Doch das sind längst nicht alle Probleme. Denn auch hinter dem gestern in München vorgestellte Sanierungsplan steht ein Fragezeichen. Der RTV-Vorstand plant nämlich zur Aufbesserung der Finanzen eine Vertriebskooperation für Kinder- und Jugendprogramme mit der Unterföhringer Aktiengesellschaft EM-TV. Die Programmbibliothek umfasst derzeit 4503 Episoden, mit denen 1744 Programmstunden gefüllt werden können. Allerdings: Der Hamburger Filmfonds Videal TV und Film Coproduktions GmbH, mit denen RTV noch geltende Verträge hat, will die Weitergabe der Rechte nicht dulden. Videal gehört ebenfalls zu den Gläubigern von RTV und wartet noch auf drei Millionen Euro Garantiezahlungen aus gemeinsamen Filmproduktionen. Eine Klage von RTV gegen Videal, die eine Kooperation mit EM-TV erzwingen sollte, ist kürzlich abgewiesen worden. Die Zukunft seiner AG, so Reischl, hänge deshalb auch von Verhandlungen mit dem einstigen Partner aus Hamburg ab.
Schließlich bereiten Aktionäre eine Schadenersatzklage gegen RTV vor.Angeführt werden sie von Burkhart Ceppa, dem Gründer der
" Interessengemeinschaft Ravensburger Kleinanleger" mit bisher angeblich 50 Mitgliedern.
Burkhart rief gestern die Hauptversammlungsteilnehmer auf, sich dieser Sammelklage anzuschließen und
" die Verantwortlichen in Haftung zu nehmen" .Ceppa hat schon 2003 bei der Staatsanwaltschaft in München Strafanzeige gegen Vorstände und Aufsichtsräte von RTV erstattet, im Kern geht es um seinen Vorwurf, der Konzern habe die Lage des Unternehmens seit 1999 in der Öffentlichkeit und gegenüber den Aktionären vorsätzlich geschönt dargestellt.
RTV-Aufsichtsratschef Johannes Kreile wehrte sich gestern: Ceppa verbreite " Verleumdungen" , die Staatsanwaltschaft habe lediglich Vorermittlungen aufgenommen.
Doch der erzürnte Aktieneigner zeigte kurz darauf ein
aktuelles Schreiben der Münchner Staatsanwaltschaft, das ein Aktenzeichen enthält: 302 Js 41579/03.
Damit war er noch nicht am Ende.
Er warf der Ravensburger AG, die 88,5 Prozent des Grundkapitals und damit der Stimmrechte an RTV Family Entertainment hält, vor,
die Filmfirma ausgebeutet zu haben, um damit Verluste beim Ravensburger Spieleland und einem missglückten Engagement mit einer Puzzlefabrik in Frankreich auszugleichen.
Unter dem " positiven Image des blauen Dreiecks ist leider niemand misstrauisch geworden" , wetterte Ceppa, doch es habe sich gezeigt, " wie ein Unternehmen der Old Economy Anleger nach Art der New Economy ausbeutet" .ENDE des Textes ...
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