+16,6 % Kündigungen: Droht der Netflix-Aktie am 20. Oktober der nächste Kursrutsch?

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Netflix AG ist ein international führendes Streaming-Unternehmen, das eine breite Palette von Serien, Filmen und Dokumentationen über eine Internet-basierte Plattform anbietet.
©unsplash.com
Mehr Kündigungen, weniger Sehdauer, die Jungen schalten ab: Kurz vor den Quartalszahlen mehren sich bei Netflix die Warnsignale. Kann die Fußball-WM die Wende bringen?
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Kurz vor den Quartalszahlen mehren sich die Warnsignale für Netflix. In den Vereinigten Staaten kündigten im dritten Quartal deutlich mehr Abonnentinnen und Abonnenten als im Vorjahr. Die Abwanderungsrate stieg laut dem Datenanbieter Apptopia um 16,6 Prozent.

In den drei Quartalen davor lag das Plus jeweils bei etwa acht Prozent. Damit steigt die Quote schon das siebte Quartal in Folge, doch die ersten sechs Anstiege blieben unter fünf Prozent.

Zuschauer schauen weniger

Auch die Nutzungsdauer bröckelt. Im dritten Quartal verbrachten Nutzerinnen und Nutzer in den Vereinigten Staaten im Schnitt 73,2 Minuten täglich in der App. Das ist zwar mehr als vor einem Jahr, aber weniger als die 77,0 Minuten im ersten Quartal.

Werte aus dem Artikel:
Netflix Aktie 70,54 $ +0,01%
Walt Disney Aktie 110,59 $ 0,00%

"Normalerweise treibt eine steigende Abwanderungsrate diesen Wert in die Höhe, da eher Gelegenheitsnutzer das Unternehmen verlassen", sagte Adam Blacker von Apptopia. Im dritten Quartal sei er dennoch gesunken. Am stärksten schwächelt die junge Zielgruppe. Die 17- bis 25-Jährigen kamen nur noch auf 59,7 Minuten am Tag, nach 68,7 Minuten vor einem Jahr.

Weltmeisterschaft als Lockmittel

Gegensteuern will Netflix unter anderem mit Sportevents. Am Dienstag sicherte sich der Konzern die Rechte an der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 für Spanien und Andorra, wie Reuters berichtet. Pro Spieltag soll ein Spiel frei zu sehen sein. Ein Paket mit allen Spielen Spaniens samt Halbfinale und Finale läuft zudem auf einem frei empfangbaren Sender. Finanzielle Details nannte Netflix nicht. Bereits heute zeigt Netflix Football, Baseball und Wrestling.

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Aktie im Abwärtstrend

An der Börse hat Netflix einen schweren Stand. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund ein Viertel an Wert. Mit knapp 300 Milliarden US-Dollar ist Netflix trotzdem deutlich mehr wert als Disney mit 187 Milliarden. Beim Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegen beide bei rund 19.

Die 52 Analystinnen und Analysten trauen Netflix im Schnitt mehr zu als dem Markt. Ihr mittleres Kursziel liegt rund 30 Prozent über dem Kurs. HSBC stufte die Aktie im September dagegen auf "Hold" ab, weil eine schnelle Erholung der Nutzung unwahrscheinlich sei. Am 20. Oktober legt Netflix Zahlen vor. Das Management stellte einen Umsatz von 12,86 Milliarden US-Dollar in Aussicht, ein Plus von 11,7 Prozent.

Fazit

Die Daten von Apptopia sind ein Warnsignal, vor allem bei der jungen Zielgruppe. Sportrechte sollen gegensteuern. Die Bewertung ist nach dem Kursrutsch moderat. Entscheidend wird am 20. Oktober, ob Netflix die schwächere Nutzung bestätigt oder entkräftet.


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