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Weg vom Atom: EKZ investiert in weiteren Windpark - 400 Millionen für erneuerbare Energie
Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) beteiligen sich über ihre Tochtergesellschaft EKZ Renewables AG an einem weiteren Windpark in Frankreich: Letzte Woche konnten die Verträge für den Windpark "Ternois Est" unterschrieben werden. Die EKZ erweitern damit ihr Portfolio an neuen erneuerbaren Energiequellen und planen 400 Millionen Franken in erneuerbare Energie zu investieren!
Die Anlage Ternois Est befindet sich nur wenige Kilometer ent-fernt vom Windpark Ternois Sud, an welchem die EKZ Rene-wables AG bereits im letzten Sommer eine Beteiligung erwarb. Der Onshore-Windpark verfügt über 5 Turbinen und soll jährlich etwa 28 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren. Die EKZ halten an beiden Windparks mit 70 Prozent eine Mehrheitsbetei-ligung. Beide Anlagen befinden sich im Département Pas de Ca-lais im Norden Frankreichs. Der Standort, etwa 60 Kilometer von der Küste entfernt, ist wegen seiner stabilen und starken Winde für Windkraftanlagen geradezu prädestiniert. „Die Anlage Ternois Sud, welche seit April 2011 in Betrieb ist, entspricht unseren Er-wartungen", zeigt sich Jean-Marc Degen, Asset Manager Ener-giewirtschaft bei den EKZ, nach einem halben Jahr zufrieden. „Der Windpark lieferte über die windintensiven Wintermonate Dezember und Januar rund 7 GWh Strom."
EKZ will 400 Millionen in erneuerbare Energie investieren
Im Rahmen der Strategie neue erneuerbare Energie planen die EKZ, in den nächsten Jahren rund 400 Millionen Franken in die Produktion von erneuerbarer Energie zu investieren. Neben den Mehrheitsbeteiligungen an den beiden Onshore-Windparks Ter-nois Sud und Ternois Est im Norden Frankreichs besitzen sie auch Beteiligungen am solarthermischen Kraftwerk Puerto Errado 2 in Südspanien und an der schweizerischen Terravent AG, die Investitionen in Windparks im europäischen Ausland tätigen wird. Erst kürzlich haben sich die EKZ zudem an der Kooperation HelveticWind beteiligt. Gegründet wurde HelveticWind im März 2010 von Energie Wasser Bern (ewb) und der BKW. Gleichzeitig mit den EKZ beteiligen sich nun zusätzlich die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) und die SN Erneuerbare Energie AG (SNEE). Ziel der Partner ist es, in den nächsten Jahren ein Windkraft-Portfolio mit 170 Megawatt Leistung zu realisieren. Die Partner verfügen in Deutschland bereits über zwei Windparks mit einer Gesamtleistung von 37 MW.
Breites Engagement für erneuerbare Energien Auch in der Schweiz engagieren sich die EKZ in verschiedenen Projekten im Bereich erneuerbare Energien. Zum Beispiel betrei-ben sie seit Ende 2010 auf dem Dach des Coop Megastores in Dietikon die zurzeit grösste Photovoltaik-Anlage im Kanton Zü-rich. Weiter bieten sie eine breite Naturstrom-Produktpalette an, die ausschliesslich regional produzierten, naturemade-zertifizierten Naturstrom beinhaltet. Die EKZ betreiben auch ver-schiedene Pilot- und Demonstrationsanlagen im Bereich Bio-masse sowie eine eigene Referenzanlage für Photovoltaik-Module. In Sattel-Hochstuckli läuft seit Oktober letzten Jahres eine Pilotanlage im Bereich Kleinwindkraft mit H-Rotoren. Aktuell klären die EKZ zudem in einem Vorprojekt ab, ob im Steinbruch Schnür in der Nähe von Quinten am Walensee eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von neun Megawatt gebaut werden kann.
Quelle: www.ekz.ch