zwischenzeitlich insolvente Unternehmen wie der Halbleiterspezialist Wolfspeed weisen keine so miese Bilanz aus. Das macht Plug Power zu einer der am wenigsten beliebten Aktien.
Unbeliebt? Egal, neues Kaufsignal zeichnet sich jetzt trotzdem ab!
Nichtsdestotrotz wagen einige hartnäckige Anlegerinnen und Anleger hier immer wieder ihr Glück. Es lockt angesichts einer Leerverkaufsquote von fast 21 Prozent die Aussicht auf einen kurzfristigen Short-Squeeze, was zu zwischenzeitlich beachtlichen Gegenbewegungen führt. Jetzt könnte es wieder einmal so weit sein:
Gleich zwei Bärenmarktrallyes in 12 Monaten abverkauft
Angesichts der in den vergangenen 5 Jahren gewaltigen Verluste befindet sich die Plug-Power-Aktie in einem übergeordneten Abwärtstrend. Mit Blick auf die Entwicklung innerhalb der zurückliegenden 12 Monate ergibt sich jedoch ein differenziertes Bild.
Hier sind ein Boden im Bereich von 2 US-Dollar sowie zwei zwischenzeitlich steile Bärenmarktrallyes zu erkennen, welche jeweils zu (fast) einer Verdopplung des Kurses führten. Zwischen März und Mai dieses Jahres profitierte Plug Power, wie auch andere alternative Energieträger, vom stark gestiegenen Ölpreis im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Inzwischen wird die Aktie angesichts der hohen Verbindlichkeiten von über einer Milliarde US-Dollar von den stark gestiegenen Anleiherenditen geplagt.
Bodenbildung liegt vor, technische Indikatoren verbessert
Nach einem erfolgreichen Test des Unterstützungsbereiches bei 2 US-Dollar Ende Juli notierte Plug Power in den vergangenen Wochen vornehmlich seitwärts. Dadurch konnten sich die im Hochsommer noch deutlich überverkauften und schwachen technischen Indikatoren RSI und MACD erholen.
Das hat der Aktie bullishe Divergenzen beschert und neues Leben eingehaucht, was zu zwei allerdings erfolglosen Ausbruchsversuchen über die 50-Tage-Linie führte. Jetzt steht ein dritter Versuch unmittelbar bevor – und dieser könnte tatsächlich erfolgreich verlaufen, denn die technischen Indikatoren haben sich weiter verbessert.
Kaufsignal könnte für 20-Prozent-Rallye sorgen
Der RSI notiert mit rund 52 Punkten im neutralen bis leicht positiven Bereich, während der Trendstärkeindikator unmittelbar vor einem Vorzeichenwechsel steht, womit er einen neuen Aufwärtstrend der Aktie anzeigen würde. Damit lägen gleich zwei prozyklische Kaufsignale vor, was Plug Power ein Anstiegspotenzial zunächst bis zur 200-Tage-Linie bei rund 2,50 US-Dollar verschaffen würde. Das entspricht immerhin rund +18 Prozent.
Sollte Plug Power jedoch erneut am Überwinden der 50-Tage-Linie scheitern und der MACD wieder unter die Nulllinie zurücksetzen, spräche das für ein Ausbruchsszenario zur Unterseite hin. Wer die Aktie also auf der Long-Seite handeln will, sollte sich mit einem Stopp-Loss spätestens bei 1,90 US-Dollar absichern.
Der S&P 500 hat ein neues Allzeithoch fest im Blick. Gleichzeitig ist die Marktbreite so erschreckend niedrig, dass jetzt eine Extremsituation wie zuletzt 1999 vorliegt.
Fazit: Wer hier zockt, muss wissen was er tut
Kapitalvernichter hin oder her: Der angeschlagene Wasserstoffelektrolyseur Plug Power ist zwischendurch immer wieder für eine Überraschung und eine Short-Covering-Rallye gut. Nach zwei zuletzt erfolglosen Anstiegsversuchen über die 50-Tage-Linie ist ein dritter in Vorbereitung und der könnte dank verbesserter technischer Indikatoren erfolgreich sein.
Für eine dauerhafte Trendwende der Aktie führt jedoch kein Weg an operativ verbesserten Betriebsergebnissen mit der Möglichkeit zum Schuldenabbau vorbei. Der Weg dorthin ist allerdings noch weit, denn auch im zurückliegenden Quartal hat Plug Power bei einem Umsatz von 178,1 Millionen US-Dollar einen operativen Verlust von 44,4 Millionen US-Dollar erzielt. Angesichts schwindender Finanzreserven ist die nächste Kapitalerhöhung außerdem nur eine Frage der Zeit. Wer zocken will, sichert sich also eng ab!
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