Guten Abend miteinander. Ich versuche mich mal in langfristiger Prognose.
Ich mache momentan eine Börsenpause, jedoch geht das Weltgeschehen nicht zu 100% an mir vorbei. Ich sehe grade einen Bericht auf tagesschau24, in dem es darum geht, dass es neue Erkenntnisse zum Terroranschlag am 11.09.2001 gibt. Es geht wohl um die Finanzierung von 15 der 19 Attentäter. Diese wurden angeblich aus Saudi-Arabien finanziert.
Nun ist es in den letzten Jahren ja so gelaufen, dass die USA in einigen umliegenden Ländern (Ägypten, Irak, Iran) sich eine "amerika-freundliche" Regierung aufgebaut haben. Der Wirtschaftskrieg, welcher bis jetzt auf dem Feld des Ölpreises ausgetragen wurde, könnte also bald in eine neue Phase gehen, vermute ich.
Libyen wird momentan von der UNO demokratisiert. Naja und zu Syrien muss ich wohl nichts sagen. Das wird nicht mehr allzu lange so weitergehen. Am Ende werden die USA mit der Herrscherfamilie irgendwelche Knebelverträge aushandeln und das Land wird nach und nach umgekrempelt.
Die Kämpfe in der Ukraine werden ja auch immer weniger. Das Land wird in den nächsten Jahren möglichst schnell "verwestlicht". Großkonzerne werden einfallen und sich alles unter den Nagel reißen.
In der Türkei bahnt sich mmn momentan etwas ähnliches an, wie man es in den letzten Jahrzehnten schon häufig in anderen Ländern sehen konnte. Ein Land, welches an die EU grenzt und anfangs positive Beziehungen zu westlichen Regierungen pflegte, entfernt sich stetig auf politischer Ebene von der EU. Dieses Land verschachtelt sich immer mehr in konservative Denkweisen und Richtlinien. Früher oder später wird es dann zu Problemen in der Bevölkerung kommen und die Weltpolizei muss dann "helfen".
Wenn also in einigen Jahren die Türkei wieder verwestlicht IST, wäre es möglich, dass es für Saudi-Arabien auch soweit ist, verwestlicht zu werden. Wie lange es noch dauert, bis es dazu kommt, kann ich nicht sagen. Aber ich kann mit Sicherheit (und da müsste mir jeder hier zustimmen) sagen, dass es bald neue Krisenherde in der muslimisch geprägten Region geben wird. Öl ist einfach noch viel zu wichtig die nächsten Jahrzehnte, da wir noch extrem abhängig von diesem Rohstoff sind und die Umrüstung (1.) auf erneuerbare Energien und (2.) das Entwickeln anderer Grundstoffe für viele Materialien sehr sehr lange dauern wird. Hinzu kommt natürlich noch das geostrategische Interesse. Russland Gebiete und Verbündete wegnehmen...
Welches Land als nächstes einen Bürgerkrieg erleben wird, kann ich nicht voraussagen. Jedoch, dass es mit einem neuen Präsidenten (dass Sanders auch das alte Schema fahren würde, bezweifle ich zwar, aber man weiß ja nie) in den USA unter Garantie zu einer neuen kriegerischen Auseinandersetzung kommen wird. Ein Imperium kann nunmal nur bestehen, wenn es stets neue Gebiete erobert. Das ist spätestens seit den Römern bekannt.
Wir sollten ebenfalls im Hinterkopf behalten, dass es in Zentraleuropa momentan eine zunehmende Radikalisierung der Bevölkerung gibt. Immer mehr Leute rutschen mit ihrer Meinung in die rechte Ecke. Sowas passiert meiner Erfahrung nach nur, wenn Menschen unzufrieden sind und es eine allumfassende Anspannung in der Bevölkerung gibt.
Summa summarum: Krisen und Unsicherheit in der Welt heben den Goldpreis an. Auch Klumpen können hilfreich sein. Ich glaube nicht daran, dass es dann plötzlich eine Goldschwemme geben wird, weil plötzlich alle ihr Gold auf den Markt werfen. Genauso, wie die Menschen mit wenig Hab und Gut ihr Gold auf den Markt werfen werden, um zu überleben, werden es die Menschen mit viel Hab und Gut einsammeln und aus der Krisenregion schaffen.
Eure Gedanken und Einschätzungen für die Entwicklung der Welt in den nächsten 20 Jahrzehnten?
Eine erfolgreiche Restwoche wünsche ich Euch!