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Enron-Skandal zieht Kreise


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Brummer:

Enron-Skandal zieht Kreise

 
11.01.02 11:25
Es ist die größte Skandalgeschichte, die in der amerikanischen Kriegsberichterstattung weitgehend untergegangen ist: der Zusammenbruch des weltgrößten Energiehandelskonzerns Enron, der Anfang Dezember mit Milliardenschulden Gläubigerschutz beantragte.

dpa WASHINGTON. Pikant daran sind die engen Verbindungen von US-Präsident George W. Bush und seiner Ministerriege mit ihrem Duzfreund und Enron-Chef Kenneth Lay. Kommentatoren ziehen bereits Parallelen zu dem Whitewater-Skandal um dubiose Immobiliengeschäfte, der die Präsidentschaft von Bill Clinton jahrelang überschattete.

„Enron wird nicht Bushs Whitewater. Es wird viel schlimmer“, orakelt der Chefredakteur des Online-Dienstes CBS.MarketWatch.com, David Callaway. „Viele rechnen jetzt damit zu erfahren, wie man in Texas Geschäfte macht. Wie eine kleine Gruppe von Geschäftsleuten riesigen Einfluss auf Bush und sein Team ausübt und erreicht, dass die Regeln in ihrem Sinne abgeändert werden.“

Lay und Enron haben Politiker beider Parteien jahrelang mit großzügigen Spenden versorgt. Allein im Wahlkampf 2000 sollen 800 000 Dollar geflossen sein. Bush soll für seinen Gouverneurswahlkampf in Texas und das Rennen um die Präsidentschaft mehr als 600 000 Dollar (672 000 €/1,3 Mio DM) bekommen haben. Justizminister John Ashcroft, von Enron im Wahlkampf mit mehr als 25 000 Dollar bedacht, verabschiedete sich diese Woche wegen Befangenheit aus der Strafuntersuchung seines Ministeriums der Millionenpleite.

Nachdem der Bankrott, bei dem Investoren, Aktionäre und Angestellte Mill. Dollar verloren, lange kaum eine Rolle in den Medien spielte, muss Präsident Bush sich plötzlich unangenehme Fragen gefallen lassen. „Ich habe mit Herrn Lay niemals über die finanziellen Probleme seines Unternehmens gesprochen“, verteidigte sich Bush. Er selbst habe den texanischen Geschäftsmann im Frühjahr zuletzt gesehen. Bei seinem Vize Richard Cheney gingen Enron-Manager jedoch ein und aus. Insgesamt sechs Mal bis Mitte Oktober, berichtete das Weiße Haus. Cheney arbeitete an einem neuen Energiekonzept, und hatte - sehr zum Ärger zahlreicher Umweltschützer - stets ein offenes Ohr für Industrievertreter. Die finanzielle Lage des Unternehmens sei auch dabei nie zur Sprache gekommen.

Während Aktionäre und Angestellte, die ihre Pensionsansprüche auf Drängen Enrons fast ausschließlich in Form von unternehmenseigenen Aktien hielten, noch an den großen Erfolg des Unternehmens mit kometenhaftem Aufstieg glaubten, griff Lay im Oktober zum Telefon und sprach mit Finanzminister Paul O'Neill und Handelsminister Donald Evans. Sein 1985 gegründetes Unternehmen sei auf Bankrottkurs, sagte Lay. Ein reines Informationsgespräch mit „Ken“, wie O'Neill den Enron-Boss im Fernsehen vertraulich nannte. Hat Lay ihn um Hilfe gebeten? „Absolut nicht“, beteuerte der Minister.

Während mehrere Enron-Manager bei hohen Aktienkursen Papiere in Milliardenwert verkauft hatten, schauten bei dem Absturz des Unternehmens vor allem die 20 000 Angestellten in die Röhre: das Unternehmen untersagte ihnen im Herbst den Verkauf ihrer Anteile im Pensionsfonds. Tatenlos mussten sie dem Verfall des Enron-Kurses zusehen: von 85 Dollar vor einem Jahr auf jetzt rund 0,66 Dollar. Viele verloren ihre gesamten Ersparnisse für den Lebensabend.

