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Immatics Aktie

Aktie
WKN:  A2P72S ISIN:  NL0015285941 US-Symbol:  IMTX Branche:  Biotechnologie Land:  Deutschland
8,475 €
-0,005 €
-0,06%
17:27:43 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
1,06 Mrd. €
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Immatics Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Immatics N.V. ist ein auf T-Zell-gerichtete Immuntherapien spezialisiertes Biotechnologieunternehmen mit juristischem Sitz in den Niederlanden und operativer Zentrale in Tübingen sowie einem bedeutenden Standort in Houston, Texas. Der Fokus liegt auf der Entwicklung neuartiger Krebsimmuntherapien, die tumorassoziierte Peptid-HLA-Komplexe adressieren. Immatics agiert als klinische Entwicklungsplattform im Bereich personalisierter und off-the-shelf T-Zelltherapien und bewegt sich damit im Hochrisiko-Segment der onkologischen Biotech-Werte. Für erfahrene Anleger ist das Unternehmen vor allem als forschungsgetriebener Spezialwert mit technologisch differenziertem Ansatz im Markt für Zell- und Gentherapien relevant.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Immatics basiert auf der Identifikation, Validierung und therapeutischen Nutzung tumorassoziierter Zielstrukturen (Cancer Targets) auf der Oberfläche von Krebszellen. Kern des Wertschöpfungsmodells ist eine integrierte Plattform, die von der Antigen-Entdeckung über das TCR-Engineering bis zu klinischen Studien reicht. Erträge entstehen primär durch Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit globalen Pharmaunternehmen, Upfront-Zahlungen, Meilensteinzahlungen und potenzielle Lizenzbeteiligungen an zukünftigen Produktumsätzen. Immatics trägt typischerweise einen signifikanten Teil des frühen Entwicklungsrisikos und nutzt Partnerschaften, um späte klinische Entwicklung und mögliche Kommerzialisierung zu hebeln. Das Unternehmen ist damit in erster Linie ein R&D-getriebener Plattformanbieter im Immunonkologie-Ökosystem, dessen wirtschaftlicher Erfolg stark von regulatorischen Zulassungen und Partnerdeals abhängt.

Mission und strategische Leitlinien

Die erklärte Mission von Immatics ist die Entwicklung hochspezifischer, T-Zell-basierter Immuntherapien, die solide Tumoren präzise adressieren und so die klinischen Limitationen etablierter Immuntherapien überwinden. Das Management zielt auf die Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz, klinischer Translation und industrieller Skalierbarkeit. Strategische Prioritäten sind die Ausweitung der eigenen TCR-Plattformen, die Diversifikation der onkologischen Indikationen, die Vertiefung von Big-Pharma-Allianzen und der langfristige Aufbau eines differenzierten Portfolios an Zell- und TCR-basierten Wirkstoffkandidaten. Im Zentrum steht eine langfristig ausgerichtete F&E-Strategie, nicht die kurzfristige Profitabilität.

Technologie, Produkte und Dienstleistungen

Immatics entwickelt zwei zentrale Produktkategorien: adoptive Zelltherapien auf Basis von TCR-T-Zellen und sogenannte TCR-bispezifische Wirkstoffe (TCR Bispecifics, ehemals XCEPTOR). Grundlage bildet die firmeneigene XPRESIDENT-Plattform, die mittels Massenspektrometrie und Bioinformatik Peptid-HLA-Komplexe auf Tumorzellen systematisch kartiert. Darauf aufbauend konstruiert Immatics hochaffine T-Zell-Rezeptoren, die diese Zielstrukturen binden. Im Bereich Zelltherapien entwickelt das Unternehmen gentechnisch veränderte TCR-T-Zellen, die patienteneigene T-Zellen mit rekombinanten TCRs ausstatten, um Tumorzellen mit definierter HLA-Restriktion zu erkennen. Parallel adressieren TCR-Bispezifika als lösliche Moleküle sowohl Tumorantigene als auch CD3 auf T-Zellen und rekrutieren dadurch endogene T-Zellen an die Krebszelle. Dienstleistungen im engeren Sinn werden nicht im klassischen Contract-Research-Markt angeboten; vielmehr bietet Immatics seinen Industriepartnern Zugang zur Antigen-Discovery- und TCR-Engineering-Plattform im Rahmen von F&E-Allianzen.

Geschäftsbereiche und Plattformen

Immatics strukturiert seine Aktivitäten primär entlang von Technologieplattformen und Programmkategorien anstatt klassischer Business Units. Wesentliche Bereiche sind:
  • Antigen-Identifikationsplattform XPRESIDENT für die systematische Entdeckung tumorassoziierter Peptid-HLA-Komplexe
  • TCR-T-Zell-Programme für Hämatologie und solide Tumoren, teils in Eigenregie, teils in Partnerschaft mit Pharmaunternehmen
  • TCR-Bispezifika als nicht-zelluläre Immuntherapien mit potenziell breiterer Anwendbarkeit
  • Partnerschaftsprogramme mit globalen Pharmapartnern, die gemeinsam definierte Pipeline-Projekte entwickeln
Diese Plattform- und Programmstruktur erlaubt es dem Unternehmen, klinische Risiken auf mehrere Targets, HLA-Restriktionen und Indikationen zu verteilen und gleichzeitig Skaleneffekte in Datengenerierung und TCR-Design zu nutzen.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

