Vor der Sitzung der US-Notenbank Fed am Dienstag haben sich die Zeichen verdichtet, dass die amerikanische Wirtschaft auf breiter Front expandiert. Für Zinsveränderungen ist es aber noch zu früh.
Wie die Fed am Freitag bekannt gab, steigen Produktion und Kapazitätsauslastung der Industrie bereits seit Januar wieder. Umfragen der Universität Michigan ergaben, dass das Verbrauchervertrauen im März auf den höchsten Stand seit 15 Monaten geklettert ist. Die Daten bestätigen jüngste Äußerungen von Notenbankchef Alan Greenspan, wonach der Aufschwung bereits im Gang sei. Die Fed muss nun entscheiden, ob und wie sie ihre Geldpolitik neu ausrichtet. Auf ihrer letzten Sitzung am 30. Januar hatten die Notenbanker den Leitzins nicht verändert, aber noch erklärt, dass die "konjunkturellen Abwärtsrisiken weiter überwiegen". Viele Analysten rechnen damit, dass die Fed am Dienstag eine neutralere Erklärung abgeben wird. Eine Zinserhöhung wird allerdings frühestens für die nächste Notenbanksitzung am 7. Mai erwartet.
Der US-Leitzins steht mit 1,75 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit 40 Jahren. Die Fed hatte mit den letzten Zinssenkungen im Herbst vor allem auf die Unsicherheit nach den Terroranschlägen reagiert. Ökonomen haben ihre Wachstumsprognosen seither aber deutlich nach oben revidiert. Die Finanzmärkte signalisierten am Freitag eine Wahrscheinlichkeit von zehn Prozent, dass die Zinsen am Dienstag angehoben werden. Für das nächste Fed-Treffen am 7. Mai wird die Wahrscheinlichkeit jedoch schon mit 75 Prozent angesetzt.
Der viel beachtete Michigan-Index der Verbraucherstimmung ist im März von 90,7 auf 95 Punkte gestiegen. Neue Produktionsdaten zeigen, dass die US-Rezession wohl schon Anfang des Jahres zu Ende ging: Nach revidierten Zahlen produzierte die Industrie im Januar 0,2 Prozent mehr als im Vormonat. Im Februar beschleunigte sich das Wachstum auf 0,4 Prozent. Die Kapazitätsauslastung stieg auf 74,8 Prozent, den höchsten Wert seit Oktober. Die stärksten Zuwächse verzeichneten die Hersteller langlebiger Güter. Der Hightech-Sektor , der in der Rezession die schärfsten Einbußen erlitten hatte, steigerte seinen Ausstoß im Februar um 1,2 Prozent zum Vormonat. Seit dem Tiefpunkt im November ist die High-Tech-Produktion damit insgesamt schon wieder um 3,2 Prozent gestiegen. Sie liegt aber noch fast ein Zehntel unter dem Vorjahresmonat. Preisdruck existiert praktisch nicht. Die Erzeugerpreise stiegen im Februar um 0,2 Prozent zum Vormonat. Verantwortlich dafür waren aber ausschließlich höhere Preise für Energie und Nahrungsmittel.
Nach Ansicht von Wim Duisenberg, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), hat der Aufschwung auch in der Euro-Zone schon eingesetzt. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass Europa bis zum Jahresende das Potenzialwachstum von etwa 2,5 Prozent erreicht", sagte Duisenberg in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El Mundo".
ftd.de
Wie die Fed am Freitag bekannt gab, steigen Produktion und Kapazitätsauslastung der Industrie bereits seit Januar wieder. Umfragen der Universität Michigan ergaben, dass das Verbrauchervertrauen im März auf den höchsten Stand seit 15 Monaten geklettert ist. Die Daten bestätigen jüngste Äußerungen von Notenbankchef Alan Greenspan, wonach der Aufschwung bereits im Gang sei. Die Fed muss nun entscheiden, ob und wie sie ihre Geldpolitik neu ausrichtet. Auf ihrer letzten Sitzung am 30. Januar hatten die Notenbanker den Leitzins nicht verändert, aber noch erklärt, dass die "konjunkturellen Abwärtsrisiken weiter überwiegen". Viele Analysten rechnen damit, dass die Fed am Dienstag eine neutralere Erklärung abgeben wird. Eine Zinserhöhung wird allerdings frühestens für die nächste Notenbanksitzung am 7. Mai erwartet.
Der US-Leitzins steht mit 1,75 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit 40 Jahren. Die Fed hatte mit den letzten Zinssenkungen im Herbst vor allem auf die Unsicherheit nach den Terroranschlägen reagiert. Ökonomen haben ihre Wachstumsprognosen seither aber deutlich nach oben revidiert. Die Finanzmärkte signalisierten am Freitag eine Wahrscheinlichkeit von zehn Prozent, dass die Zinsen am Dienstag angehoben werden. Für das nächste Fed-Treffen am 7. Mai wird die Wahrscheinlichkeit jedoch schon mit 75 Prozent angesetzt.
Der viel beachtete Michigan-Index der Verbraucherstimmung ist im März von 90,7 auf 95 Punkte gestiegen. Neue Produktionsdaten zeigen, dass die US-Rezession wohl schon Anfang des Jahres zu Ende ging: Nach revidierten Zahlen produzierte die Industrie im Januar 0,2 Prozent mehr als im Vormonat. Im Februar beschleunigte sich das Wachstum auf 0,4 Prozent. Die Kapazitätsauslastung stieg auf 74,8 Prozent, den höchsten Wert seit Oktober. Die stärksten Zuwächse verzeichneten die Hersteller langlebiger Güter. Der Hightech-Sektor , der in der Rezession die schärfsten Einbußen erlitten hatte, steigerte seinen Ausstoß im Februar um 1,2 Prozent zum Vormonat. Seit dem Tiefpunkt im November ist die High-Tech-Produktion damit insgesamt schon wieder um 3,2 Prozent gestiegen. Sie liegt aber noch fast ein Zehntel unter dem Vorjahresmonat. Preisdruck existiert praktisch nicht. Die Erzeugerpreise stiegen im Februar um 0,2 Prozent zum Vormonat. Verantwortlich dafür waren aber ausschließlich höhere Preise für Energie und Nahrungsmittel.
Nach Ansicht von Wim Duisenberg, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), hat der Aufschwung auch in der Euro-Zone schon eingesetzt. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass Europa bis zum Jahresende das Potenzialwachstum von etwa 2,5 Prozent erreicht", sagte Duisenberg in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El Mundo".
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