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Deutsche Konkjunktur brummt


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Deutsche Konkjunktur brummt

 
12.03.07 14:48

Konjunkturprognosen

IfW: Deutsche Wirtschaft wächst 2007 noch schneller

Deutsche Konkjunktur brummt 3150119

Deutsche Konkjunktur brummt 3150119
12. März 2007 
Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr nach Einschätzung des IfW trotz Mehrwertsteuererhöhung schneller wachsen als 2006. Die Kieler Forscher hoben ihre Prognose von 2,1 auf 2,8 Prozent an, wie das Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Montag mitteilte.

2006 hatte die Wirtschaft mit 2,7 Prozent so stark zugelegt wie seit dem Boomjahr 2000 nicht mehr. „Der Aufschwung in Deutschland setzt sich kräftig fort“, hieß es. Auch 2008 rechnen die Kieler Forscher mit einem kräftigeren Plus von 2,4 Prozent. Bislang hatten sie 2,1 Prozent vorhergesagt.

IfW: Staatsdefizit sinkt auf 0,7 Prozent

Deutsche Konkjunktur brummt 3150119
Für das Gastgewerbe rechnet das DIW mit einem Dämpfer

Der kräftige Aufschwung führt dem IfW zufolge in diesem und im kommenden Jahr trotz des erwarteten stärkeren Lohnanstiegs zu deutlich mehr Beschäftigung. Im Jahresschnitt 2007 dürfte die Erwerbstätigkeit um mehr als ein Prozent zunehmen. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen werde um rund 700.000 auf 3,74 Millionen sinken. Damit bleibt sie erstmals seit 2001 unter der Marke von vier Millionen. 2008 werde sie weiter auf rund 3,4 Millionen zurückgehen.

Das Staatsdefizit werde in diesem Jahr auf 0,7 Prozent nach 1,7 Prozent 2006 sinken. Vor allem die konjunkturbedingten Einnahmen des Staates würden kräftig steigen. 2008 könne das Defizit dann sogar auf 0,5 Prozent zurückgehen. „Damit scheint das Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes in greifbare Nähe gerückt zu sein.“ Die Bundesregierung geht für dieses Jahr von 1,5 Prozent aus. 2008 soll das Defizit nach ihren Vorstellungen soweit wie möglich sinken.

Die Europäische Zentralbank wird die Leitzinsen in der Euro-Zone nach Einschätzung der Forscher weiter anheben: „Wir erwarten weitere Zinsschritte von 25 Basispunkten im Juni und September.“ Damit würde ein Zinsniveau von 4,25 Prozent erreicht.

DIW: Wachstumsaussichten leicht verbessert

Optimistischer als bisher gibt sich auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. Die Wachstumsaussichten in Deutschland haben sich nach Einschätzung der Berliner Konjunkturforscher im ersten Quartal leicht verbessert.

Das DIW-Konjunkturbarometer zeige für die Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal einen saison- und kalenderbereinigten Zuwachs von knapp 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal an, teilte das DIW am Montag in Berlin mit. Dieser Wert liege leicht über der im Vormonat abgegebenen Prognose von gut 0,4 Prozent.

Dämpfer für einige Sektoren erwartet

Wichtigste Triebfeder des Wirtschaftswachstums dürfte die Industrieproduktion sein, die nach der Stagnation im Schlussquartal des Vorjahres wieder Tritt gefasst habe, heißt es in der Studie. Auch wenn die Beurteilung der Geschäftslage zuletzt rückläufig gewesen sei, deuteten die jüngsten Produktionskennzahlen gleichwohl auf eine im gesamtwirtschaftlichen Vergleich überdurchschnittliche Expansion dieses Wirtschaftsbereichs hin.

Die Bauwirtschaft dürfte abermals ein starkes Quartalsergebnis verbuchen. Dabei dürften neben der günstigen Witterung auch Sondereinflüsse (Vorzieheffekte) im Zuge der Mehrwertsteuererhöhung zur Jahreswende eine Rolle gespielt haben. Ein deutlicher Dämpfer zeichne sich hingegen im ersten Quartal für den Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr ab.

