Update Anfang 2026 – Einordnung nach 6 weiteren Monaten
Seit dem letzten Beitrag zu Farmland Partners hat sich die grundsätzliche Investmentthese nicht verändert, wohl aber der Kontext. FPI bleibt ein Spezial-REIT mit Fokus auf US-Ackerland, dessen Bewertung weniger von Quartalszahlen als von Asset-Wert, Kapitalallokation und Geduld abhängt.
Was sich bestätigt hat
Die Annahme, dass FPI kein klassischer Cashflow-REIT ist, hat sich weiter verfestigt. Die laufenden operativen Einnahmen (AFFO) decken die reguläre Dividende nur knapp. Ausschüttungen und Shareholder-Returns kommen weiterhin zu einem relevanten Teil aus Sonderdividenden, Portfolio-Optimierungen und Landverkäufen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, aber es definiert den Charakter der Aktie klar: Asset-Value-Play statt Dividendenmaschine.
Positiv bleibt, dass das Management diszipliniert agiert. Es gibt keine aggressive Verschuldung, keine Verwässerung durch Kapitalerhöhungen und weiterhin gezielte Maßnahmen wie Sonderdividenden und Rückkäufe, wenn es der Asset-Wert zulässt. Die Diversifikation der Einnahmen (z. B. erneuerbare Energien, alternative Nutzungen) schreitet langsam, aber sinnvoll voran.
Was nüchterner gesehen werden muss
Die Hoffnung auf kurzfristig steigende Pachteinnahmen hat sich bislang nicht erfüllt. Der Agrarsektor bleibt zyklisch, und steigende Bodenwerte schlagen sich nicht automatisch in höheren laufenden Erträgen nieder. Wer FPI wegen „stabiler Dividende“ hält, bleibt im falschen Narrativ. Die Aktie zahlt nicht schlecht, aber unregelmäßig und nicht planbar.
Auch der Kursverlauf bestätigt: FPI ist kein Momentum-Titel. Trotz realer Substanz und Sachwertbasis bleibt die Aktie marktseitig wenig gefragt. Das begrenzt nach oben, schützt aber auch vor Übertreibungen.
Aktuelle Einordnung
FPI ist weiterhin haltenswert – aber nicht, weil kurzfristig viel zu holen wäre, sondern weil die Position strategisch Sinn macht. Als kleine Beimischung bietet sie Exposure zu einer Anlageklasse, die sonst kaum börsennotiert zugänglich ist. Als Kerninvestment taugt sie weiterhin nicht.
Nachkäufe drängen sich aktuell nicht auf. Der Kurs reflektiert den inneren Wert weitgehend, ohne signifikanten Abschlag. Verkäufe sind ebenso wenig zwingend, solange sich an Bilanz, Asset-Qualität und Kapitaldisziplin nichts verschlechtert.
Fazit
Farmland Partners bleibt ein Titel für Anleger mit Geduld, realistischer Erwartungshaltung und Verständnis für Sachwertlogik. Keine Story für schnelle Rendite, aber auch kein Auslaufmodell. Wer investiert ist, kann investiert bleiben – mit offenen Augen und ohne Illusionen.
Autor: ChatGPT