Das zentrale Alleinstellungsmerkmal von Immatics ist die Kombination aus großskaliger, empirischer Antigen-Entdeckung auf Humangewebe und hochtechnologischer TCR-Optimierung. Die XPRESIDENT-Plattform basiert auf der massenspektrometrischen Direktmessung von Peptid-HLA-Komplexen und unterscheidet sich damit von rein in silico basierten Vorhersageansätzen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, klinisch relevante, tumorspezifische Targets mit ausreichender Differenzierung zu identifizieren. Ein weiterer potenzieller Burggraben liegt in den umfangreichen proprietären Datensätzen zu Peptid-HLA-Landschaften verschiedener Tumorentitäten. Diese Datenbasis ist über Jahre aufgebaut und schwer replizierbar. Patente auf spezifische Peptid-HLA-Targets, TCR-Sequenzen und Plattformtechnologien ergänzen den Schutz. Die Fokussierung auf TCR-basierte Immuntherapien für solide Tumoren schafft eine Spezialisierung, die in Verbindung mit validierten Partnerschaften einen technologischen und reputativen Moat im engen Segment der TCR-Immunonkologie bildet.

Wettbewerbsumfeld

Immatics agiert in einem kompetitiven Umfeld aus internationalen Biotech-Unternehmen und großen Pharmakonzernen mit Immunonkologie-Fokus. Zu den relevanten Wettbewerbern im TCR-T-Zell- und TCR-Bispezifika-Segment zählen spezialisierte Biotechs, die ebenfalls auf T-Zell-Rezeptoren und HLA-präsentierte Neoantigene abzielen. Darüber hinaus konkurriert Immatics indirekt mit CAR-T-Entwicklern, Checkpoint-Inhibitoren und anderen zielgerichteten Therapien. Große Onkologie-Player mit eigenen Zelltherapie-Programmen treten zugleich als Partner und als strukturelle Wettbewerber auf. Der Markt ist geprägt von intensiver Pipeline-Konkurrenz, rascher wissenschaftlicher Weiterentwicklung und hoher Abhängigkeit von klinischen Differenzierungsmerkmalen wie Ansprechrate, Dauerhaftigkeit und Sicherheitsprofil. Wettbewerbsvorteile entstehen nicht primär über Kosten, sondern über wissenschaftliche Qualität, klinische Daten und regulatorische Erfolgswahrscheinlichkeit.

Management, Governance und Strategie

Das Management von Immatics setzt sich aus erfahrenen Führungskräften aus Biotechnologie, Pharmaindustrie und akademischer Immunologie zusammen. Die Unternehmensführung verfolgt eine duale Strategie: Zum einen wird eine vertikal integrierte, proprietäre Pipeline in ausgewählten Indikationen aufgebaut, zum anderen werden über Partnerschaften Risiken geteilt und Kapitalbedarf relativiert. Der Vorstand priorisiert eine robuste klinische Evidenzbasis, bevor größere Kommerzialisierungsinvestitionen erfolgen. Corporate-Governance-Strukturen folgen internationalen Kapitalmarktstandards für in den USA börsennotierte Biotech-Unternehmen. Für konservative Anleger ist entscheidend, dass die Strategie explizit auf langfristige Wertschöpfung über Plattformvalidierung und Produktportfolioentwicklung ausgelegt ist, nicht auf kurzfristige Ertragsziele. Die Allokation der Ressourcen konzentriert sich entsprechend auf F&E, klinische Studien und regulatorische Vorbereitung.

Branchen- und Regionalanalyse

Immatics operiert in der globalen Biotechnologie- und insbesondere der Immunonkologie-Branche, einem Sektor mit hoher Innovationsdynamik, signifikanten regulatorischen Hürden und stark zyklischem Investoreninteresse. Die Wertschöpfung erfolgt überwiegend in forschungsintensiven Clustern in Europa und Nordamerika. Der Standort Tübingen bietet Zugang zu einem starken akademischen Umfeld und qualifizierten Wissenschaftlern, während Houston als onkologisches Zentrum in den USA direkten Zugang zu klinischen Studienzentren und dem US-Gesundheitssystem ermöglicht. Regulatorisch unterliegt das Unternehmen primär dem europäischen und US-amerikanischen Arzneimittel- und Kapitalmarktrecht. Die Branche ist gekennzeichnet durch hohe Abhängigkeit von Risikokapital, Partnerschaften mit Big Pharma, komplexe Zulassungsverfahren und steigende Anforderungen an klinische Evidenz für hochpreisige Therapien.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Immatics wurde in den frühen 2000er-Jahren als Spin-off aus der Universität Tübingen gegründet, mit dem Ziel, Forschungsergebnisse im Bereich Tumorimmunologie in klinisch nutzbare Therapien zu überführen. In den Folgejahren entwickelte das Unternehmen seine Antigen-Discovery-Plattform und baute ein umfangreiches Netzwerk zu akademischen Partnern und Kliniken auf. Schrittweise verschob sich der Schwerpunkt von der Impfstoffentwicklung hin zu TCR-basierten Zell- und Antikörper-ähnlichen Therapien, im Einklang mit den Fortschritten der Immunonkologie. Über mehrere Finanzierungsrunden und strategische Kooperationen mit globalen Pharmakonzernen sicherte sich Immatics Kapital und Validierung seiner Technologie. Der Börsengang über eine Notierung in den USA ermöglichte den Zugang zu einem breiteren Investorenkreis und die Beschleunigung der klinischen Pipeline. Heute positioniert sich das Unternehmen als etablierter, wenn auch weiterhin wachstums- und entwicklungsorientierter Player im Segment der T-Zell-Immuntherapien.

