PARIS (dpa-AFX) - Weiterhin hohe Öl- und Gaspreise im Zuge des Iran-Kriegs haben die Inflation in Frankreich auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren getrieben. Die für europäische Vergleichszwecke berechneten Verbraucherpreise (HVPI) legten im September im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent zu, wie das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im August hatte die Inflationsrate noch bei 2,6 Prozent gelegen. Experten hatten damit gerechnet, dass die Teuerung im September deutlich anzieht, aber im Schnitt nur mit einem Anstieg von 3,2 Prozent gerechnet.
Für dich zusammengefasst:
Inflation in Frankreich erreicht höchsten Stand seit 2 Jahren.
Verbraucherpreise stiegen im September um 3,4 Prozent.
Preise für Energie stiegen im Jahresvergleich um 21,2 Prozent.
Der mit Abstand stärkste Preistreiber im September waren Kosten für Energie. Hier meldet das Statistikamt im Jahresvergleich einen Anstieg um 21,2 Prozent.
Mit dem jüngsten Schub liegt die Teuerung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone wieder klar über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die für den gesamten Euroraum mittelfristig zwei Prozent anstrebt.
Wie das Statistikamt weiter mitteilte, fielen die französischen Verbraucherpreise im September im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent. Hier hatten Analysten im Schnitt einen Rückgang um 0,5 Prozent erwartet./stk/mis
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