anbei ein ganz interessanter Bericht aus dem Handelsblatt, der in meinen Augen auch ganz leicht und auch für "Laien" gut verständlich ist.
www.handelsblatt.com/finanzen/...850-YLrzTPlPDYL05m6bPNK3-ap2
Viele Grüße und einen erfolgreichen Tag
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Der Handelsblatt Artikel war meiner Meinung nach mal einer der besseren :-) Insbesondere die Schwäche der "Bewertung" ist sehr gut ausgearbeitet.
Da wir alle sehr gut darin sind unsere Wirecard in ungeahnte Höhen zu loben, möchte ich den Artikel zum Anlass nehmen um erneut auf dieses derzeit hohe Risiko zu verweisen...
BALR schrieb:
"[...] Und hiermit meine ich bei der aktuellen Bewertung nicht EBITDA oder das Wachstum dessen. Wirecard muss bei der Bewertung, im kommenden Jahresabschluss im Jahresüberschuss einen deutlichen Sprung machen. Wachstum von Transaktionsvolumen ist wichtig, EBITDA noch wichtiger, aber da wir immer noch ein deutsches Unternehmen sind wird auch schnell wieder der Jahresüberschuss eine Rolle spielen. Und hier habe ich bei der aktuellen Bewertung große Erwartungen."
Handelsblatt:
"[...] Allein in diesem Jahr legte die Wirecard-Aktie um 80 Prozent zu. Der Gewinn aber dürfte „nur“ um rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Auf Fünfjahressicht stieg der Aktienkurs um über 600 Prozent, der Gewinn um 255 Prozent. Der Kurs eilt also schon seit Langem dem Gewinn weit davon. Solch eine Entwicklung ist bei reinrassigen Wachstumswerten, wozu viele Anleger und Analysten Wirecard zweifellos zählen, durchaus nicht ungewöhnlich, doch sie birgt Absturzgefahr. Diese dürfte steigen, wenn Wirecard die Aufnahme in den Dax gelingt. Dann nämlich muss sich das Unternehmen mit den 29 übrigen Dax-Mitgliedern vergleichen und wird dabei immer als die am höchsten bewertete Aktie auffallen. Vor allem in schwachen Börsenphasen stoßen Anleger hoch bewertete Aktien häufig ab.
Ich habe mal versucht zu recherchieren an welchem bzw. ab welchem Tag physisch replizierende ETF’s Aktien kaufen müssen (1), wann der Fondmananger (2) und welchen Einfluss dies auf auf den Kurs hat (3):
(1) Physisch replizierende ETFs welche den DAX 30 nachbilden und müssen zur Minimierung des Tracking Errors sofort auf Indexanpassungen am entsprechenden Stichtag reagieren. Aber Sie müssen die Aktien am Stichtag nicht direkt an der Börse kaufen. Durch die vorzeitige Ankündigung der Indexanpassung (das wird doch der 05.09.2018 sein oder?) ermöglicht die Deutsche Börse dem Markt sich auf die entsprechenden Änderungen vorzubereiten, sodass bspw. Arbitrageure im Vorfeld Aktien der Aufsteiger kaufen und am effektiven Datum an die Indexfonds verkaufen, sodass sich der Preisdruck reduziert. Dies bedeutet, dass ein großer Teil des Handels im Stichtag außerbörslich erfolgt. Letztendlich können alle Physisch replizierende ETFs welche den DAX 30 nachbilden noch gar nicht gekauft haben. Ebenso wenig Arbitrageure, es sei denn Sie haben mit dem Risiko gekauft, das Wirecard aus welchen Gründen auch immer doch nicht in den DAX aufsteigt. Dann müssten Sie die Aktien an andere Investoren verkaufen, die ohne einen DAX Aufstieg in Wirecard investieren wollen. Daraus lässt sich Schlussfolgern, dass alle Physisch replizierende ETFs sowie ein großer Teil der Händler (Arbitrageure) weiterhin auf der Nachfrageseite stehen sollte die Deutsche Börse Wirecard (uns) wohlgesonnen sein.
(2) Der Fondmanager kann kaufen wann er will. Solange eine Aktie in die Strategie seines Fonds passt wird er kaufen oder nicht.
(3) Für den Kurs bedeutet das eigentlich, dass der derzeitige Kursanstieg unter anderem auf Privatinvestoren oder Fondmanager zurückzuführen ist, die vor der Ankündigung des DAX Aufstiegs dabei sein wollen. Ab dem 05.09. dürfte eine gesteigerte Liquidität im Markt sein. Studien zu den Preisanomalien bei Indexanpassungen zeigen, dass Aufsteiger zwischen der Ankündigung und dem Inkrafttreten der Änderung im Wert stärker steigen als der Vergleichsindex. Dies dürfte dann auf physisch replizierende ETFs sowie die Händler (Arbitrageure) zurückzuführen sein. Nach dem Inkrafttreten der Änderung können 2 Effekte auftreten der Kurs steigt oder fällt =D. Entweder die Investoren die vor der Ankündigung investiert haben realisieren Ihre Gewinne oder die Aktie erfährt durch den Aufstieg noch mehr Aufmerksamkeit und steigt weiter. Möglicherweise halten sich Alte, die sich verabschieden und Neue auch die Waage.
Idee einer Handelsstrategie:
Vorweg – alle derzeitigen Aktien werden behalten! Bei der aktuellen Marktsituation und der aktuellen Bewertung von WDI, die durch die steigende Liquidität ebenso zu steigen scheint tendiere ich dazu eine kleine Strategie auszuprobieren. Bspw. heute wird ein Faktor- oder Knockout-Zertifikat gekauft um an den zu erwarteten anhaltenden Kursanstiegen gehebelt zu partizipieren. Dies Zertifikat wird mind. bis zum 24.09. gehalten und anschließend verkauft. Nun dürfte die Bewertung von Wirecard nun wirklich ausgeufert sein. Risikofreudige Anleger können sich nun am einem gehebelten Short Zertifikat versuchen. Dieses würde ich auch einfach mal 2 Monate halten. Auf der anderen Seite steht der Gesamtmarkt auch auf wackligen Beinen, ebenso kann es daher als ein (Teil-)Absicherungsgeschäft der gehaltenen Aktien herhalten. Wenn das klappt sind alle Weihnachtsgeschenke bezahlt =D
Meine Meinung und keine Handlungsempfehlung!!
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