denn kleine Zweifel in deine stimme ist schon zuhören
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Fazit für QSC:
Fairer Enterprise Value: 626 Mio. Euro
Fairer Kurs: € 4.71
Zielkurs: € 5.88
Der EV/Umsatz Multiplikator für Versatel liegt aktuell 1.73x höher als für QSC. Damit ergibt sich - im Vergleich zu Versatel - für QSC ein fairer Enterprise Value von 626 Mio. Euro bzw. ein fairer Kurs von 4.71 Euro.
Aufgrund des größeren Umsatzwachstums sowie der besseren Rentabilität müsste QSC eher einen um 20 bis 30% höheren EV/Umsatz Multiplikator haben als Versatel, was dann im Vergleich ein Zielkurs von etwa 5.88 Euro ergibt.
Alles deutet darauf hin, das QSC derzeit gegenüber Versatel massiv unterbewertet ist und dass eine Verdopplung des Kurses gerechtfertigt wäre.
Berücksichtigt man außerdem, dass QSC mit zur Zeit 1600 Hauptverteilern das größere Netzwerk besitzt sowie mit 536 Mio. Euro die größeren Verlustvorträge hat, Versatel derzeit aber mehr als dreifach höher bewertet ist als QSC, dann folgt daraus, dass die Assets von QSC gegenüber Versatel sogar um Faktor 3 unterbewertet sind.
Auch im internationalen Vergleich ist QSC gegenüber Completel (Frankreich) und Jazztel (Spanien) etwa zweifach unterbewertet. Umso deutlicher weil QSC die weitaus bessere Rendite aufweist.
AKTIE IM BLICK: QSC
Die letzte Meile
Von Nadine Oberhuber
Sie hat schlimme Zeiten gesehen, die Aktie der QSC AG. Im vergangenen Jahr büßte die Telekommunikationsfirma rund zwei Drittel ihres Börsenwerts ein. Grund war eine Gewinnwarnung im vierten Quartal. QSC hatte weniger Leitungen vom Exmonopolisten Telekom freigeschaltet bekommen als erwartet und konnte viele Kundenwünsche nicht befriedigen. Inzwischen halten Analysten die Aktie für deutlich unterbewertet. Die Nachfrage nach den Telefonie- und DSL-Leistungen des kleinen Telekom-Konkurrenten sei solide, und für 2008 habe QSC sehr viel konservativere Prognosen vorgelegt. Nun ist die Chance groß, dass der Netzwerkbetreiber sie übertrifft und dafür mit einem Kurssatz belohnt wird. Auch Übernahmegerüchte beflügeln: Die auf Großkunden spezialisierte QSC soll bereits Offerten von Versatel abgelehnt haben, wird aber wohl weiter heftig umworben. Ein Zusammenschluss mit anderen würde etwa den Netzwerkbetrieb deutlich billiger machen. Der Zukauf des Breitbandnetzes von Plusnet hatte nämlich hohe Kosten verursacht. Zwar betont Vorstandschef Bernd Schlobohm, QSC wolle eigenständig bleiben. Aber er denkt laut darüber nach, das erst vor zwei Jahren gekaufte Netz wieder abzustoßen und sich dafür die Nutzung zum Selbstkostenpreis zusichern zu lassen. Auf QSC zu spekulieren ist zwar gewagt, könnte sich aber auszahlen.
Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 20.04.2008, Nr. 16 / Seite 56
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