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BOXX-TV startet deutschsprachiges IPTV-Paket – Interesse an Bundesliga-Rechten
Digitalmagazin im Gespräch mit Jürgen R. Grobbin, Medienverantwortlicher bei der BOXX-TV GmbH
10.07.2008
Die BOXX-TV GmbH will im vierten Quartal dieses Jahres ein deutschsprachiges IPTV-Paket in den USA und Kanada starten. Zudem hat sich das Bremer Unternehmen bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Bundesliga-Auslandsrechte für Nordamerika, sowie bei der Agentur Sirius für die IP-Rechte in Deutschland ab der Spielzeit 2009/2010 registrieren lassen. Digitalmagazin hat sich mit Jürgen R. Grobbin, der als Medienverantwortlicher von BOXX TV die medienrechtlichen Voraussetzungen für den Start der neuen Plattform schafft, über die ehrgeizigen Pläne des Unternehmens unterhalten.
Digitalmagazin: Herr Grobbin, die BOXX-TV GmbH versteht sich als Bouquetanbieter im Bereich IPTV, fokussiert sich dabei aber auf Länder außerhalb Europas. Verraten Sie uns doch etwas mehr über das Unternehmen: Was sind Ihre Ziele, wo wollen Sie mit BOXX TV hin?
Grobbin: BOXX-TV plant den Start mehrerer IPTV-Plattformen, die die offene Netzstruktur nutzen. Gestartet wird mit einer deutschsprachigen Fernsehplattform in Nordamerika. Weitere Pakete sind später geplant, eines davon auch in Deutschland.
Digitalmagazin: Im vierten Quartal dieses Jahres wollen Sie eine deutschsprachige Fernsehplattform mit zehn Programmen in den USA und Kanada starten. Welche TV-Kanäle wollen Sie den Zuschauern dort anbieten?
Grobbin: Das Paket wird aus familienorientierten Programmen bestehen, die fast alle Programminhalte abdecken werden. Auf Sex und Crime wird bewusst verzichtet. Unterhaltung, Musik für mehrere Genres, Kinder und Nachrichten bieten den Rahmen. Die Programme werden in Kürze bekannt gegeben.
Digitalmagazin: Zum Start ihres ersten Programmbouquets in den USA und Kanada - welche Vorkehrungen wurden bislang hinsichtlich der Distribution und Vermarktung getroffen? Welche Technik soll bei diesem Projekt zum Einsatz kommen?
Grobbin: Der Vertrag mit dem Technikpartner in den USA wurde gezeichnet, die Empfangstechnik für die Programme in Europa ausgeschrieben. BOXX arbeitet dabei mit Partnern zusammen, die bereits über eine ausreichende Erfahrung bei der technischen Realisierung dieser Technik haben. Die Set-Top-Boxen werden dabei von dem US-Partner Neulion bezogen. Von dieser Technik sind bereits mehr als 400.000 Boxen im Markt.
Digitalmagazin: Sie wollen Ihre deutschsprachigen IPTV-Programmpakete ja vorrangig in Ländern außerhalb Europas anbieten. Warum ist das so?
Grobbin: In Diskussion ist BOXX mit den Programmanbietern auch bereits für eine Plattform in Deutschland. Hier können aber noch keine Details bekannt gegeben werden.
Digitalmagazin: Sie haben sich bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) bzw. der Agentur Sirius um die Bundesliga-TV-Rechte für Nordamerika sowie um die IP-Rechte in Deutschland beworben. Die Bundesliga-Rechte werden ab der Saison 2009/2010 neu vergeben. Sie müssen damit rechnen, im Bieterwettstreit auf finanzkräftige Medienkonzerne, Unternehmen und Sender zu treffen, die ebenfalls Interesse an diesen Rechten haben. Wie wollen Sie den Rechtepoker finanzieren und wie schätzen Sie schlussendlich Ihre Chancen ein?
Grobbin: BOXX hat sich bei der Sirius und bei der DFL nicht beworben, sondern registriert, um die Ausschreibungsunterlagen zu erhalten. Diese gibt es aber wegen der Kartellamtsanhängigkeit bekanntlich noch gar nicht. Nach Sichtung der Unterlagen wird BOXX für die entsprechenden Länder ein Angebot abgeben. Sicherlich werden die Unterlagen so gestaltet sein, dass auch Nischenanbieter zum Zuge kommen können.
boxx-tv.net