... ich habe trotzdem mit viel Wut im Bauch die Zähne zusammen gebissen und mich Woche für Woche gefragt, wann denn dieser Spuk endlich aufhören würde. Da ich in dem lang laufenden (= 6/2017) LH-Optionsschein
CR72WK investiert bin, waren meine Verluste zunächst schon sehr heftig. Nicht jeder hatte / hat die Nerven, dem Trommelfeuer der Hedgefonds / Analysten auf Dauer zu widerstehen.
Ganz nebenbei bemerkt: Auch ich habe es schon fertig gebracht, einen OS wertlos verfallen zu lassen ("Gier frisst Verstand") - zum Glück schon lange her. Aber die schöne Theorie per stop loss abzusichern, ist ja auch nicht immer hilfreich. Im Fall meines LH-OS wäre ein stop loss in (Abwärts-) Stufen sicher mehrfach gerissen worden, weil ich immer wieder (neu) nachgekauft hätte, so positiv war und bin ich für die Aktie gestimmt. Daher lieber "unendlich" lange Laufzeit als stop loss-Aufträe. So kann man auch mal eine länger andauernde Delle des Aktienkurses aussitzen.
Und wie du richtig schreibst, sollte man sich wirklich sein eigenes Urteil bilden. Das Spielchen mit den oft sogar zeitgleich veröffentlichten Abstufungen ohne dass es neue Fakten gab, war doch sehr durchsichtig. Und hat trotzdem hat das Getrommel über Monate hinweg viele Anleger zu Panikverkäufen mit hohen Kursverlusten getrieben bzw. andere sogar dazu verleitet, noch sehr spät short einzusteigen. Jetzt werden böse Verluste realisiert oder man schaut weiter hilflos und ungläubig zu, wie plötzlich sich das Blatt gewendet hat und hofft, dass doch noch einmal ein "besserer" Absprung gelingt (sehe gerade, dass der DOW-Future fast 200 Punkte im Minus liegt und die LH-Aktie auch schon einen guten Teil ihres Gewinns eingebüßt hat).