Eine Forderung über 10 Mrd. USD sagt nichts über die Realistik der Klage aus ... sie ist lediglich die Zahl, die die Kläger in die Überschrift schreiben, um maximale Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die tatsächliche Zulassungschance bleibt gering. Die damalige Fusion wurde vollständig durchreguliert, sämtliche Bewertungsansätze wurden von Behörden und Gerichten geprüft und akzeptiert. Um heute noch durchzudringen, müssten die Kläger objektiv falsche Bewertungsgrundlagen nachweisen – ein extrem hoher Beweisstandard, der in der Praxis kaum zu erreichen ist. Solange kein Gericht diese Argumentation überhaupt annimmt, bleibt das Verfahren ein Nebenrisiko ohne operative oder bilanzielle Relevanz für die Deutsche Telekom. US Gerichte lassen solche rückwirkenden Claims nur zu, wenn neue, harte Beweise auftauchen. Aktuell existiert davon nichts.