KABELSKETAL (dpa-AFX) - Ostdeutschlands größter Stromnetzbetreiber Mitnetz Strom erlebt eine Antragsflut für die Anmeldung neuer Batteriespeicher. Allein in diesem Jahr gab es bis Mitte September mehr als 10.000 derartige Anträge, wie das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Für dich zusammengefasst:
Mitnetz Strom verzeichnete über 10.000 Anträge 2023.
Knapp 650 Projekte sind leistungsstärker als ein Megawatt.
Anlagen bis 2029 sind 20 Jahre von Netzentgelten befreit.
Nur der kleinste Teil - knapp 650 Projekte - betreffe leistungsstärkere Anlagen jenseits von einem Megawatt. Sie machten aber knapp 97 Prozent der angemeldeten Leistung aus. Geschäftsführer Lutz Eckenroth spricht von einem "Tsunami" an Anträgen.
Es herrsche "Goldgräberstimmung" im Bereich der Großspeicheranlagen. Teils würden Projektentwickler Geld mit dem Weiterverkauf von Anschlussrechten verdienen. Ein Grund für die Entwicklung sei das Auslaufen der Netzentgeltbefreiung für Speicherbetreiber. Nach derzeit geltender Rechtslage sind Anlagen, die bis 2029 in Betrieb gehen, für 20 Jahre von den Netzentgelten befreit. Um die Frist einzuhalten, müssten Investoren bei neu geplanten Anlagen deshalb "Gas geben", sagte Eckenroth.
Die Rolle von Batteriespeichern in der Energiewende diskutieren Experten aus Energiewirtschaft und Politik derzeit in Leipzig beim Ostdeutschen Energieforum./mse/DP/mis
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