OSNABRÜCK (dpa-AFX) - Trotz Wirtschaftsflaute ist das Kapital der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit Sitz in Osnabrück gewachsen: Erstmals seit der Gründung im Jahr 1990 habe das Stiftungskapital den Wert von drei Milliarden Euro erreicht, teilte die Stiftung mit. Neben einer Zustiftung in Höhe von 400 Millionen Euro vom Bund für das neue Förderthema "Meeresnaturschutzfonds" habe die Einrichtung auch von der positiven Entwicklung einiger Aktien profitiert, hieß es zur Finanzbilanz für 2025.
Für dich zusammengefasst:
Das Kapital der Bundesstiftung Umwelt erreicht drei Milliarden Euro.
Im vergangenen Jahr förderte die Stiftung Projekte mit 57,6 Millionen Euro.
Das Fördervolumen beträgt künftig 60 bis 70 Millionen Euro.
"Die Zahlen zeigen: Die Stiftung hat gut und verantwortlich gewirtschaftet", sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Im vergangenen Jahr förderte die Stiftung Projekte mit einer Summe von 57,6 Millionen Euro. Dank der Zustiftung stehe künftig ein Fördervolumen von 60 bis 70 Millionen Euro zur Verfügung, erklärte Bonde. Die Stiftung will unter anderem deutsche Umwelttechnik im Mittelstand fördern.
Energiewende vorantreiben
Mit Blick auf die Energiewende sagte Bonde, diese solle mit Hilfe digitaler Instrumente und Künstlicher Intelligenz vorangetrieben werden. Die DBU fördere viele Forschungsprojekte, etwa ein Vorhaben der Technischen Hochschule Rosenheim, bei dem die Sonneneinstrahlung kamerabasiert prognostiziert werden soll, was die Betriebsführung von Photovoltaikanlagen verbessern soll.
Die DBU fördere auch Projekte zur Stromspeicherung etwa durch Batteriespeicher, hieß es. Dazu zählt etwa das Bremer Start-up Flexality, das auf Basis selbstlernender KI aus Kühllagern Energiespeicher macht. So sinke die Temperatur in den Kühllagern bei einem Überschuss an erneuerbarer Energie stärker, bei weniger grüner Energie werde die Kühlleistung gedrosselt.
Gefördert wird auch ein Gemeinschaftsprojekt von Hochschule Osnabrück und der Reederei Norden-Frisia bei der ersten vollelektrischen Personenfähre in der deutschen Nordsee. Dabei werden E-Autos auf dem Reederei-Parkplatz mit Solarstrom geladen. Beim Eintreffen der Fähre wird diese sowohl von den Elektroautos als auch von der Photovoltaikanlage mit Strom gespeist./eks/bch/DP/stw
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