- Bitcoin überwand am 18. September die 80.000 US-Dollar-Marke.
- Der BTC-Gold-Z-Score zeigt positive Marktveränderungen.
- Der US-Finanzausschuss genehmigte den American Reserve Act.
- Hot or not?
Diese 3 DAX-Aktien kaufen – 3 meiden! (hier klicken)
Pascal Grunow Für Jurrien Timmer, Director of Global Macro bei Fidelity Investments, könnte hinter der jüngsten Rallye von Bitcoin deutlich mehr stecken als eine kurzfristige Erholung. Der Marktstratege sieht Anzeichen dafür, dass ein neuer vierjähriger Bitcoin-Bullenmarkt begonnen haben könnte.
Auslöser für Timmers Einschätzung ist der jüngste Ausbruch der Kryptowährung. Am 18. September überwand Bitcoin erstmals seit Ende Januar wieder die Marke von 80.000 US-Dollar. In dieser Woche stieg Bitcoin zeitweise sogar über 87.000 US-Dollar.
Für Timmer passt diese Entwicklung auffällig gut zu früheren Marktzyklen. Eine typische Bitcoin-Winterphase dauere ungefähr ein Jahr. Genau diese Phase könnte nun beendet sein. Der Fidelity-Stratege erklärte deshalb, er sehe Hinweise darauf, dass ein neuer vierjähriger Bullenmarkt begonnen habe.
Fidelity-Indikator liefert Kaufsignal
Seine These stützt Timmer unter anderem auf das Verhältnis zwischen Bitcoin und Gold (Goldkurs). Dabei betrachtet er den sogenannten BTC-Gold-Z-Score. Dieser zeigt vereinfacht, wie stark das aktuelle Verhältnis zwischen den beiden Anlageklassen von seinem historischen Durchschnitt abweicht.
Der Indikator lag über einen längeren Zeitraum im negativen Bereich und hat zuletzt wieder ins Positive gedreht. Genau solche Wendepunkte fielen laut Timmer in der Vergangenheit wiederholt mit wichtigen Tiefpunkten am Bitcoin-Markt zusammen. Für ihn ist das ein weiteres Indiz dafür, dass die Schwächephase ihren Tiefpunkt bereits hinter sich haben könnte.
Washington sorgt für überraschenden Rückenwind
Bemerkenswert ist die Rallye auch deshalb, weil die politischen und geldpolitischen Nachrichten zunächst gegen Bitcoin zu sprechen schienen. Der Clarity Act scheiterte zuletzt an einer entscheidenden Verfahrensabstimmung im US-Senat. Gleichzeitig erhöhte die US-Notenbank den Leitzins erstmals seit 2023 um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent.
Trotzdem folgten aus Washington mehrere Signale, die der Kryptobranche neue Perspektiven eröffnen. Besonders wichtig war die sogenannte "Innovation Exemption" der US-Börsenaufsicht SEC. Die auf fünf Jahre befristete Ausnahmeregelung schafft unter bestimmten Bedingungen einen regulatorischen Rahmen, über den tokenisierte US-Aktien auf Blockchain-basierten Handelsplätzen gehandelt werden können.
Strategische Bitcoin-Reserve nimmt nächste Hürde
Parallel dazu machte auch der "American Reserve Modernization Act of 2026" Fortschritte. Der Finanzausschuss des Repräsentantenhauses stimmte mit 28 zu 21 Stimmen dafür, den Entwurf weiterzuleiten. Das Gesetz sieht unter anderem die Einrichtung einer strategischen Bitcoin-Reserve sowie eines staatlichen Bestands weiterer digitaler Vermögenswerte vor.
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.