Wer in der Discothek sein Gehör schädigt, kann auf schnelles Nachwachsen im Innenohr hoffen. Die dortigen Sinneshärchen erneuern sich, wie US-Forscher entdeckt haben, in nur zwei Tagen.
Die Sinneshärchen im Innenohr werden entgegen bisherigem Wissen alle 48 Stunden komplett ersetzt, berichten US-Forscher um Bechara Kachar von den National Institutes of Health im Fachmagazin "Nature". Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte diese ständige Erneuerung der so genannten Stereozilien eine zentrale Rolle bei der Genesung von vorübergehenden Gehörschäden spielen.
Bündel von Haarsinneszellen nehmen im Innenohr Schallschwingungen wahr, und einige von ihnen leiten das Signal als Nervenimpuls ans Gehirn weiter. Die einzelnen Stereozilien sind fingerförmige Zellfortsätze, deren Kernstück aus starren Proteinfasern besteht. Wie die Wissenschaftler schreiben, werden diese so genannten Aktinfilamente innerhalb von zwei Tagen von der Spitze her erneuert. Pro Tag wüchsen sie 2,5 Mikrometer.
Als Untersuchungsobjekt dienten dem US-Team Sinneshärchen von neugeborenen Ratten. Um die Produktion der Aktinfilamente in den vollständig entwickelten Stereozilien beobachten zu können, brachten die Forscher die Bauanleitung für Aktin in Kombination mit der genetischen Information für ein fluoreszierendes Protein in die Zellen ein. Überall dort wo die Aktinfilamente erneuert wurden, leuchtete auch das Protein.
Um eine durch Lärm verursachte vorübergehende Taubheit zu überstehen, vergehen ebenfalls etwa zwei Tage. Kachar und Kollegen vermuten deshalb, dass diese Beeinträchtigung durch eine Beschädigung der Stereozilien hervorgerufen wird. Außerdem könnten die neuen Erkenntnisse helfen, die Entwicklung des Hörsinns bei Neugeborenen sowie bestimmte dauerhafte Hörstörungen zu erklären, hofft das Team.
Die Sinneshärchen im Innenohr werden entgegen bisherigem Wissen alle 48 Stunden komplett ersetzt, berichten US-Forscher um Bechara Kachar von den National Institutes of Health im Fachmagazin "Nature". Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte diese ständige Erneuerung der so genannten Stereozilien eine zentrale Rolle bei der Genesung von vorübergehenden Gehörschäden spielen.
Bündel von Haarsinneszellen nehmen im Innenohr Schallschwingungen wahr, und einige von ihnen leiten das Signal als Nervenimpuls ans Gehirn weiter. Die einzelnen Stereozilien sind fingerförmige Zellfortsätze, deren Kernstück aus starren Proteinfasern besteht. Wie die Wissenschaftler schreiben, werden diese so genannten Aktinfilamente innerhalb von zwei Tagen von der Spitze her erneuert. Pro Tag wüchsen sie 2,5 Mikrometer.
Als Untersuchungsobjekt dienten dem US-Team Sinneshärchen von neugeborenen Ratten. Um die Produktion der Aktinfilamente in den vollständig entwickelten Stereozilien beobachten zu können, brachten die Forscher die Bauanleitung für Aktin in Kombination mit der genetischen Information für ein fluoreszierendes Protein in die Zellen ein. Überall dort wo die Aktinfilamente erneuert wurden, leuchtete auch das Protein.
Um eine durch Lärm verursachte vorübergehende Taubheit zu überstehen, vergehen ebenfalls etwa zwei Tage. Kachar und Kollegen vermuten deshalb, dass diese Beeinträchtigung durch eine Beschädigung der Stereozilien hervorgerufen wird. Außerdem könnten die neuen Erkenntnisse helfen, die Entwicklung des Hörsinns bei Neugeborenen sowie bestimmte dauerhafte Hörstörungen zu erklären, hofft das Team.