Besonderheiten und Partnerschaften

Eine Besonderheit von Immatics ist die konsequente Ausrichtung auf Peptid-HLA-Komplexe als Zielstruktur, was eine feinkörnige Segmentierung von Tumorentitäten nach HLA-Typ und Antigenexpression erfordert. Diese Spezialisierung führt zu komplexen Studiendesigns, kann aber bei erfolgreicher Umsetzung eine hohe Zielpräzision ermöglichen. Immatics unterhält mehrere umfangreiche Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit großen Pharmaunternehmen, die Zugang zu globalen Entwicklungsressourcen und potenziell zu Vermarktungsinfrastruktur bieten. Zugleich besteht eine starke Verankerung in der akademischen Onkologie und Immunologie, was den Zugang zu innovativen Studiendesigns und frühen klinischen Validierungen unterstützt. Die Notierung an einem internationalen Kapitalmarkt verschafft zusätzliche Sichtbarkeit im Kreis institutioneller Biotech-Investoren.

Chancen aus Investorensicht

Für konservative Anleger liegen die Chancen vor allem in der Hebelwirkung eines technologisch differenzierten Plattformansatzes in einem wachsenden Markt für Immuntherapien bei soliden Tumoren. Gelingt es Immatics, klinisch überzeugende Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten in zentralen Indikationen zu liefern, könnte dies zu weiteren Partnerschaften, Lizenzdeals und mittel- bis langfristig zu Zulassungen führen. Die proprietäre Datenbasis zu Peptid-HLA-Landschaften und patentgeschützte Targets bieten potenzielle Grundlagen für ein breiteres Produktportfolio. Partnerschaften mit etablierten Pharmaunternehmen können Entwicklungsrisiken abfedern und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Kommerzialisierung erhöhen. Zudem könnte eine Konsolidierung im Biotech-Sektor strategische Optionen wie Übernahmen oder umfangreiche Lizenzvereinbarungen eröffnen.

Risiken aus Investorensicht

Die zentralen Risiken für ein Investment in Immatics liegen im inhärenten Entwicklungsrisiko klinischer Biotech-Unternehmen. Klinische Studien können scheitern oder nur begrenzte Wirksamkeit zeigen, was pipelineübergreifende Wertberichtigungen nach sich ziehen kann. Die Abhängigkeit von regulatorischen Zulassungen in hochregulierten Märkten birgt zusätzliches Unsicherheitsmoment. Als forschungsorientiertes Unternehmen ist Immatics auf kontinuierliche Finanzierung und funktionierende Kapitalmärkte angewiesen; Phasen schwacher Biotech-Bewertungen können die Refinanzierung erschweren oder zu Verwässerung führen. Darüber hinaus besteht ein erhebliches Wettbewerbsrisiko durch alternative Immuntherapien, neue Technologien oder Konkurrenzunternehmen mit schnellerem klinischem Fortschritt. Kooperationen mit Großkonzernen sind zwar chancenreich, bergen aber auch Abhängigkeiten von Partnerentscheidungen und Prioritäten. Für risikoscheue, konservative Anleger sollte ein Engagement daher nur als Beimischung mit entsprechend begrenzter Portfoliogewichtung betrachtet werden, unter Bewusstsein der hohen Volatilität und des binären Charakters potenzieller Werttreiber.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 8,405 € / 8,48 €
Spread +0,89%
Schluss Vortag 8,48 €
Gehandelte Stücke 920
Tagesvolumen Vortag 3.065,74 €
Tagestief 8,28 €
Tageshoch 8,505 €
52W-Tief 3,006 €
52W-Hoch 10,49 €
Jahrestief 7,70 €
Jahreshoch 9,28 €

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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 155,84 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -38,62 €
Jahresüberschuss in Mio. 15,22 €
Umsatz je Aktie -
Gewinn je Aktie -  
Gewinnrendite +2,65%
Umsatzrendite +9,77%
Return on Investment +2,19%
Marktkapitalisierung in Mio. -
KGV (Kurs/Gewinn) -
KBV (Kurs/Buchwert) -
KUV (Kurs/Umsatz) -
Eigenkapitalrendite +2,65%
Eigenkapitalquote +82,57%
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Termine

31.03.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 8,405 € -0,18%
8,42 € 16:32
Frankfurt 8,485 € -1,96%
8,655 € 17:47
Hamburg 8,28 € -2,01%
8,45 € 08:16
München 8,435 € 0 %
8,435 € 08:00
Stuttgart 8,405 € +0,72%
8,345 € 18:47
L&S RT 8,4425 € +0,66%
8,3875 € 19:04
NYSE 9,84 $ -0,71%
9,91 $ 16.01.26
Nasdaq 9,83 $ -0,91%
9,92 $ 16.01.26
AMEX 9,67 $ -3,78%
10,05 $ 16.01.26
Tradegate 8,475 € -0,06%
8,48 € 17:27
Quotrix 8,39 € -1,93%
8,555 € 07:27
Gettex 8,485 € +0,95%
8,405 € 18:43
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
19.01.26 8,405 4.365
16.01.26 8,48 3.066
15.01.26 8,545 29.026
14.01.26 8,47 30.663
13.01.26 8,06 21.392
12.01.26 7,865 28.775
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 7,865 € +7,95%
1 Monat 8,75 € -2,97%
6 Monate 5,165 € +64,38%
1 Jahr 5,195 € +63,43%
5 Jahre 9,54 € -11,01%

