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O.K. Spanien ist wichtig. Schließlich ist Andasol die Kinderstube von Solar Millennium. Aber die Musik spielt nun mal in den USA.
... und dass man in den USA nur mit Cowboy-Stiefeln und Satteltaschen prall gefüllt mit Geld etwas wird, hat gerade mal wieder der europäische Erzrivale Agengoa bewiesen, der am Sonnabend im Rahmen eines private placement eine Anleihe in Höhe von 650 Mio. Dollar erfolgreich plaziert hat. (Genehmigung und loan gurantee haben die natürlich auch schon in der Tasche.) Da kann man schon ein wenig neidisch werden, wenn man bedenkt, dass die bisherigen Anleihen von Solar Millennium sich so um die 30 Mio Euro bewegten.
Also Aufruf an den neuen Vorstand:
B u t t e r b e i d i e F i s c h e , sonst wird das nämlich nichts
Sorry Ulm,
jetzt muss ich doch einmal meine Kritik loswerden. Du hast Dich so leidenschaftlich für SM eingesetzt. Da ist es nicht nachvollziehbar, dass Du jetzt einfach verkaufst und Dich auf eine andere Spielwiese begibst.
Es gibt genügend historische Beispiele, wie mit minimalem Eigenkapital gigantische Projekte realisiert wurden. Der politische Wille in den USA ist jedenfalls vorhanden, der eigenen Krise mit einem Mega-Projekt zu begegnen, sonst hätte Schwarzenegger mit Sicherheit nicht sofort einen positiven response gegeben. D.h. aber einerseits auch, dass Blythe nur mit einem finanzstarken amerikanischen Partner realisert werden kann und andererseits, dass dieser Partner, ob er nun Chevron heisst oder wie auch immer, die terms of trade diktieren wird.
Klar, es wäre schön, wenn das Projekt in "deutscher Hand" bliebe, aber dann müsste beispielweise Siemens die Kraftwerksblöcke übernehmen und sich auf diese Weise an dem Projekt beteiligen. Dann sähe das Ganze schon nicht mehr so aus, als ob eine Ameise versucht, einen Elefanten zu stemmen.
Ohne einen sehr starken Partner sehe ich jedenfalls keine Möglichkeit, das Projekt zu realisieren,
Die andere Option wäre, ähnlich wie es bei Offshore-Projekten längst gängige Praxis ist, das ganze Objekt nach erfolgreicher Projektentwicklung zu verkaufen und allenfalls noch als Subunternehmer die Spiegel aufzustellen.
Ich hoffe es kommt zu einer starken Lösung bei der Wille und Vision zusammenfallen, um dieses gigantische Projekt Realität werden zulassen.
Da du gestern nach BLM gefragt hast, nun die Antwort von BLM: die ersten Solar-Projekte haben nun ihre endgültige Baugenehmigung (Right-of-Way-Grant). Und Blythe wäre eigentlich jetzt als nächstes dran vom Secretary Salazar genehmigt zu werden...
Ich sehe für Blythe noch 2 Stolpersteine
1. BLM Genehmigung, ohne Genehmigung kann der Bau in 2010 nicht beginnen. Kriegen wir die Genehmigung?
2. Loan Guarantee : Ich schätze daß die erst im Neuen Jahr kommt. Die sind mit der Prüfung der Projekte überlastet. Aber da SM funktionierende Technologie nachweisen kann, sehe ich eigentlich kein Hindernis. Oder??
Also, wichtig ist die BLM Genehmigung noch in diesem Jahr, am besten für 100 Jahre.
Viele Grüße aus Valencia
www.chinadaily.com.cn/business/2010-10/21/content_11442344.htm
SM hat die Studie zur "feasibility" geschrieben... würde mich nicht wundern, wenn es das Projekt (50MW) in der Mongolei auch bekommt.
Wenn man so beobachtet, was gerade in Spanien los ist mit dem neuen Dekret, dann sieht man eines sehr klar: die Zeiten mit den üppigen Subventionen sind vorbei. Und wenn SM nur für Ibersol mit einer etwas geringeren Subvention sich zurechtfinden muss -was leider nicht undenkbar ist-, dann kann SM sich noch glücklich wähnen. Da die "ofiziellen" Baukosten relativ stabil geblieben sind in den letzten Jahren, trotz neuer Technologien, hat m.E. SM da noch ein gewisses Speckkissen eingebaut. In den USA haben wir ja schon gesehen dass die angekündigten Kosten mehr oder weniger denen von einem der bisherigen Kraftwerken in Spanien entsprechen, ohne die Technologiefortschritte und Skaleneffekte einzuplanen (denn die Trockenkülhung wird nicht all diese Vorteile aufzehren). So spricht SM weiterhin von Kosten in Höhe von 1,5 Mrd. USD auch wenn ulm000 und andere in ihren Rechnungen glaubhaft gezeigt hat, dass man eigentlich von niedrigeren Kosten ausgehen sollte. Ich habe schon mehrfach angedeutet, dass ich das Festhalten von SM an den 1,5 Mrd. als Strategie halte (wären ja auch schön blöd, wenn sie nicht so verfahren würden!). ich gehe sogar davon aus, dass SM für die US-Projekte mit PPA noch eine Finanzierung zu guten Konditionen hinbekommt. Und da liegt genau der enorme Vorteil von SM, alle die jetzt nicht so gut positioniert sind wie SM werden es in diesem Sektor sehr schwer haben!
Es sieht so aus, als wenn SM unbedingt den einen großen Joker ziehen will, den sie haben, nämlich ihr Superprojekt Blythe in Kalifornien und mangels Kapital aus anderen Bieterverfahren wie zum Beispiel in Israel freiwillig aussteigen. Diese Entwicklung halte ich nicht für ganz ungefährlich. Das man nicht alle Eier in ein Nest legen soll, gilt nicht nur für Privatanleger, sondern auch für Firmen.
Wie ich schon in meinem Post 429 angedeutet habe, wäre es besser, wenn SM sich darauf beschränken würde, das Solarfeld mit den Spiegeln und den Absorberrohren zu erstellen und den dazugehörigen Kraftwerksblock denen zu überlassen, die damit jahrzehntelange Erfahrung haben und auch das erforderliche Kapital, um so etwas vorzufinanzieren. Siemens, die ja auch ihren Firmensitz in Erlangen haben, wären da wohl der geeignete Partner, denn mit Ferrostaal hat SM offensichtlich nicht die Firma an ihrer Seite, mit der man in der ganz großen Liga mithalten kann.
Hoffentlich begreift der neue Vorstand und zwar rechtzeitig, dass Korrekturen am Geschäftmodell erforderlich sind, um ein organisches Wachstum zu ermöglichen.
Wenn hier wirklich nochmal neue Tiefststände kommen sollten, dann bin ich erledigt.
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