In meinem Posting vom 4.11.2025 (# 4288) hatte ich sinngemäß die Vermutung geäußert, dass sich der Führungsstab der Pyramid-Gruppe wegen der schlechten Ergebnisse der faytech AG wahrscheinlich schon länger Gedanken darüber macht, ob Arne Weber wohl noch der richtige Mann im Vorstand der faytech AG ist. Auch schon zuvor hatte ich hier immer wieder mal Zweifel an der unternehmerischen Kompetenz von Arne Weber geäußert. Mit meiner Vermutung bzw. Einschätzung lag ich offenbar goldrichtig.
Die personelle Konsequenz im Zuge des Strategiewechsels der Pyramid AG ist sogar noch weit-reichender. Denn Arne Weber scheidet nicht nur aus dem Vorstand der faytech AG, sondern auch aus dem Vorstand der Pyramid AG aus. Vermutlich wird ihm, der seinen Lebensmittelpunkt zusammen mit seiner chinesischen Ehefrau in China hat, die Hauptschuld an der Misere der faytech AG gegeben.
Offiziell begründet man sein Ausscheiden aus den Vorständen aber damit, dass es sich bei den
Veräußerungen der Unternehmenstöchter der faytech AG laut Mitteilung der Pyramid AG um eine sogenannte „Management-Buy-out Transaktion“ handelt ( was es nicht alles gibt !).
Als Käufer der veräußerten Tochterfirmen der faytech AG tritt die FOAF Beteiligungsgesellschaft UG, Überlingen („FOAF“) in Erscheinung, deren Inhaber Arne Weber ist, bzw. dessen persönlichem Umfeld die Gesellschaft zuzuordnen ist.
Die FOAF hält seit dem 25.3.2024 bzw. seit dem 24.4.2024 insges. 90.283 Aktien der Pyramid AG.
Sicherlich zur Vermeidung des dadurch entstehenden Interessenkonfliktes hat man es wohl deshalb als notwendig erachtet, Arne Weber seiner Vorstandsposten zu entledigen.
Dass Arne Weber bzw. sein Umfeld mit den über die FOAF erworbenen ehemaligen Tochterfirmen der faytech AG jetzt selbst Geschäfte mit der Pyramid-Gruppe zu machen beabsichtigt, mit der ein umfangreicher Kooperationsvertrag geschlossen wurde, steht auf einem anderen Blatt. Eigenartig und obskur erscheint mir das schon.
Letzte Anmerkung: Mit diesem MBO-Konstrukt hat sich CEO Andreas Empl bzw. der Aufsichtsrat eine wie ich finde sehr elegante Lösung einfallen lassen, Arne Weber aus der Führungsetage geräuschlos abzuservieren. Das kann man wohl in Anbetracht dessen, dass Arne Weber mit 2.288.621 Anteilen immerhin einer der Hauptaktionäre der Pyramid AG und damit nicht ohne Einfluss ist, als gelungenen Coup bezeichnen.