Dass Bush oder seine Minister sich in der Enron-Pleite direkt etwas zu Schulden kommen ließen, halten Beobachter für unwahrscheinlich. Doch der Schmusekurs der Enron-Bosse mit der Bush- Regierung dürfte nach ihrer Ansicht noch manche Peinlichkeit über den Einfluss der Industriebosse auf die Regierungspolitik zu Tage fördern. Inzwischen beschäftigen sich mehrere Kongressausschüsse, die Börsenaufsicht, das Justiz- und das Arbeitsministerium mit der Millionenpleite. Untersucht wird, ob das Unternehmen Investoren, Aktionäre und Angestellten Informationen über die prekäre Finanzlage vorenthalten hat.

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Luki2:

Andersen-Mitarbeiter vernichteten Enron-Dokumente

 
11.01.02 11:49
Andersen-Mitarbeiter vernichteten Enron-Dokumente
 
Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Andersen teilte am Donnerstag mit, dass seine Mitarbeiter eine Reihe von Dokumenten bezüglich seiner Untersuchung des Energiekonzerns Enron Corp. verni chtet haben, was der ohnehin unsicheren Zukunft des Accounting-Spezialisten laut Branchenexperten weiter schaden dürfte.
Dem Unternehmen zufolge wurde eine große, jedoch noch unbestimmte Anzahl von Dateien bzw. Papieren sowie Korrespondenz entfernt oder gelöscht. Diese Enthüllung könnte nach Angaben von Experten sowohl auf rechtlicher als auch auf regulativer Ebene schwerwiegende Folgen für Andersen haben.

Der fünftgrößte Wirtschaftprüfer sieht sich bereits mit einer Klage hinsichtlich der Vorgehensweise bei der Enron-Untersuchung konfrontiert.

Die Aktie von Enron reagiert gestern mit einem deutlichen Minus auf diese Meldung und schloss bei 0,67 Dollar (-15,19 Prozent).


WKN: 851914


Quelle: Die Welt
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Papa:

bekomme keine Kurse auf Island

 
11.01.02 15:45
Ist der Kurs ausgesetzt?
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Brummer:

Nein o.T.

 
11.01.02 15:47
Antworten
preisfuchs:

die schweine haben meine dividende

 
11.01.02 15:52
zurück verlangt :-))
das ist der dank, dass ich zu 0,40$ gekaut hatte.
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Brummer:

Ist das dein ernst ?

 
11.01.02 15:53
Gruß Brummer
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DarkKnight:

Andersen erstickt im Papier ...

 
11.01.02 15:55
... seit gestern darf nichts mehr weggeworfen werden. Weltweite Anweisung. Interessanter Kommentar eines Betroffenen zum Thema:


"shit happens....

Naja, war es das dann? Werden wir dann alle zu kleinen KPMG`lern eingemeindet?
oder dürfen für Price... die Scheiße machen? Jetzt, wo man sich was aufgebaut
hat - ein eigenes Bücherregal, die Gesetze werden einem einsortiert, mein Zimmer
hat schon 2 Fenster, Stellplatz in der TG, manche kennen mich mit Namen....?

Ciao
xxxxxxxx"

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preisfuchs:

klar brummer

 
11.01.02 16:31
darki das sind drei x zuviel
Antworten
DarkKnight:

Ratte o.T.

 
11.01.02 16:33
Antworten
Papa:

seit ihr noch Investiert ?

 
11.01.02 16:37
Da will einer 361465St. zu 0,66Euro
weiß der mehr wie wir? Irre
Antworten
box1:

@papa

 
11.01.02 16:40
ich hoffe der weiß mehr, dann kann ich meine evtl auch noch los werden.

Grüsse
Antworten
Dan17:

hatte auch ganz kurz 150 € Dividende

 
11.01.02 16:41
bei der Citibank drauf, nur 10 min hatte mich schon gefreut
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