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Deutsche Bilanzen am Prüfstand der Anleger


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sir charles:

Deutsche Bilanzen am Prüfstand der Anleger

 
20.08.02 08:53
Deutsche Bilanzen am Prüfstand der Anleger

Die Informationsqualität der Bilanzen hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich verbessert.

FRANKFURT (ap). Die Bilanztricks in den USA haben die Anleger weltweit verunsichert. Nach Ansicht des Deutschen Aktieninstituts (DAI) steht hinter der wachsenden Kaufzurückhaltung auch deutscher Privatanleger die Frage, ob derartige Bilanztricks bei deutschen Unternehmen vorkommen können. Laut DAI hat sich aber gerade in Deutschland die Informationsqualität der Bilanzen in den letzten Jahren "deutlich verbessert".


"Natürlich kann niemand eine Garantie dafür abgeben, daß nicht auch in einem deutschen Unternehmen über Bilanzkosmetik hinaus einmal kriminelle Energien am Werke sind beziehungsweise entdeckt werden", schreibt das Institut. Doch sei in Deutschland der Geist der Bilanzierung geprägt von einem Erhalt des Unternehmens, vom sogenannten Gläubigerschutzprinzip. "Dahinter stand und steht eine konservative Grundhaltung des Managements, das nicht in jedem Quartalsbericht meint, seine Tüchtigkeit an Hand von tollen Ertragszahlen unter Beweis stellen zu müssen."


So seien denn auch Analysten bei einer Durchleuchtung deutscher Unternehmen in der Regel mehr auf der Suche nach stillen Reserven als nach getürkten Gewinnen.


AOL-Bilanz im Visier

NEW YORK (reuter). US-Bundesstaatsanwälte und Prüfer der Börsenaufsicht SEC untersuchen nach einem Zeitungsbericht die Buchungspraktiken bei der Online-Sparte des weltweit größten Medienkonzerns AOL Time Warner. Gegenstand der Untersuchung bei American Online (AOL) seien als "round-tripping" oder "back-to-back" bezeichnete Buchungsvorgänge, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf mit den Untersuchungen vertraute Kreise. Darunter versteht man Verkäufe von eher unprofitablen Vermögenswerten, bei denen automatisch der Rückkauf zu ähnlich hohen Preisen vereinbart wurde. Grund für diese eher illegale Buchungspraxis ist ein Aufblähen der Umsätze für Käufer wie Verkäufer.


Deutsche Firmen haben indessen von der US-Börsenaufsicht Ausnahmen von der Verpflichtung gefordert, ihre Bilanzen zu beeiden. Die neuen US-Vorschriften seien in einigen Punkten mit europäischen und deutschen Rechtsnormen nicht vereinbar. Die US-Börsenaufsicht SEC solle vor einer endgültigen Entscheidung mögliche Konflikte mit ausländischen Rechtssystemen näher untersuchen.


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