Covestro setzt auf Effizienz: Sparprogramm und Personalabbau angekündigt

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Logo der Covestro AG vor der Konzernzentrale in Leverkusen
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Der Kunststoffhersteller Covestro kündigt umfassende Kostensenkungen an, um jährlich 400 Millionen Euro einzusparen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen in Deutschland bis 2032 vermieden werden.

Der Kunststoffhersteller Covestro, ein prominentes DAX-Unternehmen, hat angekündigt, bis Ende 2028 jährliche Einsparungen von 400 Millionen Euro umzusetzen. Diese Maßnahme soll das Unternehmen im globalen Wettbewerb stärken. Insbesondere in Deutschland sollen 190 Millionen Euro eingespart werden. Die angekündigten Kostensenkungen betreffen sowohl die Produktion als auch die Verwaltung, um die Effizienz des Unternehmens zu steigern. Diese Ankündigung erfolgt unmittelbar nach dem finalen Übernahmeangebot von Adnoc aus Abu Dhabi, welches Covestro am Vortag erhalten hatte.

Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2032

In Deutschland will Covestro bis Ende 2032 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Dies betrifft etwa 7000 der weltweit rund 17.500 Mitarbeiter des Unternehmens. Der Personalabbau soll stattdessen durch freiwillige Aufhebungsverträge oder Arbeitszeitreduzierungen erfolgen. Genaue Zahlen, wie viele Stellen abgebaut werden sollen, wurden nicht veröffentlicht.

Investitionen in deutsche Standorte und Digitalisierung

Werte aus dem Artikel:
Covestro Aktie 60,20 € -0,17%

Technologievorstand und Arbeitsdirektor Thorsten Dreier betonte, dass trotz der Sparmaßnahmen weiterhin in die deutschen Standorte investiert werde. Das neue Programm „Strong“ zielt darauf ab, Covestro weltweit wettbewerbsfähiger und effizienter zu machen. Ein weiterer Schwerpunkt des Programms liegt auf der Digitalisierung des Unternehmens.

Übernahmeverhandlungen mit Adnoc

Parallel zu diesen internen Umstrukturierungen verhandelt Covestro mit Adnoc über eine mögliche Übernahme durch den staatlichen Ölkonzern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das im Raum stehende Übernahmeangebot beläuft sich auf rund 11,7 Milliarden Euro oder 62 Euro je Aktie. Vor einer endgültigen Entscheidung wird Adnoc jedoch noch eine ausführliche Überprüfung der Unternehmensbücher (Confirmatory Due Diligence) durchführen und beide Seiten müssen sich auf eine Investitionsvereinbarung einigen.

Reaktionen an der Börse

Die Aktien von Covestro schlossen am Montag mit einem Kurs von 53,86 Euro. Trotz der anstehenden Übernahmegespräche und den angekündigten Sparmaßnahmen zeichneten sich am Dienstagmorgen moderate Gewinne im vorbörslichen Handel ab. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob der Deal tatsächlich zustande kommt, zumal Adnoc das Angebot von 62 Euro je Aktie als final bezeichnet hat.

Fazit

Covestro steht vor bedeutenden Veränderungen. Das Unternehmen plant umfassende Kostensenkungen, die es ihm ermöglichen sollen, in einem sich schnell wandelnden Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig verhandelt es über eine mögliche Übernahme durch Adnoc, was zusätzliche Unsicherheit aber auch Chancen mit sich bringt. Die kommenden Monate werden entscheidend für die Zukunft des Kunststoffherstellers sein.

Quelle: manager-magazin.de


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