- Goldpreis steigt um 0,41 Prozent auf 4.199,54 US-Dollar.
- US-Staatsanleihen erzielen höchste Renditen seit 2002.
- Inflationsdruck wird durch hohe Energiekosten verstärkt.
- Energiekrise als Kurstreiber:
Diese 5 Aktien könnten durchstarten (hier klicken)
Ferdinand Hammer Im frühen Handel am Mittwoch verteuerte sich Gold am Kassamarkt um 0,41 Prozent auf 4.199,54 US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm). Damit setzte sich das Plus von 1,6 Prozent vom Dienstag fort. Dennoch deutet sich für den September ein Verlust von rund sechs Prozent an.
Druck kommt von den US-Staatsanleihen. Die Rendite der 30-jährigen Titel kletterte am Dienstag zum sechsten Mal in Folge und lag damit so hoch wie zuletzt im Jahr 2002.
Die weiterhin hohen Energiekosten lassen Anleger zusätzliche Zinserhöhungen befürchten. Das schmälert die Attraktivität von Gold (Goldkurs), da es keine Zinserträge bietet.
Die Federal Reserve hatte ihre Leitzinsen Mitte des Monats zum ersten Mal seit 2023 angehoben. Eine weitere Erhöhung gegen Jahresende könnte nach Einschätzung von John Williams angemessen sein. Der Präsident der New Yorker Fed sieht im Konflikt im Nahen Osten und im Aufbau der KI-Infrastruktur wichtige Ursachen für den Inflationsdruck. Am Dienstag thematisierten drei andere Fed-Vertreter ebenfalls Zinserhöhungen.
Nach Williams' Aussagen sank die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt bei der nächsten Sitzung Ende Oktober von 70 auf knapp 50 Prozent. Diese Sitzung findet kurz vor den Zwischenwahlen in den USA statt.
Etwas Unterstützung erhält Gold hingegen durch die rückläufigen Ölpreise. Diese schwächen die Befürchtungen einer durch Energie verteuerten Inflation ab. Die Öllieferungen aus dem Nahen Osten liegen inzwischen wieder nahezu auf dem Vorkriegsniveau. Saudi-Arabien leitet größere Mengen durch eine bedeutende Pipeline. Das zusätzliche Angebot mildert die Auswirkungen der festgefahrenen Situation an der Straße von Hormus.
Trotz dieser jüngsten Entlastung hat sich Brent seit Jahresbeginn um rund 70 Prozent verteuert. Zugleich rückt der Konflikt in den achten Monat.
Für die weitere Zinsentwicklung könnten nun zwei anstehende Datenveröffentlichungen Orientierung geben. Zunächst werden am Mittwoch die PCE-Inflationsdaten vorgelegt. Dieses Inflationsmaß zieht die Fed bevorzugt heran. Am Freitag richtet sich der Blick dann auf den US-Arbeitsmarktbericht.
Autor: Ferdinand Hammer, SBH-Redaktion
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
|
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.