Unternehmensprofil Immatics NV

Immatics N.V. ist ein auf T-Zell-gerichtete Immuntherapien spezialisiertes Biotechnologieunternehmen mit juristischem Sitz in den Niederlanden und operativer Zentrale in Tübingen sowie einem bedeutenden Standort in Houston, Texas. Der Fokus liegt auf der Entwicklung neuartiger Krebsimmuntherapien, die tumorassoziierte Peptid-HLA-Komplexe adressieren. Immatics agiert als klinische Entwicklungsplattform im Bereich personalisierter und off-the-shelf T-Zelltherapien und bewegt sich damit im Hochrisiko-Segment der onkologischen Biotech-Werte. Für erfahrene Anleger ist das Unternehmen vor allem als forschungsgetriebener Spezialwert mit technologisch differenziertem Ansatz im Markt für Zell- und Gentherapien relevant.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell von Immatics basiert auf der Identifikation, Validierung und therapeutischen Nutzung tumorassoziierter Zielstrukturen (Cancer Targets) auf der Oberfläche von Krebszellen. Kern des Wertschöpfungsmodells ist eine integrierte Plattform, die von der Antigen-Entdeckung über das TCR-Engineering bis zu klinischen Studien reicht. Erträge entstehen primär durch Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit globalen Pharmaunternehmen, Upfront-Zahlungen, Meilensteinzahlungen und potenzielle Lizenzbeteiligungen an zukünftigen Produktumsätzen. Immatics trägt typischerweise einen signifikanten Teil des frühen Entwicklungsrisikos und nutzt Partnerschaften, um späte klinische Entwicklung und mögliche Kommerzialisierung zu hebeln. Das Unternehmen ist damit in erster Linie ein R&D-getriebener Plattformanbieter im Immunonkologie-Ökosystem, dessen wirtschaftlicher Erfolg stark von regulatorischen Zulassungen und Partnerdeals abhängt.

Mission und strategische Leitlinien

Die erklärte Mission von Immatics ist die Entwicklung hochspezifischer, T-Zell-basierter Immuntherapien, die solide Tumoren präzise adressieren und so die klinischen Limitationen etablierter Immuntherapien überwinden. Das Management zielt auf die Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz, klinischer Translation und industrieller Skalierbarkeit. Strategische Prioritäten sind die Ausweitung der eigenen TCR-Plattformen, die Diversifikation der onkologischen Indikationen, die Vertiefung von Big-Pharma-Allianzen und der langfristige Aufbau eines differenzierten Portfolios an Zell- und TCR-basierten Wirkstoffkandidaten. Im Zentrum steht eine langfristig ausgerichtete F&E-Strategie, nicht die kurzfristige Profitabilität.

Technologie, Produkte und Dienstleistungen

Immatics entwickelt zwei zentrale Produktkategorien: adoptive Zelltherapien auf Basis von TCR-T-Zellen und sogenannte TCR-bispezifische Wirkstoffe (TCR Bispecifics, ehemals XCEPTOR). Grundlage bildet die firmeneigene XPRESIDENT-Plattform, die mittels Massenspektrometrie und Bioinformatik Peptid-HLA-Komplexe auf Tumorzellen systematisch kartiert. Darauf aufbauend konstruiert Immatics hochaffine T-Zell-Rezeptoren, die diese Zielstrukturen binden. Im Bereich Zelltherapien entwickelt das Unternehmen gentechnisch veränderte TCR-T-Zellen, die patienteneigene T-Zellen mit rekombinanten TCRs ausstatten, um Tumorzellen mit definierter HLA-Restriktion zu erkennen. Parallel adressieren TCR-Bispezifika als lösliche Moleküle sowohl Tumorantigene als auch CD3 auf T-Zellen und rekrutieren dadurch endogene T-Zellen an die Krebszelle. Dienstleistungen im engeren Sinn werden nicht im klassischen Contract-Research-Markt angeboten; vielmehr bietet Immatics seinen Industriepartnern Zugang zur Antigen-Discovery- und TCR-Engineering-Plattform im Rahmen von F&E-Allianzen.

Geschäftsbereiche und Plattformen

Immatics strukturiert seine Aktivitäten primär entlang von Technologieplattformen und Programmkategorien anstatt klassischer Business Units. Wesentliche Bereiche sind:
  • Antigen-Identifikationsplattform XPRESIDENT für die systematische Entdeckung tumorassoziierter Peptid-HLA-Komplexe
  • TCR-T-Zell-Programme für Hämatologie und solide Tumoren, teils in Eigenregie, teils in Partnerschaft mit Pharmaunternehmen
  • TCR-Bispezifika als nicht-zelluläre Immuntherapien mit potenziell breiterer Anwendbarkeit
  • Partnerschaftsprogramme mit globalen Pharmapartnern, die gemeinsam definierte Pipeline-Projekte entwickeln
Diese Plattform- und Programmstruktur erlaubt es dem Unternehmen, klinische Risiken auf mehrere Targets, HLA-Restriktionen und Indikationen zu verteilen und gleichzeitig Skaleneffekte in Datengenerierung und TCR-Design zu nutzen.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

