Jetzt bin ich fast vom Stuhl gefallen. Es gibt auf der Welt wohl kaum eine
Goldmine, die solche Traumwerte erreicht. Offenbar rennen alle Goldinvestoren
mit verbundenen Augen durch die Gegend.
Hast Du Dir schon einmal die Zahlen von Goldcorp angeschaut?
Goldcorp ist ein Lowcost-Produzent, erreicht aber Deine Werte nicht annähernd.
www.goldcorp.com/
Timmins ist auf nachstehender Karte überhaupt nicht verzeichnet.
Red Lake ist mit Produktionskosten von: Total Cash US$/oz 195,-
sehr profitabel und gilt als Musterbeispiel.
Warum dauern wohl die Genehmigungen so lange? Überlege mal.
Wenn Du Dir nachstehende Seiten mal anschaust, wird Dir einiges Klarer:
www.goldcorp.com/operations/
Habe ich schon einmal eingestellt:
www.klgold.com/geology/abitibi1.PDF
Mit dem jetzigen JV hat sich VG auf Jahre hinaus zu sehr hohen
Explorationenkosten verpflichtet. Ob dies alles erfolgreich sein wird,
wissen wir erst in 3-4 Jahren.
Goldcorp wird vermutlich die nächsten 3-4 Jahre nichts unternehmen.
VG erledigt doch auf eigene Kosten alles Gewünschte. Wozu also übernehmen?
Die Theorien mit "Kursdrücken um billig aufzukaufen" sind doch viel zu
kompliziert. Einfacher ist eine Kapitalerhöhung um 50% (die Zustimmung
der Hautaktionäre ist sicher) und der Anteil der deutschen Anleger hat sich
halbiert. Warum kompliziert, wenn es ohne großen Aufwand einfach geht?
Zum Schluss noch: Auch ich glaube an eine Übernahme, aber bestimmt nicht in
den nächsten 3 Jahren. Welche Gründe sprechen denn dafür? Ist Goldcorp in
Existenznot? Goldcorp hat viele Lowcost-Projekte in Planung. VG hat dabei
meiner Ansicht nach keine hohe Priorität.
Für Alle, die jetzt noch nicht genug haben (nichts für Daueroptimisten):
Aus Ariva-Thread “ TUI 2007: Erholung oder Zerschlagung?“ entnommen.
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617. Wert-Argumente vs. einstürzende Charts Anti Lemming
26.06.08 14:11
Hab ich früher auch gemacht, endlos mit Wert-Argumenten gegen fallende Charts und einen fallenden Gesamtmarkt (der in USA geradezu stinkt) anzuargumentieren, weil "nicht sein kann, was nicht sein darf". Tenor: Das sind nur Pyrrhussiege der Shortseller, morgen nimmt der Markt wieder Vernunft an und es geht wieder hoch. XXX müsste eigentlich doppelt so hoch stehen...
Was aber bringt das de facto? Man reitet seine ohnehin schon "roten" Long-Positionen immer tiefer ins Minus und redet sich selber "guten Mut" ein. Und je tiefer es dann weiter fällt, desto größer werden die Widerstände, Verluste zu begrenzen (was man eigentlich schon viel früher hätte machen sollen), weil man "zu diesem absurd niedrigen Kursen" natürlich nicht mehr verkauft...
Seltsamerweise werden in den meisten Ariva-Postings die Charts immer nur als KAUFargument herangezogen - nämlich dann, wenn sich vermeintliche oder echte Ausbrüche nach oben zeigen. Sie liefern aber bei signifikanten Brüchen von Unterstützungen ebenso verlässliche VERKAUFsargumente. Ein Meister dieser "negativen" Chart-Exegese ist übrigens Wawidu im US-Bärenthread (siehe dort). Bisherige Bewertungen:
1x interessant ,
2x gut analysiert
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Börsenspiel / Depot Platz
Investor 2008
216/2676
(Dieses Posting gibt meine derzeitige Meinung wieder)