Die Zwischenmitteilung zum 30.06.2026 ist veröffentlicht:
www.prodv.com/unternehmen/investor-relations/berichte
Interressant finde ich den Ausblick:
"Aufsichtsrat und Vorstand haben gemeinsam die Eckpunkte einer Initiative zur Ansprache potenzieller In-
vestoren abgestimmt. Ziel ist es, die Voraussetzungen für weiteres anorganisches Wachstum zu schaffen
und dabei Synergien aus möglichen Zukäufen sowie die Nutzung des steuerlichen Verlustvortrags der Ge-
sellschaft strategisch einzubeziehen."
Der Verlustvortrag beträgt laut KI immerhin 24,7 Millionnen Euro:
"Der steuerliche Verlustvortrag der PRO DV AG beläuft sich auf rund 24,7 Millionen Euro.
Warum diese Zahl für das Unternehmen so wichtig ist:
Vollständige Steuerfreiheit von Gewinnen:
Aufgrund dieser enormen Summe muss PRO DV auf absehbare Zeit praktisch keine Ertragsteuern (wie Körperschaft- und Gewerbesteuer) auf ihre operativen Gewinne zahlen. Jeder Euro, den das Unternehmen vor Steuern (EBIT) verdient, fließt somit fast eins zu eins in den Nettogewinn.
Der strategische "Mantel" für Zukäufe:
Der Satz im Bericht beschreibt genau dieses Steuersparmodell. Wenn PRO DV andere, profitable Unternehmen zukauft (anorganisches Wachstum), kann sie deren Gewinne mit ihrem eigenen gigantischen Verlustvortrag verrechnen. Die Gewinne der zugekauften Firmen werden dadurch schlagartig steuerfrei gestellt, was enorme Synergien freisetzt.
Attraktives Übernahmeziel:
Analysten (wie von SMC Research) betonen regelmäßig, dass dieser hohe Verlustvortrag PRO DV auch für größere Konzerne als Übernahmeziel extrem attraktiv macht, da ein Käufer diesen steuerlichen Vorteil unter bestimmten rechtlichen Voraussetzungen nutzen könnte."