Text: FAZ.NET mit Reuters und dpa-AFX
Bildmaterial: dpa, FAZ.NET
 
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Steilvorlage

 
12.03.07 19:38
HANDELSBLATT, Montag, 12. März 2007, 19:10 Uhr
Steilvorlage für Gewerkschaften

Konjunkturprognose heizt Tarifverhandlungen an

Von Dietrich Creutzburg und Dorit Hess

Die ohnehin günstige Verhandlungsposition der Gewerkschaften in der Tarifrunde 2007 scheint sich weiter zu verbessern. Pünktlich zum Start der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie lieferte das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) der IG Metall heute eine Steilvorlage: Es erwartet für 2007 nun sogar ein stärkeres Wachstum als 2006.


Deutsche Konkjunktur brummt 3150751
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Deutsche Konkjunktur brummt 3150751
Deutsche Konkjunktur brummt 3150751 Der IG Metall-Vorsitzende Jürgen Peters fordert von den Arbeitgebern 6,5 Prozent mehr Geld. Foto: ap

BERLIN/FRANKFURT. Wichtigster Grund für die kräftige Prognosekorrektur ist eine nach Einschätzung des IfW unverhofft günstige Wirtschaftsentwicklung zu Jahresbeginn – trotz höherer Mehrwertsteuer.

Zwar orientiere man sich in der Tarifpolitik nicht allein an kurzfristigen Prognosen, betonte IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild, der die Verhandlungen für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen führt. Doch dies sei eine „eindrucksvolle Bestätigung“ für den eingeschlagenen Kurs. „Umso mehr geht es jetzt darum, nicht nur mehr als 2006 zu fordern, sondern auch abzuschließen“, sagte er dem Handelsblatt. Nach einer Tariferhöhung von drei Prozent 2006 fordert die IG Metall diesmal 6,5 Prozent.

Auch das IfW selbst nennt die Verhandlungsposition der Gewerkschaften „sehr günstig“. Ausschlaggebend sei unter anderem eine ungewöhnlich stark verbesserte Lage auf dem Arbeitsmarkt. In diesem Jahr wird die Arbeitslosenzahl nach IfW-Schätzung auf 3,7 Millionen sinken, 2008 sogar auf unter 3,4 Millionen.

Für die Metall-Tarifrunde unterstellt das IfW einen Abschluss „oberhalb der Vier-Prozent-Marke“, im gesamtwirtschaftlichen Mittel erwartet es einen Tarifanstieg von 2,4 Prozent – wobei aber auch noch höhere Ergebnisse nicht auszuschließen seien. In diesem Fall aber, merkt es warnend an, würde das Wachstum nicht die prognostizierten Werte von 2,8 Prozent in diesem und 2,4 Prozent im kommenden Jahr erreichen.

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Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Arbeitgeber erwarten noch 3,5 bis 4,5 Prozent

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Für den Arbeitgeberverband Gesamtmetall ist die unerwartet hohe Prognose kein Grund, seine Einschätzung über die in diesem Jahr verringerten Spielräume der Lohnpolitik zu revidieren. Für die Branche gehe vielmehr selbst die IG Metall davon aus, dass das Produktionsplus klar unter dem Vorjahreswert von acht Prozent liegen werde, hob ein Sprecher hervor. Die Arbeitgeber erwarten noch 3,5 bis 4,5 Prozent.

Zudem richte sich der lohnpolitische Spielraum nicht nach dem Wirtschaftswachstum, sondern dem Produktivitätsfortschritt, betonte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Und die Produktivität lege bei parallel steigender Beschäftigung gerade nicht zu. Zentrale Ursache für die gute Arbeitsmarktentwicklung sei die moderate Lohnpolitik früherer Jahre, betont auch IfW-Ökonom Joachim Scheide. Sie habe „maßgeblich dazu beigetragen, dass die Wirtschaft derart stark wächst und die Zahl der Arbeitslosen sinkt“.

Andere Institute rechnen zwar auch mit einem weiter kräftigen Wirtschaftswachstum, sie erwarten aber keinen so großen Zuwachs wie 2006, ergab eine Handelsblatt-Umfrage: Das DIW, das RWI, das Ifo-Institut und das IWH begründen dies unter anderem mit den dämpfenden Effekten der Mehrwertsteuererhöhung. Das DIW wird seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr um gut einen halben Punkt auf 2,3 Prozent erhöhen.


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