Das zentrale Alleinstellungsmerkmal von Immatics ist die Kombination aus großskaliger, empirischer Antigen-Entdeckung auf Humangewebe und hochtechnologischer TCR-Optimierung. Die XPRESIDENT-Plattform basiert auf der massenspektrometrischen Direktmessung von Peptid-HLA-Komplexen und unterscheidet sich damit von rein in silico basierten Vorhersageansätzen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, klinisch relevante, tumorspezifische Targets mit ausreichender Differenzierung zu identifizieren. Ein weiterer potenzieller Burggraben liegt in den umfangreichen proprietären Datensätzen zu Peptid-HLA-Landschaften verschiedener Tumorentitäten. Diese Datenbasis ist über Jahre aufgebaut und schwer replizierbar. Patente auf spezifische Peptid-HLA-Targets, TCR-Sequenzen und Plattformtechnologien ergänzen den Schutz. Die Fokussierung auf TCR-basierte Immuntherapien für solide Tumoren schafft eine Spezialisierung, die in Verbindung mit validierten Partnerschaften einen technologischen und reputativen Moat im engen Segment der TCR-Immunonkologie bildet.

Wettbewerbsumfeld

Immatics agiert in einem kompetitiven Umfeld aus internationalen Biotech-Unternehmen und großen Pharmakonzernen mit Immunonkologie-Fokus. Zu den relevanten Wettbewerbern im TCR-T-Zell- und TCR-Bispezifika-Segment zählen spezialisierte Biotechs, die ebenfalls auf T-Zell-Rezeptoren und HLA-präsentierte Neoantigene abzielen. Darüber hinaus konkurriert Immatics indirekt mit CAR-T-Entwicklern, Checkpoint-Inhibitoren und anderen zielgerichteten Therapien. Große Onkologie-Player mit eigenen Zelltherapie-Programmen treten zugleich als Partner und als strukturelle Wettbewerber auf. Der Markt ist geprägt von intensiver Pipeline-Konkurrenz, rascher wissenschaftlicher Weiterentwicklung und hoher Abhängigkeit von klinischen Differenzierungsmerkmalen wie Ansprechrate, Dauerhaftigkeit und Sicherheitsprofil. Wettbewerbsvorteile entstehen nicht primär über Kosten, sondern über wissenschaftliche Qualität, klinische Daten und regulatorische Erfolgswahrscheinlichkeit.

Management, Governance und Strategie

Das Management von Immatics setzt sich aus erfahrenen Führungskräften aus Biotechnologie, Pharmaindustrie und akademischer Immunologie zusammen. Die Unternehmensführung verfolgt eine duale Strategie: Zum einen wird eine vertikal integrierte, proprietäre Pipeline in ausgewählten Indikationen aufgebaut, zum anderen werden über Partnerschaften Risiken geteilt und Kapitalbedarf relativiert. Der Vorstand priorisiert eine robuste klinische Evidenzbasis, bevor größere Kommerzialisierungsinvestitionen erfolgen. Corporate-Governance-Strukturen folgen internationalen Kapitalmarktstandards für in den USA börsennotierte Biotech-Unternehmen. Für konservative Anleger ist entscheidend, dass die Strategie explizit auf langfristige Wertschöpfung über Plattformvalidierung und Produktportfolioentwicklung ausgelegt ist, nicht auf kurzfristige Ertragsziele. Die Allokation der Ressourcen konzentriert sich entsprechend auf F&E, klinische Studien und regulatorische Vorbereitung.

Branchen- und Regionalanalyse

Immatics operiert in der globalen Biotechnologie- und insbesondere der Immunonkologie-Branche, einem Sektor mit hoher Innovationsdynamik, signifikanten regulatorischen Hürden und stark zyklischem Investoreninteresse. Die Wertschöpfung erfolgt überwiegend in forschungsintensiven Clustern in Europa und Nordamerika. Der Standort Tübingen bietet Zugang zu einem starken akademischen Umfeld und qualifizierten Wissenschaftlern, während Houston als onkologisches Zentrum in den USA direkten Zugang zu klinischen Studienzentren und dem US-Gesundheitssystem ermöglicht. Regulatorisch unterliegt das Unternehmen primär dem europäischen und US-amerikanischen Arzneimittel- und Kapitalmarktrecht. Die Branche ist gekennzeichnet durch hohe Abhängigkeit von Risikokapital, Partnerschaften mit Big Pharma, komplexe Zulassungsverfahren und steigende Anforderungen an klinische Evidenz für hochpreisige Therapien.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Immatics wurde in den frühen 2000er-Jahren als Spin-off aus der Universität Tübingen gegründet, mit dem Ziel, Forschungsergebnisse im Bereich Tumorimmunologie in klinisch nutzbare Therapien zu überführen. In den Folgejahren entwickelte das Unternehmen seine Antigen-Discovery-Plattform und baute ein umfangreiches Netzwerk zu akademischen Partnern und Kliniken auf. Schrittweise verschob sich der Schwerpunkt von der Impfstoffentwicklung hin zu TCR-basierten Zell- und Antikörper-ähnlichen Therapien, im Einklang mit den Fortschritten der Immunonkologie. Über mehrere Finanzierungsrunden und strategische Kooperationen mit globalen Pharmakonzernen sicherte sich Immatics Kapital und Validierung seiner Technologie. Der Börsengang über eine Notierung in den USA ermöglichte den Zugang zu einem breiteren Investorenkreis und die Beschleunigung der klinischen Pipeline. Heute positioniert sich das Unternehmen als etablierter, wenn auch weiterhin wachstums- und entwicklungsorientierter Player im Segment der T-Zell-Immuntherapien.

