”@marmorKann die Einwände nicht nachvollziehen.
"Die tatsächlich am Markt erzielbare Rendite schwankt je nach Restlaufzeit und aktuellem Kursniveau und bewegt sich für Berliner Landesschatzanweisungen derzeit meist im Bereich von etwa 3,0 % bis 3,7 %.
Vonovia liegt derzeit bei etwa 2%, da viele Schulden noch aus der Niedrigzinsphase stammen. Auch wenn die künftigen Zinsen höher liegen werden, ist nicht davon auszugehen, dass eine AöR da grosse Vorteile hätte.
Wichtiger ist aber der zweite Aspekt: Wenn das Land den Bestand erwirbt, müssen 100% finanziert werden, wohingegen Vonovia nur ca. 50% finanzieren muss und daher absolut betrachtet eine deutlich geringere Zinsbelastung hat.
Die Aussage von hello stimmt nur dann, wenn die Entschädigung weniger als den halben Vwt ausmacht.
Der Zinsvorteil für kommunale Anleihen reicht nicht.
Bogumil, 14.10.26 13:10
da Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Im Zeitraum als Vonovia diese Niedrigzinsanleihen ausgegeben hat wurden vom Staat auch Anleihen ausgegeben zu noch niedrigeren Zinsen.
Dieser Blick ist daher eigentlich völlig irrelevant , was wichtig ist, das zu jedem Zeitpunkt der Neuausgabe die dt. Staatsanleihen in der Rendite unter den Anleihen von Vonovia liegen, ob in der Vergangenheit oder in der Zukunft.
Hier gehts nur um die Aussage, dass der Staat immer! zu jedem Zeitpunkt "billiger" NEUE Schulden machen kann als die Wohnungsunternehmen zum selben Zeitpunkt und das ist richtig.
Daher hat er von der Seite gegenüber den fremdfinanzierten Teilen des Immobilienmarktes einen Kostenvorteil. Das nicht der gesamte Markt fremdfinanziert ist da erstmal egal.
Auch die Tatsache, dass der Kostenvorteil nur bei 1-2% wäre, wenn man den Unterschied zwischen Staats/Wohnungsunternehmenanleihen z.Z nimmt und damit wahrscheinlich so marginal , dass da Effizienzvorteile bei den privaten Unternehmen den Vorteil schon wieder negieren dürften spielt da erstmal keine Rolle.
Wieviel % des gesamten Bestandes wo fremdfinanziert ist ist auch irrelevant. Ich könnte ja auch argumentieren, dass alle Berliner Immobilien bei Vonovia zu 100% fremdfinanziert sind und nur die in anderen Bundesländern abbezahlt sind - oder das der Kaufpreis aus den Einnahmen genommen wird und für die anderen Ausgaben dann halt mehr neue Schulden aufgenommen werden müssten wie der Staat es sowieso vormacht und jetzt?
Der zweite Punkt der Linken wäre langfristig gesehen der Ausschlaggebende, wenn man es auf Gedeih und Verderben darauf anlegt die Mieten langfristig! so niedrig wie möglich zu halten. Wenn man die Rendite auf 0% setzt könnte man langfristig weit billiger vermieten als die private Wirtschaft - gleiche Effizienz vorausgesetzt.
Die potentiellen Auswirkungen die das allerdings dann hätte, wenn man das grossflächig machen würde... also da kann man Masterarbeiten drüber schreiben...