Markt erwartet weitere Zinsschritte in den USA


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Markt erwartet weitere Zinsschritte in den USA

 
25.03.05 19:36
ots news: US-Zinserhöhung stärkt Dollar

25.03.2005 , dpa-AFX Internet


             USD        Euribor     USD Libor   Dt. Bund
             je EUR     3m          3m          10y

25.März05    1,296      2,14%       3,09%       3,71%
18.März05    1,332      2,14%       3,05%       3,69%
+/-          2,79%     0,00%Pkte   0,04%Pkte    0,02%Pkte


             US T-Bond   Öl(Brent)    ATX       DAX       DJ Ind.
             10y         USD/Fass

25.März05    4,60%       53,9         2615,4    4343,6    10442,9
18.März05    4,48%       54,9         2670,9    4325,6    10626,4
+/-          0,12%Pkte  -1,82%       -2,08%     0,42%     -1,73%

Vermutete weitere Zinserhöhungen in den USA haben in der
abgelaufenen Woche markant die Entwicklung an den Finanzmärkten
geprägt. Verursacht wurde dies durch ein offizielles Statement der
US-Notenbank FED über mögliche Inflationsgefahren, berichten die
Analysten der Volksbank Investmentbank AG in ihrem "Wöchentlichen
Finanzmarktkommentar." Der US-Dollar legte daraufhin kräftig zu und

erreichte gegenüber dem Euro mit 1,2930 vorübergehend seinen höchsten
Stand seit sechs Wochen. Zuvor hatte die FED wie erwartet den
Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent angehoben. Die
Zinserhöhung war die siebente in Folge.
Da auch das BIP-Wachstum in den USA für das vierte Quartal 2004
voraussichtlich nach oben revidiert wird, dürfte der Dollar sein
derzeitiges Niveau auch in den nächsten Tagen halten.

Anlass für die Äußerung der Notenbank war die Bekanntgabe der
US-Verbraucherpreise, die im Februar um 0,4 Prozent gegenüber dem
Vormonat und damit stärker als erwartet gestiegen sind. Die Kernrate,
die die volatilen Preise für Nahrungsmittel und Energie ausschließt,
verzeichnete im Februar einen Anstieg um 0,3 Prozent. (Jänner 0,2
Prozent). Im Jahresvergleich stiegen die Erzeugerpreise im Februar um
drei Prozent. Die Produzentenpreise erhöhten sich im Februar um 0,4
Prozent (Jänner 0,3 Prozent).
In der Eurozone hat der starke Euro das Exportwachstum im Jänner
gebremst und ein Handelsbilanzdefizit von EUR 2,2 Mrd verursacht -
nach einem Überschuss von EUR 5,1 Mrd im Dezember. Die
Auftragseingänge in der Industrie sind in der Eurozone im Jänner um
5,8 Prozent gesunken - im Dezember hatte es allerdings ein
außergewöhnliches Auftragshoch durch Flugzeugbestellungen gegeben.
Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich im März deutlich
eingetrübt. Der von Münchener Ifo Institut für Wirtschaftsforschung
ermittelte Geschäftsklimaindex fiel auf 94,0 Punkte von 95,4 Punkte
im Februar, erwartet wurde dagegen einen Anstieg auf 95,5 Punkte.

Die Erwartung steigender Zinsen in den USA ließ auch die
Anleiherenditen in die Höhe klettern. Sie stiegen in den USA
deutlich, in der Eurozone im Wochendurchschnitt leicht. Die Rendite
der 10-jährigen US-Benchmarkanleihe erreichte mit 4,697 Prozent
zwischenzeitlich sogar den höchsten Stand seit neun Monaten. Für die
kommende Woche erwarten die Analysten - im Vorfeld der
Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten - sowohl in den USA als
auch in der Eurozone eine Seitwärtsentwicklung der Anleiherenditen.

Trotz einer Explosion in einer US-Raffinerie sind die Ölpreise in
der vergangenen Woche leicht gesunken. Die deutliche Steigerung der
US-Industrielagerbestände an Rohöl, die mit 309 Mio. Fass zuletzt den
höchsten Stand seit Juli 2002 erreicht haben, überzeugte die
Marktteilnehmer, dass Öl zurzeit nicht knapp wird. Einen deutlichen
Rückgang gab es jedoch bei den Benzinlagerbeständen (-4,1 Mio. auf
217,3 Mio. Fass) sowie bei den Heizöllagerbeständen (-1,7 Mio. auf
35,3 Mio. Fass). Die VBIB erwartet einen weiteren sinkenden Ölpreis
und somit positive Impulse an den Aktienmärkten, die durch die
Zinsängste in dieser Woche belastet waren.

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