Besonderheiten und Partnerschaften

Eine Besonderheit von Immatics ist die konsequente Ausrichtung auf Peptid-HLA-Komplexe als Zielstruktur, was eine feinkörnige Segmentierung von Tumorentitäten nach HLA-Typ und Antigenexpression erfordert. Diese Spezialisierung führt zu komplexen Studiendesigns, kann aber bei erfolgreicher Umsetzung eine hohe Zielpräzision ermöglichen. Immatics unterhält mehrere umfangreiche Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit großen Pharmaunternehmen, die Zugang zu globalen Entwicklungsressourcen und potenziell zu Vermarktungsinfrastruktur bieten. Zugleich besteht eine starke Verankerung in der akademischen Onkologie und Immunologie, was den Zugang zu innovativen Studiendesigns und frühen klinischen Validierungen unterstützt. Die Notierung an einem internationalen Kapitalmarkt verschafft zusätzliche Sichtbarkeit im Kreis institutioneller Biotech-Investoren.

Chancen aus Investorensicht

Für konservative Anleger liegen die Chancen vor allem in der Hebelwirkung eines technologisch differenzierten Plattformansatzes in einem wachsenden Markt für Immuntherapien bei soliden Tumoren. Gelingt es Immatics, klinisch überzeugende Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten in zentralen Indikationen zu liefern, könnte dies zu weiteren Partnerschaften, Lizenzdeals und mittel- bis langfristig zu Zulassungen führen. Die proprietäre Datenbasis zu Peptid-HLA-Landschaften und patentgeschützte Targets bieten potenzielle Grundlagen für ein breiteres Produktportfolio. Partnerschaften mit etablierten Pharmaunternehmen können Entwicklungsrisiken abfedern und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Kommerzialisierung erhöhen. Zudem könnte eine Konsolidierung im Biotech-Sektor strategische Optionen wie Übernahmen oder umfangreiche Lizenzvereinbarungen eröffnen.

Risiken aus Investorensicht

Die zentralen Risiken für ein Investment in Immatics liegen im inhärenten Entwicklungsrisiko klinischer Biotech-Unternehmen. Klinische Studien können scheitern oder nur begrenzte Wirksamkeit zeigen, was pipelineübergreifende Wertberichtigungen nach sich ziehen kann. Die Abhängigkeit von regulatorischen Zulassungen in hochregulierten Märkten birgt zusätzliches Unsicherheitsmoment. Als forschungsorientiertes Unternehmen ist Immatics auf kontinuierliche Finanzierung und funktionierende Kapitalmärkte angewiesen; Phasen schwacher Biotech-Bewertungen können die Refinanzierung erschweren oder zu Verwässerung führen. Darüber hinaus besteht ein erhebliches Wettbewerbsrisiko durch alternative Immuntherapien, neue Technologien oder Konkurrenzunternehmen mit schnellerem klinischem Fortschritt. Kooperationen mit Großkonzernen sind zwar chancenreich, bergen aber auch Abhängigkeiten von Partnerentscheidungen und Prioritäten. Für risikoscheue, konservative Anleger sollte ein Engagement daher nur als Beimischung mit entsprechend begrenzter Portfoliogewichtung betrachtet werden, unter Bewusstsein der hohen Volatilität und des binären Charakters potenzieller Werttreiber.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 1,06 Mrd. €
Aktienanzahl 121,55 Mio.
Streubesitz 0,12%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Gesundheit
Branche Biotechnologie
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+99,88% Weitere
+0,12% Streubesitz

