jup, ich auch .) das Problem ist die Brutalität und Gnadenlosigkeit des Systems.
Viele denken am Anfang sie seien so eine Art Pioniere, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wo die Goldbarren wie Zapfen an Bäumen wachsen und man sie nur entdecken und ernten müsse. Sie sind voller Zuversicht und rechtschaffener, guter Gefühle. Und dann kommt der Realitätshammer. Gut, wenn man aus Versehen vor 10 Jahren in Apple investierte und nie verkauft hat, dann passt das. Aber im kurzlebigen Geschäft, so wie wir es hier betreiben wollen, sitzt auf der gegenüberliegenden Seite des Kabels immer jmd., der dein Geld haben will. Er macht das Gegenteil von dir und zwar mit der gleichen Überzeugung wie du, dass es ihm persönlich nützen würde und es kann nur einer richtig liegen, es ist also jedesmal ein großes Wagnis, 50/50 dass man total daneben liegt und der andere ist häufig viel professioneller als wir, verfügt über eine bessere Ausstattung an tools, Ausbildung, Informationen oder elitärem Wissen und vezeiht keine Fehler. Da Geld nicht aus dem Nichts erschaffen werden kann, muss jeder Euro an Gewinn, den man vereinnahmen will, von einem anderen, i.d. Regel absolut unfreiwillig, bezahlt werden. Das ist ein tödliches System, welches nicht auf Partizipation vieler angelegt ist, da einige einzahlen müssen und nichts rausnehmen dürfen, damit es seinen Zweck für eine Minderheit erfüllen kann. Das ist alles andere als rosig. Deswegen können wir uns nur schrittweise annähern, auf das Niveau einschwenken, auf dem es tickt und es mit den eigenen Waffen schlagen. Sobald wir wieder in zu einfachen, naiven Strukturen denken, werden wir zur Beute. Jeder muss da irgendwie mit klarkommen, aber es ist teuflisch. Ich halte gern mein Pulver trocken und setze es nicht gern unnötigen Risiken aus, lauere und wenn sich eine Gelegenheit ergibt, stürme ich hervor und setze auf Schnelligkeit, Überraschung, bis die neuartige Situation vom Markt wahrgenommen, beurteilt, eingeordnet wird und es ein breites Folgen gibt, bis dahin bin ich wieder hinter den Burgmauern und die Zugbrücke ist oben :-) so gut es eben geht natürlich. Es gibt immer welche, die schneller sind. Manchmal erwischen sie mich auf dem Feld. Diese Ausfalltaktik ist genau meine Denkweise und brachte nach hunderten Anläufen und Modifikationen endlich an die Schwelle, die Unternehmer gern "breakeven" nennen, der Punkt an dem Gewinne Verluste überwiegen, zumindest phasenweise. Das ist ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis und vor der Schwelle hat man teilweise den Eindruck, man würde sie nie erreichen können. 81% erreichen sie auch nie und gleiten ab in eine Spirale aus mißerfolgsgeleitetem denken und reagieren, in dem das Schlussstadium daraus besteht, dass man sich einen Zettel an die Stirn klebt, auf dem steht, "ich kanns nicht, hab ich doch vorher gesagt, dass es nichts wird". Dies nimmt einen den Mut, den Willen und die Zuversicht für den nächsten trade. Der "Schwung mit der Axt" wird nur zaghaft und zaudernd geführt, statt mit aller Entschlossenheit und aller Macht, wie es jedesmal geboten ist. Also... du siehst, jeder muss irgendwie seine Nische finden, die letztendlich Profitabilität zulässt. Manchen ist es in die Wiege gelegt manche müssen es sich erarbeiten. Ich gehöre eher zu den Arbeitern, die unermüdlich in einem Plroblem herumstochern, bis sich eine Lösung bietet. Auf dem Weg dahin zu scheitern ist keine Schande, sondern absolut möglich.
Allen gute trades!
Gruß