Auslöser damals war eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, der als Reaktion auf chinesische Exportbeschränkungen für seltene Erden mit zusätzlichen Zöllen von 100 Prozent auf Waren aus China drohte. Die Nachricht sorgte weltweit für fallende Aktienkurse und löste am Krypto-Markt eine Kettenreaktion aus. Innerhalb weniger Stunden verlor der Bitcoin-Kurs mehr als zwölf Prozent und fiel von 122.000 US-Dollar auf 105.000 US-Dollar. Ethereum büßte etwa 15 Prozent ein und bei den größeren Altcoins wie XRP, Cardano oder Dogecoin wurden Kursverluste von 40 bis 60 Prozent verzeichnet. Bei kleineren Altcoins fiel die Reaktion noch einmal wesentlich stärker aus.
Die Heftigkeit der Reaktion war der Beginn des Bärenmarktes und lag nicht allein an der Zollankündigung. Zahlreiche Anleger hatten mit gehebelten Positionen auf weiter steigende Kurse gesetzt. Als die Preise nachgaben, reichten die hinterlegten Sicherheiten nicht mehr aus und die Handelsplattformen schlossen diese automatisch, wodurch zusätzlicher Verkaufsdruck entstand und die Kurse weiter fielen. Auf diese Weise wurden innerhalb von 24 Stunden gehebelte Positionen im Wert von 19 Milliarden US-Dollar liquidiert.
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Durch die ausgelöste Kettenreaktion sank der Anteil aller gehebelter Position in kürzester Zeit von sieben auf weniger als vier Prozent. Zudem verringerte sich das offene Interesse an unbefristeten Futures um 43 Prozent auf 123 Milliarden US-Dollar. Auf der dezentralen Handelsplattform Hyperliquid betrug der Rückgang sogar 57 Prozent. Verstärkt wurde die Situation dadurch, dass sich die Market Maker teilweise aus dem Handel zurückzogen und so bereits eine vergleichsweise kleine Volumenposition starke Kursbewegungen auslösen konnte. Außerdem kam es zu technischen Problemen auf mehreren Handelsplattformen, die das Schließen bestehender Positionen erschwerten.
Noch vier Tage zuvor hatte Bitcoin sein Allzeithoch bei 126.000 US-Dollar gesetzt, danch ging es in eine monatelange Abwärtsbewegung, die ihren Tiefpunkt am 30. Juni 2026 mit 57.700 US-Dollar erreichte. Gegenüber dem Allzeithoch entsprach das einem Wertverlust von etwa 54 Prozent.
Es folgte eine leichte Erholung. Bitcoin kletterte bis Anfang Oktober wieder auf 87.000 US-Dollar, immerhin 50 Prozent über seinem Sommertief, doch immer noch weit von einem Allzeithoch entfernt. Das Gröbste scheint jedoch überstanden, zuletzt mehrten sich Signale, die auf den Beginn eines Bullenmarktes hindeuten.
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