Community-Beiträge zu Immatics NV

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Avatar des Verfassers
RichyBerlin
Immatics PRAME Studienstart
https://www.ariva.de/news/immatics-beginnt-klinische-phase-1-2-studie-zur-untersuchung-10858374 "Donnerstag, 10.08.2023 13:00 von GlobeNewswire Immatics beginnt klinische Phase-1/2-Studie zur Untersuchung des bispezifischen TCR-Kandidaten IMA402 gegen die Zielstruktur PRAME bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren Ärzte in einem Operationssaal (Symbolbild). © FangXiaNuo / E+ / Getty Images http://www.gettyimages.de/ TCER® IMA402 ist der erste gegen die Zielstruktur PRAME gerichtete bispezifische TCR-Kandidat der nächsten Generation mit verlängerter Halbwertszeit in der klinischen Entwicklung Patientenrekrutierung für IMA402-Phase-1/2-Studie hat gestartet Studie untersucht Sicherheit, Verträglichkeit und Anti-Tumor-Aktivität von IMA402 bei Patienten mit wiederkehrenden und/oder schwer behandelbaren soliden Tumoren Erste klinische Daten werden 2024 erwartet Tübingen, Deutschland und Houston, Texas, 10. August 2023 – Immatics N.V. (NASDAQ: IMTX, „Immatics“), ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von T-Zell-Immuntherapien für die Behandlung von Krebs fokussiert, gab heute den Beginn einer klinischen Phase-1/2-Studie zur Untersuchung des firmeneigenen bispezifischen TCR-Kandidaten (T cell engaging receptor, TCER®) IMA402 bekannt. IMA402 ist der zweite Produktkandidat aus Immatics‘ TCER® Pipeline bispezifischer Moleküle der nächsten Generation mit verlängerter Halbwertszeit, der in die klinische Entwicklung eintritt. Der Kandidat ist gegen ein Peptid gerichtet, das dem PRAME-Antigen entstammt und von HLA-A*02:01 präsentiert wird. Bei PRAME handelt es sich um eine klinisch etablierte Zielstruktur, die in einer Vielzahl solider Tumore exprimiert wird. Die klinische Phase-1/2-Studie (NCT05958121) untersucht den IMA402 TCER®-Kandidaten in HLA-A*02:01-positiven Patienten mit wiederkehrenden und/oder schwer behandelbaren soliden Tumoren, die die PRAME-Zielstruktur exprimieren. Der Dosiseskalationsteil ist als Basket-Studie in Fokusindikationen für eine beschleunigte Signalfindung konzipiert. Die initialen Indikationen umfassen unter anderem kutanes und uveales Melanom, Eierstockkrebs, Lungenkrebs, Gebärmutterkrebs und das Synovialsarkom. „Wir freuen uns sehr, unsere klinische Pipeline um IMA402 zu erweitern. Damit haben wir einen bedeutenden Meilenstein in unserer Strategie, das volle Potenzial von PRAME auszuschöpfen, erreicht. PRAME zählt zu den vielversprechendsten Krebszielstrukturen in soliden Tumoren und wir glauben, dass IMA402 aufgrund des Formats mit verlängerter Halbwertszeit das Potenzial hat, durch Steigerung der Wirksamkeit, Minimierung der Toxizitäten und durch ein vorteilhaftes Dosierungsschema eine attraktive Behandlungsoption für Krebspatienten zu sein“, sagte Cedrik Britten, Chief Medical Officer bei Immatics. „Wir arbeiten intensiv daran, IMA402 so schnell wie möglich einer breiten Patientenpopulation zugänglich zu machen und freuen uns darauf, 2024 erste klinische Daten zu veröffentlichen.“ Die primären Endpunkte der Phase-1/2-Studie mit IMA402 sind die Bestimmung der maximal verträglichen Dosis (maximum tolerated dose, MTD) und/oder der empfohlenen Dosen für Expansionskohorten sowie die Charakterisierung der Sicherheit und Verträglichkeit von IMA402. Sekundäre Endpunkte sind die Bewertung der Anti-Tumor-Aktivität und die Untersuchung der Pharmakokinetik von IMA402. Auf die Phase-1a-Dosiseskalation folgt eine Phase-1b-Dosis-Expansion sowie eine Phase-2-Studie mit indikationsspezifischen Kohorten und/oder Kombinationstherapien. Immatics hat ein adaptives Konzept für die Dosiseskalation eingeführt, um die klinische Entwicklung von IMA402 zu beschleunigen. Die im Verlauf der Studie ausgewerteten pharmakokinetischen Daten bieten die Möglichkeit für eine frühzeitige Anpassung des Behandlungsintervalls aufgrund des TCER®-Formats mit verlängerter Halbwertszeit. Die Studie wird zunächst an etwa 15 Standorten in Europa durchgeführt und im Zuge der Dosisexpansionsphase auf die USA ausgeweitet. Es werden voraussichtlich ca. 45 Patienten in die Phase-1a aufgenommen. Der Start der Studie basiert auf umfangreichen präklinischen Daten zu IMA402, die 2022 auf der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) präsentiert wurden. TCER® IMA402 ist das zweite klinische Programm von Immatics, das auf PRAME abzielt. Das erste Programm ist ACTengine® IMA203, eine TCR-T-Zelltherapie, die sich derzeit in der Phase 1b der Dosiserweiterung befindet. Beide Ansätze, ACTengine® und TCER®, sind unterschiedliche therapeutische Modalitäten, die nach dem Ermessen des Unternehmens das Potenzial haben, innovative Behandlungsoptionen für eine Vielzahl von Krebspatientengruppen mit unterschiedlichen medizinischen Anforderungen zu bieten. Über IMA402 TCER® IMA402 unterliegt als firmeneigener Arzneimittelkandidat der vollen Kontrolle von Immatics. IMA402 ist der zweite TCER®-Kandidat aus Immatics‘ Pipeline bispezifischer Moleküle. IMA402 ist gegen ein HLA-A*02:01-präsentiertes Peptid gerichtet, das dem PRAME-Protein (Preferentially Expressed Antigen in Melanoma) entstammt und in einer Vielzahl verschiedener solider Tumore vorkommt. Diese Bandbreite unterstreicht das Potenzial des Programms, eine breite Patientenpopulation erreichen zu können. Immatics‘ PRAME-Peptid weist eine hohe Peptiddichte pro Tumorzelle auf und wird im Tumorgewebe homogen und spezifisch exprimiert. Das Peptid wurde durch Immatics‘ Massenspektrometrie-basierte Target-Discovery-Plattform