125 Millionen Dollar sind genug: Zcash-Gründer will Geldhahn zudrehen

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Das gemeinschaftliche Förderprogramm der Kryptowährung Zcash verfügt nach Berechnungen von Mitgründer Sean Bowe bereits über 125 Millionen US-Dollar. Tolle Sache, könnte man meinen. Für ihn ist das aber zu viel Geld, um weiterhin automatisch neue Mittel zu erhalten. Deshalb fordert er jetzt eine grundlegende Änderung der bisherigen Finanzierung.

Acht Prozent der neuen ZEC sollen künftig woanders landen

Konkret geht es um das Förderprogramm Zcash Community Grants, das unabhängige Entwickler und Projekte innerhalb des Zcash-Ökosystems finanziert. Bislang erhält es acht Prozent der neu ausgegebenen ZEC, die bei der Erstellung neuer Blöcke entstehen. Weitere zwölf Prozent fließen in einen separaten Entwicklungsfonds. Mit dieser automatischen Finanzierung soll jetzt Schluss sein. Ein Änderungsentwurf sieht vor, die bisherigen acht Prozent an den Network Sustainability Mechanismus NSM weiterzuleiten, der eine Reserve zur langfristigen Finanzierung der Netzwerksicherheit darstellt.

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Die Begründung liegt in der unfassbar großen Summe vorhandener Forschungsmittel von 91.453 ZEC sowie 8,8 Millionen US-Dollar, was bei einem aktuellen ZEC-Kurs von 1.300 US-Dollar einem rechnerischen Nettovermögen von 125 Millionen US-Dollar entspricht. Demgegenüber stehen allerdings nur 2,4 Millionen US-Dollar zugesagte Fördermittel. Selbst bei jährlichen Ausgaben von zehn Millionen US-Dollar könnte das Programm nach dieser Rechnung noch mehr als zwölf Jahre finanziert werden, ohne zusätzliche Mittel zu erhalten, weshalb die automatisierte Aufstockung umgebaut werden soll.

Auslaufen lassen oder zurückhalten?

Bereits im September hatte Dragonfly-Manager Haseeb Qureshi vorgeschlagen, den Entwicklungsfonds von Zcash nach Ablauf der aktuellen Finanzierungsperiode auslaufen zu lassen. Er warnte davor, dass große Fördertöpfe zunehmend zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen innerhalb des Ökosystems werden könnten. Bowes Entwurf sieht dagegen vor, die automatischen Zuflüsse in eine Nachhaltigkeitsreserve umzuleiten. Dieser Vorschlag benötigt nun weitere Abstimmungen innerhalb der Entwicklergemeinschaft, bevor er weitergeführt wird. Ein finaler Abstimmungstermin wurde allerdings noch nicht festgelegt.



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