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Spardruck Mercedes-Vorstand Schiebe sieht zwei Werke in Gefahr
23.09.2026 Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer
Mercedes-Benz muss in Deutschland zwei Werke schließen, wenn die Kosten nicht sinken. Das hat Produktionsvorstand Michael Schiebe während einer Betriebsversammlung in Sindelfingen angekündigt.
Mercedes-Produktionsvorstand Michael Schiebe will in Deutschland zwei Werke schließen, wenn die Kosten in Deutschland nicht reduziert werden. Dies habe Schiebe den Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung in Sindelfingen gesagt, teilte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage mit. Zuvor hatten „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ darüber berichtet.
„Es ist unser klares Ziel, alle deutschen Standorte zu erhalten“, habe Schiebe demnach gesagt. Und weiter: „Dafür müssen wir uns auf für alle verträgliche Maßnahmen einigen, um die Kosten in Deutschland zu senken. Gelingt uns dies nicht, werden wir ein deutsches Aufbauwerk sowie ein deutsches Powertrainwerk schließen müssen.“
Aufbauwerke sind Werke, in denen die Autos zusammengebaut werden. In Deutschland hat Mercedes-Benz diese Werke neben Sindelfingen noch im badischen Rastatt und in Bremen. Powertrainwerke sind Werke, in denen Komponenten für das Auto hergestellt werden. Diese gibt es in Stuttgart-Untertürkheim, Affalterbach bei Stuttgart, Berlin, Hamburg, Kamenz (Sachsen), Kölleda und Arnstadt (Thüringen).
Beschäftigten in Sindelfingen protestieren
Am Vormittag hatten sich in Sindelfingen zuvor etwa 20.000 Beschäftigte am Aktionstag der IG Metall beteiligt und unter anderem gegen Jobabbau und weitere Einschnitte in ihrer Industrie protestiert. Zuletzt hatte Mercedes-Benz seinen Sparkurs verschärft und eine „Produktivitätsoffensive für Deutschland“ angekündigt.
Damit trat der Autohersteller auch eine öffentliche Diskussion über Arbeitskosten los. Denn in einem Schreiben an die Beschäftigten in Deutschland schlug der Vorstand unter anderem vor, für das gleiche Geld mehr zu arbeiten.