XPRESIDENT® identifiziert und charakterisiert. IMA402 ist Teil von Immatics‘ Strategie, das volle klinische Potenzial von PRAME, einer der vielversprechendsten Zielstrukturen für TCR-basierte Therapien, auszuschöpfen. Über TCER® Immatics’ TCER®-Moleküle sind Antikörper-ähnliche, „off-the-shelf“-Biologika der nächsten Generation mit verlängerter Halbwertszeit, die sich das körpereigene Immunsystem zunutze machen, indem sie T-Zellen aktivieren und gegen Krebszellen mit einer spezifischen Zielstruktur ausrichten. Das Design der TCER®-Moleküle ermöglicht die Aktivierung der körpereigenen T-Zellen zur Bekämpfung des Tumors, unabhängig von der eigentlichen Spezifität der jeweiligen T-Zelle. Immatics firmeneigene Biologika sind mit zwei Bindungsregionen ausgestattet: einer TCR-Domäne und einer T-Zell-Rekrutierungsdomäne. Dieses Design wurde entwickelt, um die Wirksamkeit für den Patienten zu maximieren und gleichzeitig mögliche Nebenwirkungen zu reduzieren. Die hochaffine TCR-Domäne ist so konzipiert, dass sie spezifisch an das Zielmolekül bindet, welches von einem HLA-Molekül auf der Zelloberfläche präsentiert wird. Die auf einem Antikörper basierende T-Zell-Rekrutierungsdomäne mit niedriger Affinität ist gegen den TCR/CD3-Komplex gerichtet und rekrutiert die T-Zellen des Patienten zum Tumor, wo sie die Krebszellen angreifen. Die Verwendung dieses niedrig-affinen Rekrutierers soll eine optimale Verteilung und Anreicherung des TCER® Moleküls im Tumor anstatt der Peripherie erreichen, mit dem Ziel, immunbedingte Nebenwirkungen wie das Zytokinfreisetzungssyndrom zu verringern. Darüber hinaus besitzt der TCER® eine Fc-Domäne, welche Halbwertszeit, Stabilität und Produktion verbessert. TCER® sind gebrauchsfertige „off-the-shelf“-Biologika und damit sofort für die Behandlung von Patienten verfügbar. Sie können über die übliche pharmazeutische Lieferkette vertrieben werden und bieten damit die Möglichkeit, eine große Anzahl von Patienten zu erreichen, ohne dass spezialisierte medizinische Zentren erforderlich sind." - ENDE -
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Lesanto
Bristol Myers
https://www.tradegate.de/finanz-nachrichten-detail.php?id=20230724003127 Immatics, ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von T-Zell-Immuntherapien für die Behandlung von Krebs fokussiert, gab heute bekannt, dass Bristol Myers Squibb (NYSE: BMY) eine Kapitalbeteiligung in Höhe von $35 Millionen an Immatics getätigt hat. Bristol Myers Squibb hat 2.419.818 Stammaktien im Rahmen einer Privatplatzierung (private placement transaction) zu einem Zeichnungspreis von $14,46(1) pro Aktie erworben. Zusätzlich hat Bristol Myers Squibb das Recht, ein Mitglied für den wissenschaftlichen Beirat von Immatics zu ernennen. ,,Diese Investition ist ein weiterer Beweis für die starke Zusammenarbeit und unsere differenzierten Plattformtechnologien, die das Fundament unserer TCR-basierten Zelltherapien und bispezifischen TCR-Moleküle bilden", kommentierte Harpreet Singh, Ph.D., CEO und Mitgründer von Immatics. ,,Wir sind weiterhin fest entschlossen, innovative Behandlungsmöglichkeiten für Patienten im Kampf gegen Krebs voranzutreiben, und freuen uns darauf, in der zweiten Jahreshälfte weitere klinische Ergebnisse zu veröffentlichen." Die oben genannten Wertpapiere wurden nicht gemäß dem Securities Act von 1933 in seiner geänderten Fassung oder den Wertpapiergesetzen eines Bundesstaates oder einer anderen anwendbaren Jurisdiktion registriert und dürfen in den Vereinigten Staaten nicht angeboten oder verkauft werden, es sei denn, sie sind registriert oder von den Registrierungsanforderungen des Securities Act und den Wertpapiergesetzen eines Bundesstaates oder einer anderen Jurisdiktion ausgenommen.
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RichyBerlin
Immatics
Nächster Run voraus ?
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RichyBerlin
Immatics
Also, das Fähnchen/Wimpel wurde verlassen und hat mMn bereits (fast) sein kurzfristiges Kursziel erreicht. Das Golden Cross ist eigentlich ein gutes Zeichen, allerdings sieht man weiter links im Bild auch ein GC mit direktem Absturz... Bin jetzt erstmal vorsichtig mM
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Häufig gestellte Fragen zur Immatics Aktie und zum Immatics Kurs

Der aktuelle Kurs der Immatics Aktie liegt bei 8,475 €.

Für 1.000€ kann man sich 117,99 Immatics Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Immatics Aktie lautet IMTX.

Die 1 Monats-Performance der Immatics Aktie beträgt aktuell -2,97%.

Die 1 Jahres-Performance der Immatics Aktie beträgt aktuell 63,43%.

Der Aktienkurs der Immatics Aktie liegt aktuell bei 8,475 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -2,97% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Immatics eine Wertentwicklung von 0,41% aus und über 6 Monate sind es 64,38%.

Das 52-Wochen-Hoch der Immatics Aktie liegt bei 10,49 €.

Das 52-Wochen-Tief der Immatics Aktie liegt bei 3,01 €.

Das Allzeithoch von Immatics liegt bei 15,25 €.

Das Allzeittief von Immatics liegt bei 3,01 €.

Die Volatilität der Immatics Aktie liegt derzeit bei 56,38%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Immatics in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 1,06 Mrd. €

Immatics hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

Immatics gehört zum Sektor Biotechnologie.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Immatics betrug 155.835.000 €.

Die nächsten Termine von Immatics sind:
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung

Nein, Immatics zahlt keine Dividenden.